RE: Die Gabinierhofleute reisen ins Dobunni-Land
Nach einer langen, aber umso mehr aufregenden Reise durch die schöne Natur mussten wir nun den Arm des Iscaflusses überqueren. Friudel stieg ab und half, die Kutsche zu schieben. Ich blieb auf meinem Pferd sitzen und habe meine Beine hochgezogen, die ich dann mit meiner Palla bedeckte. Als wir das Ufer erreichten, war Sonnwin bis zu seinem Bauch nass und legte dann seine Hose auf dem Wagendach zum Trocknen. "Die Römer kommen schließlich auch ohne Beinkleider aus!", sagte mein Friudel und lächelte mich an. "Hoffentlich, erkältest du dich nicht, mein Herz," ich schaute ihn besorgt an und schüttelte den Kopf.
Dann ging die Reise am Fuß des Gebirges weiter und es wehte ein sanfter Wind vom Bergen herunter. Und dann hatten wir auf einmal die freie Sicht auf eine herrliche Landschaft und Friudel, der neben mir ritt, sah zum Horizont und erzählte, dass wir bereits auf dem Dobunni Gebiet sind und dort beginnt schon das Comux Land. "Dobunni-Land scheint mir sehr schön zu sein, mein Liebster, und ich würde gerne mal die Hauptstadt Corinium mit dir besuchen".
So ritten wir weiter und es wurde bald dunkel. Sonnwin ließ die Pferde anhalten, damit sie sich nicht in der Dunkelheit verletzten. Ich stieg vom Pferd ab und kletterte in den Wagen hinein. Noch vor dem Schlafen gingen die Frauen kurz in die Natur. Ich stillte Stellula und legte sie in ihren warmen Korb wieder hin. Quiwon, der auch kurz draußen war, legte sich dann zu mir auf die Bank und schlief in meinen Armen ein.
Dann, noch vor der Morgendämmerung, ging es dann weiter, bis wir mitten in einem malerischen Hain den Comux - Hof zu sehen bekamen. Ich strahlte meinen Friudel an: "Endlich sind wir bald da, meine Sonne, und ich hoffe auf ein heißes Bad für uns alle!"
|