|
05-30-2026, 04:33 PM,
|
|
|
[Abendsonnengemach] Das dritte Kind
Wie bei den beiden anderen Kindern auch, stand das Wigelin aus Eisenholz nahe an Stellas Bett, damit sie jederzeit nach dem Kleinen sehen konnte. Sylvana hatte Decken und Tücher aus Leinen und Seide, ja sogar aus Baumwolle aus dem fernen Indien zu recht gelegt. Aus Seide gab es auch Hemdchen und Käppchen. Da Gabinius und Stella es nicht leiden mochten, ihre Kinder zu wickeln, fehlten Wickelbänder. Ansonsten war alles komplett und wartete auf Klein- Ilborns Ankunft.
|
|
|
|
06-01-2026, 02:38 PM,
|
|
|
Furia Stella
Patrizierin
   
|
Beiträge: 351
Themen: 10
Registriert seit: Jul 2022
|
|
|
RE: [Abendsonnengemach] Das dritte Kind
Die Nacht lag still und geheimnisvoll über der Landschaft und ein sanfter Wind strich durch die Bäume. In der Ferne hörte man das leise Plätschern des Baches, der durch das Ulmenwäldchen in die weite Welt eilig floss. So wie unser Sohn Iliborn, der es auch eilig hatte, das Licht dieser Welt zu erblicken.
Und mitten in dieser Nacht brachte mich mein Friudel behutsam in unser Gemach, denn im Balneum wurde es allmählich kühl. Sylvana trug den kleinen, süßen Ilborn sanft in ihren Armen und legte ihn in das Wigelin hinein, das Sonnwin damals für Quiwon gezimmert hat. Nun ruhte unser drittes Kind in den weichen Tüchern und schlummerte friedlich vor sich hin. Im Raum standen Kohlenbecken, die eine angenehme Wärme verbreiteten. Die Stille der Nacht umhüllte uns, während wir gemeinsam die Geborgenheit dieses Augenblicks genossen und ich meinen Friudel zärtlich küsste....
Trotz meiner Erschöpfung nach der Geburt fühlte ich mich wesentlich wohler und bemerkte noch im Balneum, dass Sonnwin und Fenia das Bad nach draußen kurz verließen: "Worüber habt ihr zwei euch so vertraulich unterhalten, mein Herz, stimmt was nicht?"
|
|
|
|
06-14-2026, 04:30 PM,
|
|
|
RE: [Abendsonnengemach] Das dritte Kind
Ich hatte Fenias mahnende Worte noch sehr präsent, und ich legte mich hinter meine Frau und kraulte ihr sanft den Nacken:
"Ich danke Dir für unsere prächtigen Söhne und unsere Tochter, liebe Fridla", flüsterte ich ihr zu:
" Für Gaius Dives, Stella und - gefiele dir als sein Name denn Publius Pulcher? Der Kleine ist ganz so schön wie seine Frau Mama", ich küsste Stellas Haaransatz:
"Doch du bist zart und fein, meine Fridila. Fenia hat uns darum gebeten, zunächst keine Kinder mehr zu haben, um dich zu schonen. Und ich würde es mir nie verzeihen, wenn dir etwas zustößt. Wir brauchen dich so sehr. Und ich brauche dich am allermeisten",
ich schlang die Arme um meine Frau:
"Bitte sei nicht gekränkt, Fridila wegen meiner Bitte. - Möchtest du gerne etwas essen? etwas trinken? Sylvana hat einihe leichte Speisen gerichtet. Oder möchtest du ein wenig schlafen?"
Ich war verlegen. Stella und ich hätten am liebsten eine ganze Kinderschar gehabt, das wusste ich, und diesen Traum zerstörte ich gerade.
|
|
|
|
Gestern, 03:15 PM,
|
|
|
Furia Stella
Patrizierin
   
|
Beiträge: 351
Themen: 10
Registriert seit: Jul 2022
|
|
|
RE: [Abendsonnengemach] Das dritte Kind
Es gab Momente im Leben, die das Herz berührten und die Seele erhoben. Friudel legte sich hinter mich und ich fühlte, wie ein warmer Schauer über meinen Rücken lief, als er meinen Nacken liebkoste. Flüsternd bedankte er sich bei mir für unsere Kinder, und seine sanften Worte schwebten zwischen uns wie der Duft von blühenden Blumen. "Ich danke dir auch, mein Herz, und ja, ich mag sehr den Namen Publius Pulcher. Du hast deine kleine Stella und ich nun meinen kleinen Publius!" Dabei lachte ich leise und küsste den kleinen Iliborn, der in meinen Armen lag und seine Milch trank.
"Fenia, die alte Piktin, übertreibt! Mir fehlt nichts, liebster Friudel", sagte ich aufgebracht, als Sonnwin mir mitteilte, dass wir zunächst keine Kinder mehr haben könnten, weil nach drei Kindern die Gefahr für meine Gesundheit besteht, so habe es ihm Fenia erklärt. Doch gleichzeitig spürte ich die Sorge und Liebe in seinen Worten, die mich sehr berührten. Ich legte Iliborn, der bereits eingeschlafen war, in sein Wigelin zurück und schmiegte mich an meinen Friudel.
Ich streichelte sein langes, blondes Haar, das im Licht der Öllampe golden schimmerte und das ich sehr liebte. "Du hast mich nicht gekränkt, mein Geliebter, wir haben ja drei bezaubernde Kinder, die wir großziehen müssen", ich schwieg einen Moment und sah dann meinen Friudel gefühlvoll an: "Ich brauche dich ja auch, dulcis meus, und die Liebe, die wir miteinander teilen, ist stark genug, um alle Herausforderungen zu meistern", sagte ich leise und dachte dabei an die Marschen von Sabrina. "Ich spreche mit Fenia, sie hat für fast alles eine Lösung, aber jetzt möchte ich schlafen und danach etwas essen." Und ich gab meinem lieben und fürsorglichen Gemahl einen zärtlichen Gutenachtkuss...
|
|
|
|