03-11-2025, 11:57 PM,
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Cahir
König der Brigantes
  
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Wiedersehen macht Freude?
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Ich stieg von meinem Pferd, umarmte meinen Sohn tüchtig und umfing dann zärtlich meine Frau, die mir noch nie so begehrlich und schön erschienen war wie in diesem Moment. Ich war länger weg gewesen als wir nach unserer Hochzeit zusammen gewesen waren und ich war begierlich darauf alle Neuigkeiten zu erfahren und auch meine Neuigkeiten mit ihr zu teilen. Ich übergab meinem Sohn die Zügel meines Pferdes, da ich wusste, dass er sich gut darum kümmern würde und wies meine Cousine nur knapp an, dass sie für Alpia eines der Familienzimmer im Langhaus bereitmachen lassen sollte, ehe ich meiner Frau ins Bad folgte.
Das warme Wasser war herrlich und ich legte schnell die total abgeranzte Reisekleidung, die vor Dreck von alleine stand, ab und ließ mich in das Wasser gleiten. Nur das Tuch, das Rhian mir als ihr Unterpfand und Memento mitgegeben hatte, legte ich behutsam beiseite. Zufrieden streckte ich meine total verspannten Glieder im Bad aus, während meine Frau mir den Rücken wusch und mit dem Haar half. Ich genoß diese vertrauliche Zweisamkeit, die sanften Berührungen und am liebsten hätte ich Rhian einfach zu mir ins Wasser gezogen, aber ich musste behutsam sein und konnte mich nicht so gehen lassen, obwohl ich sie hochschwanger noch begehrlicher als zuvor fand.
Ich strich sanft über Rhians zarte Hand, die mir beim Einseifen half. "Ich habe dich unendlich vermisst, meine Geliebte" raunte ich ihr zu. Nachdem Haus und Hof noch standen und ich keinem Bild des Schreckens beim Einzug in die Siedlung begegnet war, ging ich davon aus, dass alles gut verlaufen war und der Winter ansonsten ereignislos, wenn auch einsam gewesen war. "Ich hoffe, unser Volk hat dir keine Kopfschmerzen bereitet in meiner Abwesenheit...und in deinem Zustand" sagte ich leichthin und schmunzelte meine junge Königin verschmitzt an. Ich freute mich ungemein, dass wir ein Kind erwarteten und so wie Rhian aussah, würde es auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Persönlich hoffte ich auf einen weiteren starken Sohn wie jeder Mann, aber eine Tochter wäre besser für die Blutlinie.
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03-12-2025, 03:30 PM,
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Rhian
» K ö n i g i n der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
>>> Rhian verblieb vollkommen regungslos stehen, als sie spürte wie sich Cahirs Arme um sie schlossen. Die Wölbung ihres Bauches verhinderte, dass sie sich gänzlich in die Arme ihres Ehemannes schmiegen konnte. So jedoch ließ sie ihre Finger zärtlich über seine Wange gleiten und schenkte ihrem König ein sanftes Lächeln. “Ich habe dich schrecklich vermisst.“ Wisperte Rhian mit leiser Stimme und trat im nächsten Moment einen Schritt zurück, als Cahir seinem Sohn die Zügel seines Reittiers gab und seine Cousine näher trat, um den zurück gekehrten König ebenfalls zu begrüßen. Cahir jedoch bedeutete einer kleineren Gestalt näher zu treten. Jene Frau trug Stammeszeichen in ihrem Gesicht und Rhian spannte sich unwillkürlich an. Ihre Augen loderten in einem unnatürlichen Glanz, während sie Cahir einen fragenden Blick entgegen warf. Er würde es ihr mit Sicherheit erklären. Er musste es ihr erklären, dies war er ihr schuldig. Doch nicht jetzt. Denn jetzt würde Rhian Cahir erst einmal in das Badezimmer führen.
Im Badezimmer angekommen wartete auf Cahir bereits eine dampfende Wanne und Rhian half ihrem Gemahl aus seiner vor Dreck starrenden Lederrüstung. Schnalle für Schnalle öffnete Rhian die Lederrüstung und entkleidete ihren Gemahl behutsam. So dass Cahir im nächsten Moment vollkommen entblößt in die heiße Wanne steigen konnte. Behutsam wusch sie Cahirs verspannten Körper und ließ den Schwamm zärtlich über seinen Rücken gleiten. Ebenso verfuhr sie mit seinen schulterlangen, rostbraunen Haaren. “Waren deine Verhandlungen erfolgreich mein Gemahl?“ Wollte Rhian mit leiser Stimme wissen und ließ den Schwamm über Cahirs Schultern nach vorne gleiten, um ihm sanft die Brust zu waschen.
