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08-11-2026, 02:41 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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RE: Gartenpavillon
Plötzlich verstummte das fröhliche Plaudern am Hoftor. Ein Raunen ging durch die Reihen der Landarbeiter und keltischen Mägde. Die Kinder hielten mitten im Spiel inne. Selbst die erfahrensten Diener reckten neugierig die Hälse. Durch das Tor zog eine Prozession ein, die direkt aus dem Palast des Statthalters hätte stammen können. Vier baumlange Sklaven mit Knüppeln an den Gürteln marschierten im Gleichschritt. Auf ihren kräftigen Schultern trugen sie eine luxuriöse Sänfte aus dunklem, poliertem Holz, deren purpurne Seidenvorhänge sanft im Wind wehten. Jedes Detail schrie nach urbanem Luxus, der so gar nicht in das ländliche, von Britannia passen wollte.
Die Sänfte wurde mit absoluter Präzision in der Mitte des Gartens abgesetzt. Einer der Sänftenträger trat vor, verneigte sich tief und zog den Vorhang zurück.
Heraus trat Furia Saturnina.Die Zwölfjährige wirkte in diesem Moment wie eine Miniatur-Ausgabe einer senatorischen Matrona. Um ihre kleine Gestalt optisch zu strecken, trug sie eine kunstvoll drapierte Palla aus feinster, leuchtender gelber Seide, die mit Goldfäden durchwirkt war. Ihre Schuhe waren aus weichem, rot gefärbtem Leder, verziert mit kleinen Perlen. Ihr Haar war nicht etwa zu einfachen, praktischen Zöpfen geflochten, sondern thronten in einer von Nadeln gehaltenen Lockenpracht auf ihrem Kopf, die sie mindestens einen Kopf größer wirken lassen sollte. An Schmuck trug sie eine Lunula aus feinstem Gold.
Doch es war ihr Gesicht, das die Hofleute am meisten staunen ließ: Ihre Haut war mit weißem Bleipuder makellos aufgehellt, die Wangen mit rotem Ocker betont. Ihre Augenlider waren mit dunklem Antimon dramatisch umrandet. Mit unnahbarer, fast schon rührend ernster Würde blickte das junge Mädchen auf das fröhliche Treiben des Gartenfestes. Saturnina ließ sich von ihrer griechischen Kinderfrau Iolanthe ihre seidene Stola glätten, warf einen prüfenden Blick auf ihre Leibwächter und ging dann mit gemessenen Schritten auf ihre Tante und den angeheirateten Onkel zu.
Dort machte sie einen Knicks und sagte: " Salve liebe Tante Stella, salve Gabinius Secundus, ich danke euch für eure Einladung. Ist das dort drüben euer kleiner Sohn Pulcher? Darf ich ihn nachher einmal nehmen?"
Ihre Stimme war eine gewöhnliche Kinderstimme.
Sie machte eine Handbewegung und Iolanthe holte einen Korb herbei:
" Das ist eine Kleinigkeit für euch. Ich dachte, dass ich Sachen einkaufen könnte, die es hierzulande nicht gibt. Ich habe die Sklaven Garum Sociorum aus Hispania, Granatäpfel und getrocknete Feigen und Datteln besorgen lassen. Eine Amphore Falernerwein aus dem Weinkeller meines Vaters - einen schönen Gruß" Furius Saturninus war nicht zu Hause gewesen, als sich Saturnina den Wein hatte bringen lassen, aber er hatte bestimmt nichts dagegen. Schließlich war Tante Stella seine Cousine. Die Delikatessen waren aber durchaus so teuer wie der Monatslohn eines Soldaten.
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08-13-2026, 05:24 PM,
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Furia Stella
Patrizierin
   
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RE: Gartenpavillon
Ich setzte mich auf einen Korbsessel neben Friudel. Die Kinder tobten ausgelassen über das Gelände und kämpften begeistert und laut mit den Holzschwertern unter Sionns Aufsicht, der in seinem früheren Leben auch ein Krieger gewesen war, wie unsere Piktin Fenia..
