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Auf der Wiese ...
10-15-2026, 03:57 PM,
Beitrag #1
Auf der Wiese ...
(10-03-2026, 04:16 PM)Eisu Ap Comux schrieb: Aber während ich fort bin, möchte ich das Geschick des Comux-Hofes in deine Hände legen. Nur dir vertraue ich in dieser Stunde.
Eisu Ap Comux verließ das Anwesen nach dem Erntedankfest. Am Tor umarmte Gerwina ihn liebevoll und bat ihn, gut auf sich Acht zu geben und bald wieder heimzukommen. Sie stand noch lange da, bis ihr Brummbär im Morgennebel verschwand.....

In der Abwesenheit ihres Mannes war es Gerwina, die die Verantwortung übernahm, die Geschicke des Hofes zu leiten und für das Wohl seiner Bewohner zu sorgen. Sie verteilte Aufgaben, hielt die Buchführung sauber, überprüfte jeden Viehstand, jedes Korn, jede Tränke.

Nach der Erntezeit, wenn die Felder in einem goldenen Glanz erstrahlten, bereitete sich Gerwina mit großer Sorgfalt auf den Verkauf ihrer landwirtschaftlichen Produkte vor. Die Wiese hinter dem Haus, die an diesem herbstlichen Tag von warmen Sonnenstrahlen durchflutet wurde, eignete sich am besten für diesen Anlass. Es wurden Tische aufgestellt mit Körben mit getrockneten Kräutern und Früchten, Käse, Honig und Wurst. Vor allem wurden Getreidesorten wie Weizen, Gerste und Hafer, die auf den fruchtbaren Böden angebaut wurden, verkauft. Die frisch geernteten Früchte und das Gemüse arrangierte Gerwina in Körben so, dass jede Frucht optimal zur Geltung kam. Die Mägde sorgten dafür, dass alles seine Ordnung hatte.
Bald würden Siedler und Händler kommen. Bis dahin setzte sich die hochschwangere Herrin des Hauses auf eine Bank, um sich etwas zu erholen.

[Bild: Herbst-Klein.png]*
Bild mit KI erstellt
[Bild: 3_15_08_22_9_37_19.png]
Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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10-16-2026, 08:43 PM,
Beitrag #2
RE: Haupttor
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Das schwere, hölzerne Hoftor stand weit offen, als wir nach unserer neuntägigen Reise endlich den Comuxhof erreichten.
Durs fluchte leise hinter mir, während er den erschöpften Sarolf am Zügel führte. Ich  war auf Bernjan geritten. Neun Tage lang waren wir,  die Knochen kalt und die Mäntel schwer vom Regen,unterwegs gewesen. Doch heute schien die Sonne, als sei sie nie fort gewesen. Nun traten wir direkt durch das geöffnete Tor auf das Gelände des keltischen Anwesens, das meiner Schwester Clara und ihrem Mann gehörte.

Der stolze Comuxhof lag eingebettet in die sanften Hügel des Dobunnilandes. Es war ein weitläufiger, von einer Palisade geschütztes Gebiet, dessen Mitte von einem mächtigen Haupthaus im römischen Stil, und mehreren Gebäuden mit tief heruntergezogenen Reetdächern dominiert wurde. Der vertraute Geruch von feuchtem Lehm, Torfrauch und frisch gebackenem Fladenbrot lag in der feuchten Luft. Doch anstatt ländlicher Ruhe schlug mir beim Eintreffen ein dumpfes, vielstimmiges Stimmengewirr entgegen.Schon auf dem Hof wimmelte es von roten Tuniken und dem matten Glanz eiserner Kettenhemden von Legionären.