Bei Cahirs zärtlicher Berührung zuckte Rhian dann jedoch leicht zusammen und hielt für einen kurzen Moment sogar die Luft an. Nein. Sie musste stark sein. Durfte das Erlebte mit dem Römer nicht mehr an sich heran lassen. Und so verschloss sie ihren Geist und konzentrierte sich einzig und alleine auf Cahir. “Dein Volk ist vorbildlich mein König. Und dein Nachwuchs ist besonders rege.“ Schmunzelte Rhian, griff nach Cahirs Hand und legte sich diese auf ihren Bauch. Ungeachtet der Tatsache, dass dadurch ihr Kleid nass wurde.
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03-14-2025, 12:52 PM,
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Cahir
König der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Ich ließ mich ausgiebig von Rhian waschen und legte auch selbst Hand an, damit sie nicht klatschnass wurde, während wir ein wenig plauderten. "Ja, die Verhandlungen liefen gut. Im Sommer werden die Pikten und ihre Verbündeten hier eintreffen" erwiderte ich nur ein wenig knapp. Ich wollte noch nicht zu sehr auf das Thema eingehen, weil ich jetzt nicht über Alpia sprechen wollte. Über kurz oder lang würde ich es tun müssen, aber ich wollte diesen Moment mit meiner Frau nicht durch Politik zerstören. Ihr kurzes Zögern bei meiner Berührung fiel mir zwar auf, aber ich war lange weg gewesen und sie musste sich bestimmt nur wieder an mich gewöhnen.
Als ich aber meine Hand auf ihren Bauch legte, schien das Kind darin herumzuturnen und Purzelbäume zu schlagen. "Mein Sohn tritt wie ein kleines Hengstfohlen aus" meinte ich mit einem zufriedenen Grinsen in der Sicherheit, dass nur ein Junge so kräftig und turbulent sein konnte. So sagten es auch immer die alten Weiber...Jungen traten viel und Mädchen kaum. Nachdem ich allerdings genug geplantscht hatte, stieg ich aus der Wanne und trocknete mich ab, ehe ich mir das Tuch um die Hüften schlang um mit Rhian zurück in unser Schlafzimmer zu stapfen. Ich wollte mich vor dem Fest heute abend noch ein wenig ausruhen und es waren ja noch ein paar Stunden bis dahin Zeit.
"Leg dich zu mir, Liebes...Brenna kann bestimmt ein ordentliches Festessen organisieren" sagte ich und zog meine Frau langsam in Richtung des Bettes, während ich mich des Tuchs wieder entledigte. "Lass mich dich halten" raunte ich ihr ins Ohr mit rauer Stimme, während ich meine Arme um sie schlang, was gerade noch so gelang aber mir egal war in dem Moment, ehe ich mich auf unser Lager sinken ließ und mich ausstreckte in der Hoffnung, dass sie mir folgen würde. Ich hätte jetzt nicht schlecht Lust darauf mit ihr zu schlafen und das Interesse war nur schwer zu übersehen, aber ich war schon mit Nähe und Küssen zufrieden angesichts ihres Zustandes. Mir machte es persönlich nichts aus - im Gegenteil. Ich fand die Rundungen der Schwangerschaft umso appetitlicher, aber manche Frauen waren recht spröde gegen Ende hin.