Die Komplimente, die mir mein Friudel machte, ließen mein Herz höher schlagen. "Danke, liebster Friudel, mein wunderschöner Mann...". Ich berührte liebevoll seine Hand. Der Onkel aber hob seinen Becher und ich nickte ihm freundlich zu. Gerfridu hat eine kleine Geschichte über Stellula erzählt und meinte, sie sieht mir sehr ähnlich. Mit einem sanften Lächeln schaute ich die beiden an und öffnete meinen Fächer.
Sonnwin sagte, dass wir nach dem Fest zur Weide gehen würden, und erklärte dem Onkel, dass ich beschlossen habe, unserer Tochter das Fohlen zu schenken, was für die kleine Stellula eine Überraschung wird. Daraufhin meinte Gerfridu, dass ihre Großmutter Gerlinda schon das Reiten beherrschte, bevor sie gehen konnte. "Unsere Gerlindis ist auch ein tapferes Mädchen, unser Sternchen...".
Die Unterhaltung wurde prompt unterbrochen, als die Kinder mit dem Spielen aufhörten und in den Hof liefen.
"Das muss deine Nichte aus Iscalis sein, liebste Fridila", stellte mein Gemahl fest, und in der Tat sah ich vier große Männer, die unseren Garten mit einer prachtvollen Sänfte auf ihren Schultern betraten und vor dem Pavillon stehenblieben. Mit Hilfe von einem Sänftenträger stieg Saturnina aus der Sänfte und mit ihrer glamourösen Erscheinung zog sie alle Blicke auf sich. Selbst die Kinder hatten ihr Spielvergnügen unterbrochen und betrachteten sie mit offenen Mündern. Dann klatschten sie in die Hände und riefen: "Salve Cousine!" Sie schmunzelten in sich hinein und im Nu waren sie weg.
Mit ihren zwölf Jahren war meine Nichte bereits mit einer Fülle von Schminke versehen. Ihr Haar war kunstvoll frisiert, und die feinen Gewänder, die sie trug, ließen sie wie eine kleine Dame erscheinen, die in die Welt der Erwachsenen eintreten wollte. Ich hatte Saturnina nie zuvor in solch einer Aufmachung gesehen und war unsicher, wie ich auf ihren Auftritt reagieren sollte. Dann ging ich auf sie zu, umarmte sie herzlich und sprach mit sanfter Stimme: "Mein liebes Kind, wie schön, dass du hier bist!"
Saturnina begrüßte uns und bedankte sich höflich für die Einladung. Dann fragte sie mich, ob sie den kleinen Iliborn später auf den Arm nehmen könnte. "Wenn er wach wird, dann werden wir sehen, liebe Saturnina, auch kannst du dann deinen Cousin Dives und deine Cousine Stellula näher kennenlernen", sagte ich mit einem sanften Lächeln und bedankte mich für die Köstlichkeiten, die ihre Sklavin mir überreicht hatte. Und auch von meinem Cousin Tiberius bekam ich eine Amphore mit Falernerwein als einen schönen Gruß von ihm.
"Danke dir, Saturnina, aber bitte komm in den Pavillon und nimm Platz, meinen Gemahl kennst du ja, und ich möchte dir noch seinen Onkel Gerfridu vorstellen". Ich war mir sicher, dass Saturnina noch nie einen germanischen Krieger gesehen hatte. Der hochgewachsene Germane, mit langen, goldenen Haaren, war von beeindruckender Gestalt und sehr ansehnlich, und seine Haltung strahlte eine unbändige Kraft und Autorität aus.
"Wir feiern heute die Vermählung von unserem germanischen Knecht Rango mit der ägyptischen Sklavin Niko. Sie werden auch bald kommen!" Ich schaute mich erneut um, sah aber unser Brautpaar nicht. "Saturnina, deine Leute können sich dort auf die Wiese zu den Gästen gesellen, sie werden dann von unseren Mägden mit Essen und Wasser versorgt."
Kater Primus hatte genug vom Spielen und sprang auf meinen Schoß, um etwas zu schlafen. Er betrachtete Saturnina kurz prüfend und schnurrte dann zufrieden.
