RE: Das Gemach von Ti. Furius Sat. (Cubiculum)
Aus dem Augenwinkel schielte Cassia empor und bemerkte dabei wie sich der Furier einer Statue näherte, die die Form einer Nymphe hatte. So zumindest die Vermutung der Sklavin. Und eben jener Statue hängte ihr Dominus schließlich die Blumengirlande um den Hals. Och wie schade. Dabei hätte sich Cassia eigentlich vorgestellt, dass ihre gezauberte Blumengirlande den Hals ihres Dominus schmücken würde. Oder zumindest in seinem dunklen Haarschopf einen Platz finden würde. Wohl nicht. Hm. Hoffentlich würde Furia Saturnina ihre Blumengirlande mehr zu schätzen wissen. Doch so wie Cassia ihre kleine Domina kannte, würde Furia Saturnina auch selbst eine solche Blumenkette basteln wollen. “Meine Blumengirlande steht dieser kleinen Nymphe ausgezeichnet Dominus.“ Erwiederte Cassia auf seine Worte. Ungeachtet der Tatsache, dass er sie nicht zum Sprechen aufgefordert hatte. Doch manchmal war Cassia eben doch noch das Mädchen von der Straße. Und ihre Zunge manchmal schneller als ihre Gedanken. Schon hob Cassia ihre Tunika an, so dass ihr Dominus ihre kräftigen Waden erkennen würde. Jedoch war es dann sein räuspern, dass Cassia verschreckt empor blicken ließ und sie die rauchblaue Tunika hastig an Ort und Stelle zupfte. Oh je. Hatte sie sich da soeben etwas gehen lassen? Aber er wollte es doch so. “Oh. Ich werde Domina Furia Serena fragen. Ich möchte meine kleine Domina nicht länger traurig sehen. Sie guckt immer so bedrückt Dominus und das macht auch mein Herz schwer.“ Murmelte Cassia mit leiser Stimme und schluckte vernehmlich, bevor sie ihren Blick abwandte und an ihrem Herrn vorüber schielte. Doch dann brachte ihr Herr einen Vorschlag, der Cassias Blick sogleich vor Freude erhellen ließ. Ihre Augen wurden ganz groß und begannen in einem hellen Glanz zu strahlen. “Tiberius ist dein ..ähm…Sohn. Also dein erster Sohn. Ich habe ihn auf dem Brunnenfest kurz gesehen. Er sieht aus wie du Dominus.“ Kicherte Cassia und zwinkerte dem Furier frech zu. Bevor sie auch schon wieder artig auf ihren zwei Beinen stehen blieb und artig seinem Vorschlag lauschte. “Oh. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich auf deine beiden Kinder aufpassen darf. Hier in der Villa möchte keiner mit mir spielen. Und meine junge Domina muss eine Dame werden.“ Da streckte Cassia kichernd ihr Zünglein zwischen ihren Lippen hervor. Bevor sie auch schon wieder ruhig stehen blieb. Das Herumgezappel einstellte.
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