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03-14-2025, 06:57 PM,
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Rhian
» K ö n i g i n der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Immer wieder ließ Rhian Wasser über den Rücken ihres Gemahls rieseln, während sie mit dem Schwamm seinen Körper vom Schmutz und Staub der Reise säuberte. Sämtliche Körperstellen berührte Rhian mit dem Schwamm und rieb und rubbelte, bis sie sich sicher sein konnte, dass Cahir von sämtlichem Dreck befreit war. Und wie ein Neugeborenes aus der Wanne steigen würde. Schon begann Cahir zu erzählen, dass die Pikten und ihre Verbündeten im Sommer hier in Isurium eintreffen würden. Und Rhian lauschte mit einem aufmerksamen Gesichtsausdruck der Stimme ihres Geliebten. Wenngleich sie Cahir kannte und sich wunderte, dass er ihre Fragen mit derart knappen Antworten abtat, dass Rhian im nächsten Moment auch schon verstummte und fragend empor blickte. Was sollte denn das jetzt, hm? Der König der Briganten war für längere Zeit fort gewesen und alles was er ihr mitteilte war, dass die Verhandlungen gut waren und ihre Verbündeten alsbald eintreffen würden. Das war alles? “Du warst wochenlang unterwegs. Getrennt von mir. Und dann speist du mich mit solch knappen Antworten ab Cahir?“ Platzte es dann doch über Rhians Lippen, wenngleich sie sich eigentlich geschworen hatte, dass sie mit Cahir in einem ruhigen Ton darüber reden würde. Schon blitzte das Bild der dunkelhaarigen vor ihrem inneren Auge auf, jene Frau die aussah wie eine der Fae. “Du hast eine unbekannte Frau in deinem Gefolge.“ Vollkommen neutral entwichen diese Worte den Lippen der Königin, als sie den Schwamm ein letztes mal über Cahirs Schultern ausdrückte, um diesen im nächsten Moment beiseite zu legen.
Im nächsten Moment konnte Rhian die Hand ihres Gemahls auf ihrem Bauch spüren, wie er den Bewegungen des Nachwuchses nachfühlte. Und Rhian zuckte leicht zusammen. Kaum wahrnehmbar und dennoch war es geschehen. “Bist du wirklich davon überzeugt, dass es ein Sohn wird Geliebter?“ Wollte Rhian von Cahir wissen, auch wenn sie die Tatsache, dass sich ein anderes weibliches Wesen in seinem Gefolge befand noch immer wurmte. Denn sie hatte in ihrer Vision keinen männlichen Nachkommen gesehen. Nur Töchter. Im nächsten Moment erhob sich Cahir und Rhian hielt ihm das angewärmte Handtuch entgegen, in welches er sich einwickeln konnte. Mit dem Handtuch um die Hüften ging Cahir in ihr gemeinsames Schlafzimmer und Rhian folgte ihm.
Schon fiel die Türe hinter Königin und König ins Schloss und Cahir trat sogleich auf das Bett zu. Auf welches er sich im nächsten Moment legte. Auffordernd seine Stimme, so dass Rhian unbewusst auf ihrer Unterlippe herum nagte. Im nächsten Moment fiel das Tuch zu Boden und Cahir stand vollkommen entblößt vor ihr. So dass Rhian unwillkürlich schluckte, auch wenn sie ihren Gatten nicht das erste mal nackt zu Gesicht bekam. Und dennoch, nachdem was ihr widerfahren war… Nein! Sie wollte doch nicht mehr daran denken. Denn Cahir konnte sie lesen. Wusste was sie dachte, wie sie tickte und was ihr durch den Kopf geisterte. Erneut schluckte Rhian vernehmlich und ließ es dann doch zu, dass Cahir sie auf das Bett hinab zog. Wenngleich sich Rhian vorkam wie eine Seekuh, so versuchte sie sich doch möglichst elegant auf das gemütliche Bett sinken zu lassen. “Cahir ich..“ Doch da war es seine raue Stimme die an ihr Ohr drang und Rhian einen Schauer über ihre Wirbelsäule kriechen spürte. Denn Cahirs Verlangen war nicht zu übersehen und Rhian errötete zart. Bevor sie nach Cahirs Hand griff und sich diese auf ihren Bauch legte. Ein deutliches Zeichen, dass er doch verstehen musste. Oder war es genau das, was ihn so erhitzte? Der Gedanke mit einer schwangeren Lady das Bett zu teilen?
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03-14-2025, 11:20 PM,
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Cahir
König der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Bei ihrem kleinen Ausbruch musste ich nur seufzen. Ich hatte jetzt keine Lust über diesen Kram zu sprechen, auch wenn Rhian unbedingt mehr wissen wollte. Dabei war ich so müde von dem ganzen palavern und wollte einfach nur ein wenig Zweisamkeit mit meiner Frau genießen. Auch bezüglich Alpia ließ sie nicht locker und ich verzog nur das Gesicht. "Wir werden bei Zeiten über alles sprechen, Rhian. Ich will mich nur erstmal ausruhen, verstehst du? Ich bin gerade erst nach Monaten wieder da und will einfach nur Zeit mit dir verbringen. Ist das so merkwürdig? Ich habe dich sehr vermisst."