"Möchtest du etwas trinken? Wir haben frisches Quellwasser und unseren Apfelsaft". Ich trank selbst einen Becher Saft und sah meine Nichte lieb an, "Wie geht es der Familie?"
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08-17-2026, 01:48 PM,
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RE: Gartenpavillon
Ich war nun ein wenig verwirrt. Ich hatte gedacht, dass Saturnina mit Quiwon oder vielmehr Dives und den anderen Kindern spielen würde, stattdessen kam eine kleine, für meinen Geschmack viel zu aufgeputzte Dame zu Besuch. Wenn Stella auch verwirrt war, ließ sie es sich zumindest nicht anmerken. Sie nahm sich ihrer Nichte liebevoll an. Ob sie erlauben würde, dass unsere Stellula....doch dann fiel es mir ein: Saturninas Mutter war schon ziemlich lange fort. Offenbar nahm das Mädchen die Rolle der Hausherrin ein, und Saturninus gestattete es. Aus meinem Befremden wurde Mitleid mit der Kleinen. Patrizierinnen heirateten oft früh, und dann hätte Saturnina noch viel Zeit, erwachsen zu sein. Jetzt aber war sie doch nur ein Kind.
Sie hatte teure Geschenke mitgebracht; und ich lobte sie.
"Etwas zu essen ist immer schön, vielen Dank an Dich und deinen edlen Vater"
Meine Fridila bat das Mädchen an ihre Seite und stellte ihr Gerfridu vor. Gerfridu lächelte freundlich und neigte leicht den Kopf. Da hatte Saturnina Zuhause etwas zu erzählen, einen germanischen Krieger hatte dort bestimmt noch keiner zu Gesicht bekommen.
Nun näherte sich Primus, der auf Stellas Schoss sprang und zufrieden schnurrte. Oh, ein schlauer Kater. Es gab nichts, was so schnell Erwachsene wieder in Kinder verwandelte als das Spiel eines Kätzchens.
Dann aber kam Spiros angelaufen und rief: " Hier kommt der Bräutigam!" Es kam Rango. Er war nur etwas verlegen, im Mittelpunkt zu stehen, doch er trug eine neue waidblaue Hose und ein mit Ocker eingefärbtes Hemd, darüber einen Umhang aus meiner Truhe, den Gerlinda mit all den komplizierten Chattenmustern gewebt hatte und einen Stirnreifen. Sein blondes Haar war frisch gewaschen und leuchtete in der Sonne. Der Junge sah aus wie ein chattischer Fürstensohn, aber sein Blick war der des freundlichen und lieben Rangos. Seine besten Freunde Spiros und Quiwon begleiteten ihn.
Vor uns im Pavillon blieb er stehen, und obwohl er der Bräutigam war, wollte er sich verbeugen. Ich unterbrach ihn mit einer Handbewegung:
" Heute doch nicht, heute ist dein Ehrentag, mein Lieber"
Vom Haus her näherte sich ein neuer Zug. An der Spitze gingen Rhiona und Briona mit Nana, Nikos Kind, und Klein Iulius und - unserer Stellula. Stellula hatte ein Körbchen und streute Blumen. Auch Nana- und Iulius hatten Körbchen, aber sie waren noch zu klein, um zu verstehen, was sie zu tun hatten.
Stattdessen zog Iulius ein Blümchen aus seinem Korb und gab es Stellula.
Doch alle Kleinen waren niedlich angezogen, hatten rote Bäckchen und gaben sich Mühe.
Wie bei römischen Hochzeiten üblich, sangen die Mädchen für die Braut, und wie es auch üblich war, war das improvisierte Hochzeitslied frech und neckte das Paar:
"Seht sie euch an, die Braut aus Alexandria!
Keine scheue Jungfrau, die vor Heimweh weint.
Niko weiß längst, wie die Welt sich dreht,
wenn heute Abend das Lager die beiden vereint!
Sie hat Rango gelockt mit Augen so schwarz,
und er lief ihr nach wie ein treuer Hund.
