RE: Officium des Hausherren
Es gibt keinen Filid mehr südlich des Avon, hatte der Fremde gesagt. Caillan nickte: "Du hast Recht, Louarn Wanderer ", sprach er, da er den Vaternamen nicht wusste und einfach nur Louarn ihm zu vertraulich erschien: "Auch ich habe seit meinen Jugendtagen keinen von ihnen mehr gesehen. Diese Zeiten sind andere"
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Eisu ap Comux siegelte das Dokument, das er in Händen hielt, mit einem Ring römischer Art und unterschrieb als Claudius Dobunnus Min.
"Du bist Willkommen, werter Besucher und kannst natürlich im Stall übernachten. Oder mit den übrigen Männern im Schlafsaal. Oder nur mit mir in meinem Zimmer. Da käme es freilich darauf an, welchen Rang du hast", antwortete er und richtete seine blauen Augen auf den Fremden:
" Du bist ein bisschen geheimnisvoll, Einfach- nur- Louarn- aus dem Nirgendwo, wenn ich ehrlich sein darf. Wenn du möchtest, iss mit mir und erzähle mir ein wenig mehr. Meine Mägde würden dich auch gerne baden und erquicken"
Eisu ap Comux strich mit seiner gepflegten Hand über seinen wohlgestutzten und gesalbten Bart. Er war durchaus freundlich und freigiebig. Aber seine Familie lebte schon lange unter Roms Schutz, er war kein Krieger und er fragte sich gerade, ob wohl jeder Reisende einen Geruch verströmte wie ein nasser Hund.
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