Im Bett allerdings legte sie mir nur wieder die Hand auf den Bauch und ließ ein wenig Distanz zwischen uns beiden. Dachte sie, dass ich sie nicht begehrlich fand in ihren Zustand? Oder war sie besorgt wegen dem Kind? "Ich bin natürlich kein Hellseher, Liebes, aber so wie das Kind herumturnt muss es einfach ein athletischer und starker Sohn sein." Erneut versuchte ich sie in meine Arme zu ziehen, die Distanz zwischen uns wegzuwischen mit rauer Stimme und süßen Worten. "Du bist wunderschön, so schwanger wie du bist. Und du musst dir keine Sorgen wegen dem Beischlaf machen. Ich werde behutsam sein, Geliebte."
Bevor sie sich erneut zurückziehen konnte, begann ich jedes Fleckchen Haut, das ich erwischen konnte, mit Küssen zu bedecken in der Hoffnung, dass sie nachgeben würde und es doch noch zum Beischlaf kommen würde, ehe ich ein Nickerchen machen konnte vor dem Festessen. Ich hoffte nur, dass sie nicht wieder vor mir zurückzucken würde. "Hast du mich denn nicht vermisst, Liebste?" raunte ich zwischen Küssen auf ihren Hals und ihren Mund. "Bist du nicht so hungrig nach mir wie ich nach dir, Liebste?" fragte ich erneut mit belegter Stimme, da ich wahrlich für Rhian brannte und sie erobern wollte.
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03-15-2025, 12:59 PM,
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Rhian
» K ö n i g i n der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Das leise Seufzen ihres Gemahls blieb Rhian nicht verborgen. Und so pressten sich ihre Lippen kurzzeitig zu einem schmalen Strich zusammen. Wenngleich keine weiteren Worte über ihre Lippen entwichen. Höchste Aufmerksamkeit und zugleich Neugierde schimmerte in Rhians Augen. Ihr Blick wich keine Sekunde vom Gesicht ihres Geliebten, selbst als Cahir sein Gesicht verzog. Für Rhian ein deutliches Signal, dass sie jetzt wohl besser nicht weiter nachbohren sollte. “Ich verstehe dich Cahir.“ Mehr erwiederte Rhian nicht auf seine Worte. Auch wenn man an ihren gestrafften Schultern deutlich erkennen konnte, dass sie mit den Worten ihres Gemahls ganz und gar nicht zufrieden war. Doch sie wollte nun auch keinen Streit beginnen. Denn Cahir hatte recht, er war monatelang unterwegs gewesen. Von ihr getrennt gewesen. Da war es auch nur recht und billig, dass er sie wieder in seine Arme schließen wollte. Und Rhian hatte Cahir vermisst. Mit jeder Faser ihres Körpers, ihres Seins hatte sie sich nach ihm gesehnt. Auch in jener Nacht, in der sie in den Armen des Römers lag und sie dessen Finger auf Dekolleté hatte spüren können. Bei dieser Erinnerung atmete Rhian langsam ein und wieder aus. Wie um diese beschämenden Bilder zu verdrängen. Schließlich wollte sie sich voll und ganz auf ihren Gatten konzentrieren. Denn Cahir war ihr Ehemann. Der König der Brigantes und sie gehörte ihm. Wenngleich niemals als Sklavin. Doch sie war ihm eine treue Untertanin, seine Gemahlin und Königin der Brigantes.
Selbst im Bett wahrte Rhian Distanz, was Cahir nicht verborgen bleiben konnte. Denn dieser griff im nächsten Moment nach seiner Königin und wollte Rhian in seine Arme ziehen. Am liebsten hätte sich die junge Königin nun herumgedreht und Cahir somit den Rücken zugewandt. Stattdessen entließ sie ihren König keine Sekunde aus Blick. Komisch. Konnte man da etwa einen lauernden Glanz in den Augen der Königin erkennen? “Und wenn es eine Tochter wird Cahir?“ War Rhians Stimme zu vernehmen, nachdem sie doch tatsächlich einige Zeit geschwiegen hatte. Wie um ihre widerstreitenden Gefühle unter Kontrolle zu bekommen. “Ich möchte dich nicht enttäuschen, wenn du dir einen Sohn erhoffst und ich dir stattdessen eine Tochter schenke.“ Sprach Rhian sogleich weiter und musterte Cahir mit einem nachdenklichen Ausdruck auf ihrem Gesicht. Als Cahir davon sprach, dass sie wunderschön sei, so schwanger wie sie war, nickte Rhian kaum merklich. Cahir fand sie weiterhin begehrlich, trotzdem was Rhian geschehen war. Etwas wovon Cahir niemals etwas erfahren durfte. Denn die Elendsgestalt, die ihr dies angetan hatte und dem sie unwissentlich zugestimmt hatte, verrottete im Moor. “Ich vertraue dir mein Gemahl.“ Raunte Rhian dann doch mit leiser Stimme und beugte sich etwas näher, als sie sich von Cahir näher ziehen ließ.