Der Chattenschädel vergaß seine Wälder,
beim ersten Blick auf ihren geschwungenen Mund.
O Hymen, Hymenaeus! Höre den Spott!
Wir singen und lachen,
das vertreibt Streit und Neid
Ein Germane, eine Griechin in Britannien –
macht euch bereit für die Bettenzeit!
Warum errötest du, starker Rango, so sehr?
Deine Braut bringt mehr als nur Decken heraus
Sie kommt mit Nana, der kleinen Maus.
Rango, du kriegst eine Familie ins Haus
und ein paar Socken und reiche Gabe
Möge das Glück euch bewachen,
von heute an und so weit die Zeit reicht
Und euch viele Kinder schenken
damit Nana nicht alleine bleibt"
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08-17-2026, 11:10 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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Registriert seit: Mar 2026
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RE: Gartenpavillon
"Der Pavillon ist allerliebst, liebe Tante", sagte Saturnina höflich und nahm neben Stella Platz. Sie fühlte sich ein wenig seltsam zwischen den großen, blonden Männern und war froh, dass ihre elegante Tante bei ihr saß. Ob ihre Cousins und Cousinen auch so...chattisch aussahen?
" Salve werter Gerfridus" , sagte Saturnina: " Ich hoffe, dass deine Anreise nach Britannia angenehm war" Das Mädchen war schrecklich verlegen, und diesmal war es kein Theater, als sie die Augen niederschlug.
Da ihre Sklaven zu den Hofleuten durften, schickte sie Iolanthe, die sich um alles kümmerte.
" Und wie schön ihr es hier habt. Ich habe es mir nicht so zivilisiert vorgestellt" Die Furia errötete etwas, denn sie merkte, dass sie etwas unhöflich war:
"Ich meinte natürlich damit nicht, dass ich dachte, dass hier auf dem Gabinierhof Barbaren wohnen, aber es ist schon ein Stück entfernt vom Städtchen", versuchte sie sich zu erklären
Ob es für sie auch bald Kuchen und Saft geben würde? Saturnina hatte durch die Reise schon Hunger bekommen. hre Mutter hatte ihr jedoch immer gesagt, dass eine Dame nicht zu viel essen sollte. Aber die Kinder holten sich dauernd etwas. Schade, dass sie selbst nicht mehr zu den Kindern gehörte.
" Und was für eine niedliche Katze. Beißt sie?", erwartungsvoll schaute Saturnina das Tierchen an.
Dann ging die Hochzeit für....soweit Saturnina es verstand, zwei Diener los, und sie lächelte:
" Oh, eine Sklavenhochzeit. Ich habe noch nie eine gesehen. Der Junge ist noch sehr jung, oder?"
Als verlobungsfähiges Mädchen interessierte sich Saturnina nicht sehr für Gleichaltrige. In Frage kommende Bräutigame waren mindestens zehn Jahre älter als ihre Bräute.
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08-20-2026, 01:35 PM,
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Furia Stella
Patrizierin
   
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RE: Gartenpavillon
Saturnina fand unseren Pavillon "allerliebst" und nahm Platz. Währenddessen bemerkte ich, dass Friudel sie ebenfalls verwirrt ansah, dann aber bedankte er sich bei ihr für die erlesenen Geschenke. Der Onkel, den Saturnina höflich begrüßte und bei dem sie hoffte, dass seine Reise nach Britannia angenehm war, blieb wie immer gelassen und neigte mit einem freundlichen Lächeln dezent den Kopf: "Jawohl, kleine Lady."
