Willkommen im Forum, Bitte Anmelden oder Registrieren

Feier im Atrium
12-01-2024, 08:37 PM,
Beitrag #11
RE: Feier im Atrium
Frowin war herrlich benebelt und alles was Saturninus sagte, kam ihm so schön, weich und wohlig vor. Ihn in sich zu fühlen und seine Hitze in seinem Rücken, da wollte man doch nichts anderes mehr. Der Jüngling schrie voller Wonne und vergaß, dass sie nicht allein waren. Die Stimme seines Herrn lag schwer in seinem Ohr und als er über seine Schulter hinauf blickte, schnaufte er.
"Oh ja...", seufzte er. Und wie er das ernst meinte. Jedenfalls im Augenblick.
Narcissus, der daneben saß und nicht ansatzweise so betrunken war, lächelte fast ein wenig zu verständnisvoll. Als ob er es nicht über sich brachte, den ebenfalls angeschwippsten Furier jetzt über die Natur Betrunkener aufzuklären und was sie alles redeten.
Im Augenblick jedenfalls war alles wahr. Seine Liebesschwüre, sein Betteln danach, von Saturninus genommen zu werden oder seine Lobpreisungen auf seinen Dominus.
"Saturninus", hörte Frowin den Kurtisan sagen, "Du bist wirklich zu beneiden."
Zitieren
 
12-03-2024, 04:18 PM,
Beitrag #12
RE: Feier im Atrium
Saturninus stiegen vor Rührung nun die Tränen in die Augen: "Ja, ich bin zu beneiden wegen so viel Liebe und Treue. Wenn Frowin einst ein freier Mann ist, soll er bei mir bleiben. Ich schwöre beim größten und besten Iuppiter:  Treue mit Treue, Liebe mit Liebe werde ich vergelten" Er küsste Frowins Nacken, umschlang ihn, bettete seine Wange an den Hals des jungen Galliers :
"Wie ein Bruder soll er für mich sein. Und du, schönster Narcissus, auch. Drei Brüder. Kümmern wir uns nicht um das, was die Leute sagen: Lasst uns leben und lieben!"
Mehr als von Iuppiter war der Furius von Bacchus beseelt. Er sprach mit dem rührenden Ernst von Betrunkenen. Und dann schlief er ein und schnarchte ein wenig.
[Bild: 3_18_08_22_2_20_05.png]
[Bild: 3_15_08_22_9_31_55.png]

Honoratior von Iscalis
Zitieren
 
12-08-2024, 11:16 PM,
Beitrag #13
RE: Feier im Atrium
Narcissus rollte mit den Augen, als Saturninus einschlief. Noch nicht einmal fertig und der Römer schlief ein, typisch.
Doch sein Job war erledigt. Frowin war ihm zu betrunken und selbst zu müde, um noch mit ihm zu flirten, also beschloss auch Narcissus, langsam Feierabend zu machen und sich zurückzuziehen.

Der nächste Morgen rief ihn jedoch schon weitaus früher als die Gäste, die hier im Atrium hängengeblieben waren. Einige der Mädchen und Jungs waren auch schon wach und machten sich diskret ans Aufräumen, während er selbst sich ein Blatt zu Schreiben nahm und begann, einen Brief zu verfassen. Owain hatte ihn aufgesucht und nach Aglaias Aufenthaltsort gefragt. Seine Hilfe hatte er angeboten, doch klargestellt, dass er sie nicht sehen wollte. Sie hatte immerhin ebenso klargestellt, er solle sich bei ihr nicht zeigen. Zu peinlich wäre ihr seine Gegenwart.
Er blickte von seinem Polster zur Seite, wo noch Saturninus und sein süßer Wagenlenker sich räkelten. Zart strich er durch das dunkle Haar des Patriziers. Den Brief würde er ihm wohl nicht zeigen. Ihm war Saturninus' Drang, sich überall einzumischen, wohlbekannt. Doch er hatte ihn gern um sich. Es war keine Zuneigung, keine echte, die der Römer für ihn empfand, doch manchmal konnte er es sich einbilden und die Einsamkeit etwas mehr verdrängen.
[Bild: 1_26_01_24_4_36_43.jpeg]
Zitieren
 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste