Eisu war ein zu guter Gastgeber, um einen Gast in Verlegenheit zu bringen:
"Wie du gerne möchtest. Der Stall ist trocken. Ich lasse dir frisches Stroh aufschütten und Decken bringen", sprach er und ließ Caillan dann zwei Mägde, die vor der Tür gewartet hatten, ins Officium holen. Eine von ihnen war Nessi, die bereits dem Furiersklaven Seasnán
viel Freude bereitet hatte. Mit einem breiten Gürtel betonte sie ihre so begehrte Sanduhrfigur. Die andere war eine zierliche dunkelhaarige junge Frau mit meergrünen Augen, das man
Meonre rief. Trotz ihres brünetten Aussehens war sie ganz und gar Britannierin und stammte von den
geheimnisvollen Leuten, die auch die Ahnen der früheren silurischen Königin Angharad waren, ab.
" Nessi und Meonre werden dir mit Freuden beim Baden helfen", sagte Comux mit einem Grinsen.
Auch Nessi lächelte, und ihr war anzumerken, dass ihr gefiel, was sie da sah. Louarn war ein stattlicher, ein "strammer Kerl" wie sie sagte. Gerne würde sie ihm im heißen Bad mit einem Schwamm die müden Glieder waschen und dabei Leben in sie hineinbringen.
Meonre war auf den ersten Blick die Unscheinbarere. Doch auch sie lächelte freundlich: "Gesegnet ist ein Gast", sagte sie und streckte Louarn ihre weiche Hand hin: "Wir zeigen dir das
Sommerbadezimmer. Komm bitte mit uns. Du heißt Louarn, nicht wahr? Ich bin Meonre, und das hier ist meine herzallerliebste Freundin Nessi"
Sie gab dem anderen Mädchen mehrere sanfte Küsse auf die gerundete Wange, ohne Louarn aus den Augen zu lassen.
Eisu Ap Comux schickte derweil Caillan, das Mahl auftragen zu lassen. Er war sich sicher: Wenn jener Louarn aus dem Bad zurückkehrte, würde er relaxter und gesprächiger sein als jetzt. Die beiden jungen Frauen wussten, was sie wollten und hatten schon manchem Gast die Zunge gelockert.