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Irrungen, Wirrungen - Verloren in Londinium
03-30-2025, 04:02 PM,
Beitrag #9
RE: Irrungen, Wirrungen - Verloren in Londinium
Owain erzählte Saturninus, dass er Aglaia und seine Tochter wieder sehen wollte. Wollte, sagte er zweimal.
Saturninus runzelte die Stirn: "Deiner Wortwahl entnehme ich, dass du Aglaia und deine Tochter aufsuchen wolltest, aber dies misslang", sprach er:
"Hast du Liciniana Aglaia nicht finden können? Du wirst es nicht glauben: Ich habe sie nämlich heute früh drei Häuserblocks weiter im hiesigen Stoffmarkt angetroffen. Völlig zufällig lief sie mir in die Arme! Sie hat dort eingekauft, und durch ein wenig Kleingeld werden sich die Stoffhändler vielleicht entsinnen, wohin sie die Ware liefern sollten. Dann hättest du ihre Adresse. Wenn sie auch unter anderem Namen unterwegs gewesen sein sollte, eine Beschreibung ihrer Person wird im Gedächtnis geblieben sein"

Die Hetäre war kein alltäglicher Anblick, und die Stoffhändler waren auch nur Männer!

Sidonius biss sich auf die Lippen, als Owain nun sagte, dass der zweite Geldbeutel nicht seiner war. Er hatte gesehen, was er gesehen hatte, und er sah auf beiden Augen sehr gut: Die Keltin hatte den Blonden bestohlen. Aber sein Herr, obwohl er dem Sklaven Glauben schenkte, machte eine kurze Geste: Ganz gleich, was Owains Beweggründe waren, ein Sklave hatte eine freie Frau, wenn er nicht als Zeuge befragt wurde, nicht zu beschuldigen.

" Ich vermutete nur, dass diese Frau meinen Geldbeutel entwendet hatte", sprach Saturninus daher:
"Es kann gut sein, dass sie die Wahrheit spricht und ihn lediglich gefunden hat. Wäre der zweite Geldbeutel jedoch deiner gewesen, so hätten wir eine Diebin in Flagranti erwischt. Ich hätte sie dir überlassen, werter Licinianus, und du hättest sie bestrafen können, wie du es für richtig hälst.
So ist mein Geld wieder da, und deines ist das andere ja nicht. Lasse sie also los, Sidonius"

Sidonius machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. Aber er nahm gehorsam seinen festen Griff von Gwens Armen und trat einen Schritt zurück.
Gwen stand nun frei, und Saturninus lächelte freundlich:

"Dieses Geschöpf...." Gwen war, schmutzig und verwahrlost wie sie wirkte, nicht nach seinem Geschmack:..."Scheint dir nicht gänzlich unbekannt zu sein, werter Licinianus? Gibt es dahinter eine interessante Geschichte? Ich würde sie gerne hören - bei einer kleinen Mahlzeit vielleicht? Da mein Geld wieder aufgetaucht und kein Schaden entstanden ist, lade ich dich gerne in eine Garküche ein"
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Honoratior von Iscalis
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RE: Irrungen, Wirrungen - Verloren in Londinium - von Tiberius Furius Saturninus - 03-30-2025, 04:02 PM

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