Schon konnte Rhian die zarte Lippenberührung Cahirs spüren, wie dieser jeden Zentimeter freier Haut mit seinen Lippen berührte. Dabei seinen warmen Atem über ihre Haut pustete und Rhian unwillkürlich erschauerte. “Ich habe dich nicht minder vermisst Cahir, wie du mich.“ Raunte Rhian mit leiser Stimme und verschloss Cahirs Lippen im nächsten Moment zu einem sanften Kuss. Ein Kuss den sie in die Länge zog und sich unwillkürlich an Cahir rieb. Ein deutliches Zeichen, dass sie ihn tatsächlich vermisst hatte. Den Römer im Moor verbannte sie tief in ihren Gedanken und verriegelte die Türe mit einem sicheren Vorhängeschloss.
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03-16-2025, 10:26 AM,
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Cahir
König der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Vielleicht war diese merkwürdige Distanz wirklich alles nur ein Produkt der Schwangerschaft, denn meine liebreizende Rhian schaute mich so forschend an, als ich verkündete, dass ich mit einem Sohn rechnete. Das entlockte mir nur ein entspanntes Lachen, denn die Erblinie bei den Brigantes war in der Regel die mütterliche, weibliche Linie. Hätte ich eine Schwester gehabt, so wäre ich vielleicht ihr Waffenmeister oder Berater aber niemals König der Brigantes geworden. "Ich glaube jeder Mann freut sich über Söhne, denen er alles beibringen kann...aber eine Prinzessin wäre wichtiger für unser Reich" antwortete ich wieder ein wenig ernster. "Eine kleine Prinzessin wird eines Tages unangefochten auf unserem Thron sitzen, Liebste, und ihre Brüder werden sie mit Leib und Leben schützen, wie es sein sollte und für sie in den Krieg ziehen." Die Silurer schienen das anders zu handhaben, da sie Rhian so willig für eine Allianz verschachert haben.
"Hoffentlich werden wir viele kleine Prinzen und Prinzessinnen haben, Liebste..." raunte ich erneut spielerisch, da sie sich nun anscheinend doch für eheliche Zweisamkeit entschieden hatte und ihren Körper an mir rieb. Ich fasste das als Einladung auf und drehte sie sanft mit dem Rücken zu mir, damit ich mich von hinten an sie schmiegen konnte und ihren so begehrenswerten Leib in einer zärtlichen Umarmung umfangen konnte. So konnten wir uns für sie bequem vereinigen, ohne dass der Bauch im Weg war. Noch dazu nutzte ich die Position aus um ihren Nacken mit zärtlichen Küssen zu bedecken, während ich mir langsam und behutsam Zeit beim Liebesspiel ließ. Ich wollte nichts überstürzen und sichergehen, dass es nicht unbequem oder gar schmerzhaft für meine zarte Frau war.
Ich hatte keine Ahnung wie viel Zeit vergangen war, da ich den Akt wirklich in die Länge gezogen hatte um die Kontrolle zu behalten, ehe ich mich erschöpft und hundemüde aber absolut erfüllt aus Rhians Schoß zurückzog. Trotzdem hielt ich sie noch eine Weile, da ich ihre Nähe so vermisst hatte. "Ich liebe dich, Rhian. Du weißt gar nicht, wie sehr du mir gefehlt hast..." sagte ich mit belegter Stimme, die zu brechen drohte, während ich meinen Kopf in ihrem duftenden Haar vergrub. Manchmal hasste ich die Entscheidungen, die ich als König treffen musste - denn sie führten mich von meiner Frau fort und brachten mich dazu Dinge zu tun, auf die ich wirklich keine Luste hatte wie zb. Alpia als meine Nebenfrau zu ehelichen. Aber der Mann Cahir hatte oft einfach keine Wahl, denn die Pflicht am Volk ging immer vor. Hoffentlich würde Rhian das verstehen.
