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Contubernium Felicis, dritte Centurie, Cohors II
Vor 7 Stunden,
Beitrag #1
Contubernium Felicis, dritte Centurie, Cohors II
Das Contubernium, die Mannschaftsstube, war die kleinste Einheit der Legion und umfasste in der Regel acht Männer.
Der Stubenälteste, der Decanus, war ein erfahrener Soldat, der für Ordnung in seinem Contubernium zu sorgen hatte. Außer ihm gab es noch vier Legionäre und drei Tirones, Rekruten, die von den Älteren geschult werden sollten. Die Schulung sah oft so aus, dass den Neulingen die unangenehmen Arbeiten aufs Auge gedrückt wurden, Latrinendienst oder Getreide mit der großen Handmühle für alle mahlen, denn die Stuben versorgten sich selber.
Auf der anderen Seite aber waren die Soldaten Beschützer "ihrer" Frischlinge und zeigten ihnen die Kniffe, die das Lagerleben erleichterten. 

Der Decanus hieß Lucius Valerius Felix. (NPC) Er hatte seine fünfundzwanzig Jahre Dienstzeit bald um und ließ sich nicht schnell aus der Ruhe bringen. Nach ihm hieß die Stube " Contubernium Felicis"
Die erfahrenen Soldaten hießenM. Ulpius Bellicus, Claudius Catus und Iulius Vindex.( NPC) Beider Familien stammten aus Gallien und hatten erst vor einer Generation das römische Bürgerrecht bekommen. Der jüngere Legionär, der noch nicht viel Erfahrung hatte und dazu neigte, sich aufzublasen  war  Iuventius Fronto. (NPC) 


Die Unterkunft der " Stube des Felix" befand sich in  einer steinernen Kaserne und  bestand aus zwei Räumen: Hinten lag der Papilio (Schlafraum). Der Platz war begrenzt, weshalb es vier Stockbetten aus Holz gab. Sie waren mit Gurtgeflechten bespannt. 
Als Matratzen dienten mit Heu gefüllte Säcke. Die Soldaten schliefen in ihre Wollmäntel (Sagum) eingehüllt oder nutzten extra Wolldecken. Da immer zwei Männer einer Einheit zur Wache eingeteilt waren, schliefen selten alle acht gleichzeitig im Raum.
Der Vorraum war das[b] Armamentarium: Er wurde für die Lagerung von Waffen, Rüstung und Ausrüstung genutzt. Helme, Schilde (Scuta) und Kettenhemden (Lorica Hamata) hingen an Wandhaken beziehungsweise lagen auf Holzregalen im Vorraum. Die persönliche Habe wurde in kleinen Holztruhen verstaut.

In einer römischen Legion gab es keine zentrale Truppenküche (Kantine); die Soldaten waren Selbstversorger. Direkt vor der Tür befand sich eine kleine Feuerstelle aus Ziegeln.  Dort bereiteten die Männer ihren Getreidebrei (Puls), Brot und Fladenbrote oder Eintöpfe zu. Das Contubernium des Felix besaß eine eigene Handmühle Mola manuaria aus Basalt und eine bronzene Pfanne mit Deckel. Die Handmühle war schwer und wurde im Vorraum aufbewahrt. Die Soldaten mussten ihr Getreide täglich selbst zu Mehl mahlen, um Brot oder Fladen zu backen.

Die Räume selbst waren rauchig und dunkel, da es nur kleine Fenster und Öllampen gab. Ein schmaler Abwasserkanal verlief direkt vor der Kasernenreihe unter den Kolonnaden.
Dennoch: Die drei neuen Rekruten  schliefen gerade wie Steine...Der Dienst war noch ungewohnt und ein Knochenjob...Ihren militärischen Ausbilder kannten sie noch nicht. Er hieß Bellator, und Iuventius hatte ihnen mit genüsslichem Lächeln gesagt, dass er ein ganz harter Hund wäre....Als Optio hatte er seine privaten Räume am Ende des Ganges. 
Die Namen der jungen Römer lauteten
Aulus Caecilius Verus
Marcus Aelius Varro
Lucius  Asinius Nero


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