Mein Herz setzte für einen Schlag aus. Ein eiskalter Schauder jagte mir über den Rücken, und meine Hand zuckte reflexartig zu meiner Frame. Neben mir spürte ich, wie auch Durs unruhig wurde. In meinem Kopf schrien die alten Geschichten auf, die ich selbst nicht miterlebt hatte, aber es war mir, als sei ich dabei gewesen , so oft hatte ich sie gehört. Ich sah die brennenden Wälder unserer Heimat vor mir und hörte das verbisse Keuchen der Chattenkrieger, die nach ihrem verlorenen Aufstand von den römischen Adlern gejagt wurden wie die Wölfe im Winter.
 In der Wildnis war meine Mutter Gerlinda niedergekommen und mein Vater  Sonnmar hatte mir eigenhändig auf die Welt geholfen. ....
Schweiß trat mir auf die Stirn. Wiederholten sich die alten Geschichten denn noch einmal? Hatte dieser Prinz Inam den Aufstand gewagt und Roms Bestrafung traf nun die Familie meiner geliebten Schwester? Kam ich zu spät?

Doch als ich den Blick schärfte, legte sich das Hämmern in meiner Brust. Das hier war kein Massaker. Es war ein Markt.

Die Dobunni hatten entlang der Rückseite der hölzernen Wirtschaftsgebäude auf der Wiese provisorische Stände errichtet, und das Bild, das sich mir bot, war von Friedlichkeit geprägt. 
Römische Soldaten und keltische Comuxleute standen Schulter an Schulter, feilschten, lachten und gestikulierten wild mit Händen und Füßen. Die Legionäre, sichtlich müde vom harten Dienst im nasskalten Norden, kauften alles auf, was die karge Militärration aufbesserte. 
Große Laibe von schwerem Gerstenbrot, Körbe voller knackiger Äpfel und Säcke mit dicken Bohnen wechselten gegen klimpernde Kupfermünzen den Besitzer. 
An einem Stand hingen Hälften von Landschweinen, und ein Trupp Soldaten stritt lautstark um den Preis für ein paar fette Gänse.

 Besonders begehrt bei den frierenden Römern waren jedoch die dicken, bunt karierten Kapuzenmäntel der Dobunni, die weitaus besser gegen den britannischen Dauerregen schützten als das römische Militärtuch. Eine junge, freundlich lächelnde Frau mit langen roten Locken zeigte stolz ihre Waren.

Ich versuchte jedoch, meine Schwester und ihren Mann Eisu in dem Getümmel zu finden.
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Honoratior der Stadt Iscalis
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10-18-2026, 03:39 PM,
Beitrag #3
RE: Auf der Wiese ...
Sobald das Tor geöffnet wurde, begann der Verkauf der Ernte. Die Leute kamen mit Körben, brachten, was sie boten, kauften, was sie brauchten. Gerwina ging von Stand zu Stand und achtete darauf, dass die Abgaben und Preise ordnungsgemäß festgelegt wurden. Sie bewegte sich mit leichten Schritten in ihrem sehr weiten, sandfarbenen Kleid, mit grünem Blattmuster am Halsausschnitt und am Saum goldbestickt, über die Wiese. Und mit jedem tänzerischen Schritt bauschte sich der helle Stoff im leichten Wind, hob sich sanft und legte sich wieder um ihren Körper, wie ein Segel, das von einer unsichtbaren Brise getragen wird. Das Gras strich über ihre Knöchel und es schien so, als gleite sie nicht über die Erde, sondern über ein stilles, grünes Meer. Das lange, lockige Haar fiel ihr über die Brust und den Rücken herunter und leuchtete golden im Sonnenschein.

[Bild: Klein-Leg.jpg]

Dann näherte sich eine kleine Abteilung römischer Soldaten dem Rand der Wiese, angeführt von einem gut aussehenden Offizier in der prachtvollen Rüstung eines Tribuns. Als Gerwina ihn sah, verlangsamten sie ihre Schritte: "Salve, edler Tribun Aternius Ocella!" Es war offensichtlich, dass sie sich freute, ihn zu sehen.

Sie kannten sich bereits, denn er war ein ritterlicher Tribun, für die Versorgung seiner Leute zuständig und hatte in den vergangenen Monaten oft mit ihrem Mann, dem Fürsten Eisu Ap Comux, verhandelt über Getreide, Vieh und Wein. "Leider ist mein Gemahl abwesend. Er ist nach Königsstadt Bagendon gereist, um seinen Vater zu besuchen. Heute musst du wohl mit mir verhandeln, Tribun," sagte Gerwina mit einem Lächeln, das selbst die trübsten Tage erhellen konnte, und blickte zu ihm auf. Denn für einen Römer war er von beachtlicher Statur.

