RE: Feier im Atrium
Narcissus rollte mit den Augen, als Saturninus einschlief. Noch nicht einmal fertig und der Römer schlief ein, typisch.
Doch sein Job war erledigt. Frowin war ihm zu betrunken und selbst zu müde, um noch mit ihm zu flirten, also beschloss auch Narcissus, langsam Feierabend zu machen und sich zurückzuziehen.
Der nächste Morgen rief ihn jedoch schon weitaus früher als die Gäste, die hier im Atrium hängengeblieben waren. Einige der Mädchen und Jungs waren auch schon wach und machten sich diskret ans Aufräumen, während er selbst sich ein Blatt zu Schreiben nahm und begann, einen Brief zu verfassen. Owain hatte ihn aufgesucht und nach Aglaias Aufenthaltsort gefragt. Seine Hilfe hatte er angeboten, doch klargestellt, dass er sie nicht sehen wollte. Sie hatte immerhin ebenso klargestellt, er solle sich bei ihr nicht zeigen. Zu peinlich wäre ihr seine Gegenwart.
Er blickte von seinem Polster zur Seite, wo noch Saturninus und sein süßer Wagenlenker sich räkelten. Zart strich er durch das dunkle Haar des Patriziers. Den Brief würde er ihm wohl nicht zeigen. Ihm war Saturninus' Drang, sich überall einzumischen, wohlbekannt. Doch er hatte ihn gern um sich. Es war keine Zuneigung, keine echte, die der Römer für ihn empfand, doch manchmal konnte er es sich einbilden und die Einsamkeit etwas mehr verdrängen.
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