"Danke, Saturnina, und ja, unser Pavillon sollte nicht nur einen schattigen Rückzugsort bieten, sondern auch einen Ort des Zusammenseins für die Familie." Meine Nichte sagte weiter, dass wir es hier schön und zivilisiert hätten, und ihre Röte, die durch weiße Schminke hindurchschimmerte, zeugte von einer gewissen Verlegenheit; sie versuchte, ihre unüberlegte Äußerung zu entschärfen, indem sie erklärte, dass sie natürlich nicht meinte, dass auf unserem Hof Barbaren leben, sondern nur, dass wir etwas entfernt vom Städtchen wohnen. Auch diese Rechtfertigung war nicht besser, da ich ja wusste, wen sie meinte. Doch sie war noch ein Kind, war so erzogen worden und musste noch lernen, sich in der Gesellschaft höflich zu benehmen. "Nun, liebe Saturnina, aus der Sicht der römischen Weltanschauung sind alle Menschen, die keine Römer sind, Barbaren. Und in dem Städtchen leben meistens Barbaren, da es ihr Heimatland ist. Aber ja, auch bei uns wohnen und arbeiten diese sogenannten Barbaren, die wir Kelten nennen", sagte ich mit einem milden Lächeln und gab Saturnina einen Becher mit Apfelsaft und ein Stück Honigkuchen, denn bestimmt hatte sie Hunger nach so einem langen Weg hierher. "Du kannst nachher unseren Kater Primus streicheln, der beißt nicht; zuerst probiere aber den Kuchen."
Dann sah ich Spiros, der aufgeregt den Bräutigam ankündigte, und erblickte den festlich gekleideten Rango, begleitet von Quiwon und Spiros. Er blieb vor dem Pavillon stehen und lächelte freundlich.
Kurz darauf bewegte sich eine Prozession durch den Garten. Umgeben von Rhiona und Briona und Kindern, erschien Niko, die eine safranfarbene Tunika trug, die zu ihrer dunklen Hautfarbe passte, und das feuerrote Flammeum, das die Braut fast ganz einhüllte. Dabei streute unsere Stellula aus einem Körbchen die Blumen. Das leise Rascheln der Blätter und das Zwitschern der Vögel begleiteten die festliche Prozession. Niko stand nun neben Rango vor uns im Pavillon und draußen versammelten sich die Gäste und die Mägde sangen für das Paar ein freches Hochzeitslied. Ich schaute zu meinem Friudel und lächelte ihn vergnügt an.
Nun konnte die feierliche Zeremonie beginnen ...
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08-22-2026, 03:45 PM,
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RE: Gartenpavillon
Meine Fridila schenkte mir ein hinreißendes Lächeln, als das junge Paar nun bei uns angelangt war. Ich füllte einen schönen Silberpokal mit Wein. Daraus sollten Rango und Niko später gemeinsam trinken, ohne einen Tropfen zu verschütten.
Dann trat ich vor den Pavillon und begann so laut , dass mich alle Umherstehenden gut verstehen konnten, mit meiner Rede:
"Liebe Niko, lieber Rango, wir stehen hier auf unserem Pavillionfest zusammen und alle Anwesenden sind Zeugen.
Ich rechne fest damit, dass unsere gütige Göttin Freya - für dich heißt sie vielleicht Hera, Niko, - in dieser Stunde mit großem Wohlwollen auf euch herabblickt und eure Liebe segnet.
Als du, Niko, zu uns kamst, warst du eine Fremde. Heute stehst du hier, bildschön und als eine glückliche Braut.
Ihr beide gehört fest zu uns und bereichert unseren Hof jeden Tag.
Das römische Gesetz gibt eurem Bund vielleicht keinen offiziellen Namen.
Doch für mich, meine Familie und für jeden auf diesem Hof seid ihr ab heute Mann und Frau.
Eure Treue zählt mehr als jedes Recht in Rom.
Mit diesem Trunk besiegeln wir eure Gemeinschaft", ich hob leicht den Pokal.
Dann drehte ich mich um und streckte meine Hand Stella entgegen:
"Nun bitte ich zu mir und übergebe ich das Wort an meine Frau. Furia Stella, meiner liebsten Fridila und eurer guten Herrin"
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08-27-2026, 02:19 PM,
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Furia Stella
Patrizierin
   
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RE: Gartenpavillon
Mein Friudel trat vor das Brautpaar mit einem Silberpokal in der Hand, hielt eine bewegende Rede und erklärte Rango und Niko zu Mann und Frau. Die beiden waren Unfreie und durften mit Erlaubnis ihrer Herrschaften heiraten. Und so war es geschehen...