"Salve werte Gabinia, du hast diesen Markt organisiert?" fragte er sie bewundernd, und blickte sie dabei sanft an. Es war nicht zu übersehen, dass die Fürstin guter Hoffnung war. Ocella wusste, dass die schöne Gabinia eine Römerin war, aber ihre germanische Herkunft verlieh ihr einen besonderen Reiz, der sich in ihrer Erscheinung widerspiegelte und sie zu etwas ganz Besonderem machte.
"Ja, Tribun, das habe ich", antwortete Gerwina und nickte bestätigend: "Es ist die Pflicht der Herrin des Hauses, für das Wohl der Bewohner des Comux-Hofes zu sorgen und ..."... dann mitten im Gespräch kam der alte Knecht Elfried angelaufen und flüsterte: "Herr Sonnwin steht da, mit Durs…". Gerwina drehte sich um und erblickte in der Tat ihren Bruder in der Menge. "Entschuldige bitte, Aternius Ocella, mein Bruder ist eingetroffen. Mein Knecht Elfried zeigt dir den Weg zu den Vorratskammern, wir sehen uns dann später!" Sie gab dem Großväterchen die Schlüssel und weg war sie …

Als sie ihren Bruder erreichte, warf sie sich an seine Brust. Dabei prallte ihr Riesenbauch gegen seinen und sofort wurde sie vom kleinen Wesen malträtiert. Sie lächelte glücklich und ihr liefen die Tränen über das Gesicht …

"Sonnwin, mein Bruder, wann bist du angekommen?"
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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10-18-2026, 05:38 PM,
Beitrag #4
RE: Auf der Wiese ...
Mitten in diesem bunten, lärmenden Treiben entdeckte ich schließlich Clara.
Sie stand erhobenen Hauptes neben den großen Kornspeichern und wirkte zwischen den rauen Männern erstaunlich selbstbewusst und durch ihre fortgeschrittene Schwangerschaft wie die Korngöttin selbst. Sie sprach fließend und ohne Scheu mit einem Mann, dessen schmaler purpurner Saum an der Tunika und die verzierte Rüstung ihn sofort als ritterlichen Militärtribunen auswiesen – zweifellos einer der Offiziere, der für die Proviantierung der nahegelegenen Castra  zuständig war. Sie verhandelte anscheinend hart, deutete auf die vollen Getreidesäcke und lachte einmal herzlich über ein Wort des Tribunus Angusticlavius.

Ich atmete tief aus, und winkte Durs zu, mir zu folgen. Durs zögerte.
" Was fürchtest du dich, alter Freund? Ich bin schließlich Gabinius Secundus, Honoratior der Stadt Iscalis und verheiratet mit einer römischen Patrizierin. Wir brauchen uns nicht zu verstecken"
" Du siehst aber nicht aus wie ein Gabinius Secundus, Herr", bemerkte Durs brummelig.
Ich musste leise lachen. Er hatte ja recht. Nach neun Tagen im britannischen Regen klebte mir das lange, klatschnasse Haar wild im Gesicht. Mein schwerer Reisemantel war verkrustet vor Schlamm, und in der Rechten hielt ich meine Frame – jenen leichten, scharf geschmiedeten germanischen Jagdspieß, den ich auf Reisen weit mehr schätzte als ein Prunkschwert. Mein Gesicht war zwar glatt rasiert, doch in dieser Aufmachung wirkte ich auf den ersten Blick zweifellos wie der Inbegriff eines Barbaren.
Als ich mich den beiden bis auf wenige Schritte näherte, spürte ich sofort, wie die Leibwache des Tribunen die Hand an die Griffe ihrer Schwerter legte. 
Doch da hatte mich meine Gerwina schon gesehen. Sie lief auf mich zu, fiel mir trotz meiner abenteuerlichen Aufmachung in die Arme - und brach in Tränen aus 
Ich wiegte sie hin- und her wie ein Kind und auch mir kamen die Tränen: " Ist es die Freude, mich zu sehen oder hast du dir wehgetan?", fragte ich sie leise auf Chattisch: "Und wo steckt dein Eisu? Sollte er nicht hier bei dir sein?"