Mein Gemahl streckte mir dann seine Hand entgegen und übergab mir das Wort. Die Klänge von sanfter Musik und das Rascheln der Blätter im leichten Wind schufen eine harmonische Szenerie, die die Bedeutung des Moments unterstrich. Die Anwesenden standen in respektvollem Schweigen, während ich sprach:
"Niko und Rango, vor den Menschen dieses Hauses und unter dem Schutz der Götter sollte heute eure Verbundenheit besiegelt werden. Möge euer gemeinsamer Weg von gegenseitiger Achtung, Treue und Glück begleitet sein. Möge euer Haus stets Wärme geben und eure Herzen einander Halt." Ich machte eine bedeutende Pause und nickte unserem Sohn Quiwon zu, der mit einem kleinen Kissen, auf dem zwei silberne Ringe lagen, kam und vor dem Brautpaar stehen blieb. Zuerst nahm Rango den Ring entgegen und schob ihn vorsichtig auf Nikos Finger. Danach steckte Niko ihm den zweiten Ring an. Nachdem sie nun ihr Gelöbnis ausgesprochen hatten, hob ich meine Stimme, sodass jeder sie hören konnte:
"So segne ich euch im Namen der Erde, die euch ernährt, des Wassers, das euch Leben schenkt, des Feuers, das euer Heim wärmt, und der Luft, die eure Worte trägt. Möge euer Haus niemals ohne Brot sein, euer Herd niemals ohne Flamme und euer Herz niemals ohne Hoffnung."
Dann wandte ich mich an Rango. Mit einem feierlichen Nicken gab ich ihm zu verstehen, dass der Augenblick gekommen war. Der Bräutigam hob langsam den roten Schleier vom Gesicht seiner Braut. Niko blickte zu ihm auf, und ihre Augen glänzten vor Freude. Rango lächelte, beugte sich zu ihr hinab und küsste sie. Sofort brach ein freudiger Jubel aus. Die Gäste klatschten und riefen Glückwünsche. Die feierliche Zeremonie wurde von einem sanften Wind begleitet, der durch die Bäume wehte und die Blätter zum Rascheln brachte, als ob die Natur selbst den neuen Lebensweg des Paares segnen wollte.
Ich drückte sanft Friudels Hand und lächelte zufrieden: "Wir haben es geschafft, mein Herz". Nun könnten Rango und Niko gemeinsam, ohne einen Tropfen zu verschütten, aus dem Silberpokal trinken.
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Gestern, 04:52 PM,
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Furia Saturnina
Stellvertretende Hausherrin

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RE: Gartenpavillon
"Liebe Saturnina, aus der Sicht der römischen Weltanschauung sind alle Menschen, die keine Römer sind, Barbaren. Und in dem Städtchen leben meistens Barbaren, da es ihr Heimatland ist. Aber ja, auch bei uns wohnen und arbeiten diese sogenannten Barbaren, die wir Kelten nennen", die Tante hatte mild gesprochen und ihr Kuchen und Saft hingestellt, aber Saturnina wusste doch, dass sie getadelt wurde.
" Ich werde in Zukunft auch immer Kelten oder Germanen sagen, Tante Stella" beeilte sie sich, zu versprechen. Sie wollte einen guten Eindruck machen.
Die Sklavenhochzeit begann. Man hätte fast meinen können, dass es eine richtige Hochzeit wäre. Die Braut trug sogar ein flammeum. Und... bei Juno, die Tante hatte den Sklaven sogar silberne Eheringe geschenkt! War sie großzügig! Saturninas Vater hätte niemals so viel Geld für ein contubernium ausgegeben.
Der Onkel und die Tante hielten eine Rede, und dann hob der junge Bräutigam Nikos Schleier. Die Braut war dunkel wie Bronze, und vielleicht nicht einmal sehr hübsch, fand Saturnina zumindest, aber sie strahlte vor Glück und Liebe und hatte nur Augen für den blonden Rango.
Sie küssten sich. Das fand Saturnina wiederum romantisch.