Nun verengten sich die Augen des Offiziers ebenfalls, als er den Germanen fixierte, der da so furchtlos mit einer Frame in der Hand die Hausherrin umarmte: 
" Nach deinem Brief gab es für mich kein Halten mehr, Gerwina. Durs und ich haben uns sofort auf den Weg zu dir gemacht", flüsterte ich ihr zu:

"Aber ich denke, es ist besser, dass du mich bei dem Herren Tribunen vorstellst.  Er schaut drein, als wolle ich dich am helllichten Tag entführen"
[Bild: 3_15_08_22_9_36_30.png]
Honoratior der Stadt Iscalis
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10-22-2026, 07:01 PM,
Beitrag #5
RE: Auf der Wiese ...
"Du bist gekommen", schluchzte Gerwina. Die Händler, die Kunden, das Gemurmel der keltischen und lateinischen Sprache – alles verblasste zu einem fernen Summen. In ihren Augen stiegen heiße Tränen der Erleichterung auf. "Es ist die Freude, lieber Sonnwin, ich bin so glücklich, dich nach so einer langen Zeit wiederzusehen", flüsterte sie, während ihr Bruder sie ebenfalls festhielt und hin und her wiegte. Dann fragte er nach ihrem Mann Eisu Ap Comux. Gerwina, die sich inzwischen wieder beruhigt hatte, antwortete auch auf Chattisch: "Eisu ist zu seinem Vater abgereist, in die Königsstadt Bagendon, um mit anderen Fürsten über die Zukunft des Dobunni-Volkes zu beraten." Sie sah ihren Bruder bekümmert an: "Wegen des wahnsinnigen Prinzen Inam, aber später mehr darüber … Ich lasse mir die Freude über deinen Besuch nicht dadurch trüben." Clara zuckte mit den Schultern und nahm Sonnwins Hand. "Ich habe dem Tribun gesagt, dass du mein Bruder bist. Also gut, komm, ich werde dich mit ihm bekanntmachen".

[Bild: Klein-Leg.jpg]

Anstatt dem Knecht Elfried zu den Vorratskammern zu folgen, blieb Ocella stehen und beobachtete misstrauisch die stürmische Umarmung der Fürstin mit einem großen, langhaarigen Mann mit einer Frame in der Hand, den sie ihren Bruder nannte, der aber wie ein germanischer Krieger aussah. Dann gingen die beiden ihm entgegen, und als sie vor ihm zum Stehen blieben, bemerkte Ocella, dass Claras schöne Smaragdaugen vor Freude leuchteten.

"Edler Tribun Aternius Ocella, darf ich dir meinen Bruder Publius Gabinius Secundus, der Honoratior der Stadt iscalis, vorstellen?", fragte Gerwina stolz und lächelte ihn fröhlich an.

Ocella staunte nicht schlecht, als er Claras Bruder näher anschaute. Vor ihm stand eine hohe, ansehnliche Gestalt in einem staubigen Umhang, mit wildem, goldblondem Haar, das im Herbstwind wehte. Der Tribun hüstelte kurz, sammelte sich dann und neigte den Kopf zu einer knappen, respektvollen Verbeugung. "Salve Publius Gabinius Secundus, es freut mich, den ehrenwerten Bruder der Fürstin Gerwina kennenzulernen", dabei sah er Gabinia mit einem weichen Lächeln an. "Ich bin Spurius Aternius Ocella, Tribunus  Angusticlavius, für die Proviantbeschaffung zuständig", stellte Ocella sich vor und fragte dann den Honoratioren der Stadt Iscalis: "Wie war deine Reise, werter Gabinius?"
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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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10-23-2026, 03:22 PM,
Beitrag #6
RE: Auf der Wiese ...
Ich zeigte keinerlei Unterwürfigkeit. Ein freier Römer verbeugte sich nicht – erst recht kein Honoratior würde das tun. Stattdessen strich ich mir das nasse Haar aus der Stirn, blickte dem Tribunen direkt in die Augen, lächelte kaum merklich und sprach mit lauter, akzentfreier Stimme – im feinsten, fast singenden Latein der stadtrömischen Aristokratie, das meine liebe Fridila eben auch sprach. Tribun Ocella schien jedoch ein höflicher Bursche zu sein, daher verzichtete ich darauf, zu reden wie mein Schwager Saturninus und gab eine Erklärung ab, um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen:
"Salve Tribun Ocella und verzeih  mein... doch unrömisches Reisegewand. Es fehlt hier wirklich noch eine Verbindungsstraße, so dass ich tagelang  querfeldein reiten musste, da sind Hosen und Mantel bequemer als eine Toga.. Es ist mir eine außerordentliche Beruhigung zu sehen, dass die Logistik des römischen Heeres in fähigen Händen liegt, edler Tribun, und dass eure Männer unsere Höfe und Wege beschützen. Daher verlief die Reise ohne Zwischenfälle, danke deiner Nachfrage",