Und dann rannte ein kleines Mädchen zu ihnen hin, und Rango nahm es auf den Arm. Es war dem Kind anzusehen, dass es Rango kannte und ihm vertraute. Schon wurde es Rango aber wieder abgenommen, denn jetzt reichte Onkel Gabinius höchstpersönlich dem frischgebackenen Paar einen Pokal. Sie mussten die Arme ineinander verschränken und gemeinsam daraus trinken. Es gab einige Versuche, und dann klappte es:
Rango und Niko tranken, ohne etwas zu verschütten. Das würde ihnen Glück bringen, hatte Saturnina mitbekommen, und war ein barbar....germanischer Brauch.
Saturnina schaute zur Tante hoch. Der Kuchen war sehr lecker, doch etwas anderes bewegte ihr Gemüt. Hier auf dem Gabinierhof schienen sich alle gerne zu mögen. Die Paare, die es gab, ganz gleich ob Herrschaften oder Sklaven, machten einen so glücklichen Eindruck.
Bei Saturnina Zuhause war es nicht so. Einen Moment lang fühlte sich das Mädchen unter all der Schminke und dem Prunk verloren.
Sie tastete mit ihrer kleinen Hand nach Tante Stellas Hand, und in ihren dunklen Augen glitzerte plötzlich ein Tränchen.
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Vor 3 Stunden,
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RE: Gartenpavillon
"Einen so schönen Hochzeitssegen, meine Fridila, hast du gesprochen", sagte ich zu meiner Frau, als ich mit dem geleerten Pokal in den Pavillon zurück kam:
" Hoffnung werden die beiden jungen Leute in ihrem Leben brauchen. Ich erinnere mich daran, als Niko zu uns kam. Sie sprach mit niemandem und traute sich kaum, jemanden anzusehen. Und jetzt ist sie voller Leben und Glück und lacht. Und Rango, er war doch noch ein Junge, als wir in Iscalis angekommen sind. Schau ihn dir an, wie erwachsen er mittlerweile geworden ist"
Ich strich eine vorwitzige mitternachtsfarbene Strähne , die sich aus Stellas Frisur gelöst hatte, ihr hinter ihr Ohr:
"Oder werden wir nur zu schnell alt, holde Frau Abendstern? Schau bitte nach, ob ich schon graue Haare bekomme?"
Ich senkte den Kopf, und meine Lippen streiften Stellas rosige Wange. Sie duftete nach Sommerblüten.
Ich setzte mich an Stellas Seite, weil ihre Nichte Saturnina ganz eng bei ihrer Tante saß.
Dann aber kamen Quiwon und Stellula zusammen angelaufen, die sich beide müde gespielt hatten. Außerdem wollten sie die neue Cousine kennen lernen. Baby Illiborn hatte noch kein Interesse an neuen Gesichtern. Er lachte und zappelte allerdings vergnügt, wenn er eines erblickte, welches er bereits kannte.
Stellula staunte die junge glänzende Furia an. Quiwon sagte erst einmal gar nichts. Ich kannte unseren Sohn, wenn er vorsichtig war. Vier blaue Augenpaare musterten die frische Verwandte halb scheu, halb ungeniert.
"Wollen wir nun zu....hmm unserer Überraschung gehen?", fragte ich Stella. Die Gelegenheit war günstig, die Leute tanzten und aßen und unterhielten sich gut. Und ich konnte mir nichts Besseres vorstellen, das Eis zwischen Kindern zu brechen, als Pferde und Fohlen.
"Eine Überraschung?", Quiwon drehte sich zu mir um. Er war immer noch zurückhaltend und sein Blick sagte: Noch eine Überraschung?
"Eigentlich ist sie für Stellula von ihrer Mutter. Doch ihr dürft gewiss alle mitkommen und sie auch sehen, wenn Furia Stella einverstanden ist"
" Oh bitte, Mutter", sprach Quiwon rasch.
Stellula blieb vor ihrer Mama stehen. Auf ihren Schoß konnte sie nicht, da lag schon wieder Kater Primus. Also legte sie nur ihre Ärmchen um Stellas Knie. Ganz leise piepste sie: " Für mich?"
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