Ich lächelte Elfried an, froh, sein gutes Gesicht zu sehen und klopfte ihm auf die Schulter, um ihn zu begrüßen. 
"Verzeihung, wenn ich meine Schwester nun auf ein privates Wort entführe. Ich habe sie ewig nicht gesehen ", fuhr ich unverblümt fort, denn ich war müde und wollte Clara für mich haben. Ja, da regte sich brüderliche Eifersucht. Der Tribun schaute nämlich ziemlich gebannt zu meiner Schwester, ich kannte diesen Blick. Ich schaute Clara an. Die Höflichkeit gebot es natürlich, Ocella für später zum Abendessen einzuladen, da hatte ich nichts dagegen. Aber solange konnte sich ein anderer Comuxmann um die Belange der Legion kümmern.


Wir wurden unterbrochen, als die rothaarige junge Frau, die die Mäntel verkauft hatte, zu Clara kann
Sie machte einen Knicks: " Lady Gerwina, ich habe alles verkauft. Bitte nimm den Verdienst der Weberinnen an Dich" Sie gab meiner Schwester ein Geldsäckchen, in dem es laut klimperte. Ein Mann kam und meldete, dass alle Gänse, die zum Verkauf gestanden hatten, nun in römischer Hand waren.
" Lady Gerwina", dachte ich laut. So hatten die Dobunni Clara genannt, das hatte ich verstanden. Meine Schwester führte also in Eisus Abwesenheit den Oberbefehl auf diesem keltischen Hof. Das hätte ich mir auch denken können.
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Honoratior der Stadt Iscalis
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10-25-2026, 01:37 PM,
Beitrag #7
RE: Auf der Wiese ...
Nachdem Tribunus  Angusticlavius und Sonnwin die Höflichkeiten ausgetauscht hatten, verabschiedete sich Aternius Ocella mit einem leichten Lächeln von den Geschwistern und machte sich mit Elfried auf den Weg zu den Vorratskammern. Die Abrechnung wird dann später folgen, wenn der Tribun alle Einkäufe abgeschlossen hatte.

Gerwina schaute Sonnwin an und sagte fast entschuldigend: "Lieber Bruder, ich kann jetzt leider nicht weg, Ich muss noch einen Rundgang über den Markt machen. Nisca wird sich um dich kümmern und wenn du dich erholt hast, komm zum Esszimmer, wenn die Sonne untergeht; ich werde dort auf dich warten."

Nisca kam bereits mit dem Geldbeutel und sagte, alle Webereierzeugnisse seien verkauft. Gerwina lächelte zufrieden und bat die Magd, ihren Bruder ins Gästezimmer zu begleiten, ihm warmes Wasser bereitzustellen und frische Tücher zu bringen. Nisca kannte Sonnwin bereits von einem früheren Besuch und machte einen Knicks: "Herr Gabinius, ich grüße dich. Komm mir bitte nach". Gerwina nickte und fügte hinzu: "Und kümmere dich danach auch um Durs."

Dann drückte sie Sonnwin sanft die Hand: "Wir sehen uns dann später, Bruder" ...


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Vormund (Pater Familias): Aulus Gabinius Secundus [Sonnmar] (NSC)
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