Aber es half alles nichts, denn ich musste mich zusammenreißen und meiner Königin reinen Wein einschenken. Ich wollte nur zuerst einige Momente für Cahir den Mann stehlen, bevor ich wieder Cahir der König sein musste. Zuerst erzählte ich von den Bündnisverhandlungen im Detail und dass wir ausreichend Vorräte bis zum Sommer zusammentragen mussten für einen bevorstehenden Feldzug und die Bewirtung von Bündnispartnern. Auch von den Kriegern von den nördlichen Inseln erzählte ich, die eines der Brudervölker der Pikten im Norden waren. Sie würden uns auch unterstützen und im Sommer zu uns kommen. Doch ein Thema ließ ich bis zum Ende aus, aber es war wohl besser es gerade heraus zu sagen.
"Die Frau in meinem Gefolge heißt Alpia und sie ist eine piktische Fürstentochter. Ihr Vater ist der Fürst der Pikten, Artenc. Er ist unser Bündnispartner und wie es bei den Pikten Sitte ist, habe ich sie als Teil des Bündnisses zwischen unseren Stämmen geheiratet und sie als meine Nebenfrau mit hierher gebracht. Sie wird hier im Langhaus bei uns wohnen und Teil unserer Familie sein." Ich hoffte, dass Rhian freundlich zu Alpia sein konnte, die sich ihre Lage auch nicht ausgesucht hatte. "Sie selbst ist die Tochter von Artencs fünfter Frau und weiß, wie das Leben einer Nebenfrau aussieht." Alpia war so still auf der Reise gewesen und hatte nie geklagt oder Widerworte von sich gegeben. Sie schien sich in ihr Schicksal gefügt zu haben und ein wenig traurig zu sein. Hoffentlich würde sie froher werden, sobald sie ein Kind oder zwei hatte, die ein lebender Beweis für das Bündnis wären.
Ich hoffte, dass meine Rhian verstehen würde, dass dies nicht aus Liebe sondern nur aus Pflicht geschah - auf beiden Seiten. Mein Herz gehörte nur meiner zarten, süßen Rhian, die ich abwartend ansah. Würde sie böse, enttäuscht oder eifersüchtig sein? Sie hätte jedes Recht dazu, aber ich hoffte, dass sie verstehen würde, dass ich nicht den Luxus hatte meine eigenen Entscheidungen zu treffen.
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03-16-2025, 02:36 PM,
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Rhian
» K ö n i g i n der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Noch immer ruhte Rhians Blick schweigend auf ihrem Gatten. Selbst nachdem Cahir verkündet hatte, dass sich ein jeder Mann über einen Sohn freute, aber Töchter wichtiger für das Reich waren. Abrupt drängte sich jene Erinnerung ihrer Vision in den Vordergrund. Sie hatte sich an Cahirs Seite gesehen, respektive an der Seite eines älteren Mannes. Dahinter war noch eine weibliche Person gewesen, mit einem Kind auf dem Arm. Und neben Rhian hatten zwei Kinder gestanden. Geschlecht und Aussehen eben jener Kinder, oder der weiblichen Person im Hintergrund hatte Rhian in ihrer Vision nicht erkennen können. Was sie jedoch mit aller Deutlichkeit erkannt hatte war, dass es sich bei dem Mann an der Seite um Cahir, den König der Brigantes gehandelt hatte. Auch wenn sie dies damals noch nicht wusste. “Ich freue mich über jedes Kind das ich dir schenken werde Cahir.“ Antwortete Rhian mit ihrer ruhigen Stimme und blickte Cahir weiterhin entgegen. Fuhr mit ihren Augen über sein Antlitz, über seine Augenbrauen, seine tiefblickenden Augen, über seine Nase, seine Wangenknochen und schließlich über seine Lippen. Jene Lippen die sich so wunderbar auf ihrer Haut anfühlten und die unter ihrer Haut kleinste Feuer der Ekstase entstehen ließen. Und dann schob sich abermals das Gesicht des Römers vor ihr inneres Auge und ließ Rhian unwillkürlich anspannen. “Tut mir leid mein Liebster.“ Kam die junge Frau der Besorgnis ihres Gatten zuvor und schmiegte sich im nächsten Moment in seine Arme. Hoffentlich würde Cahir nicht weiter nachfragen oder sich Gedanken darüber machen, wieso Rhian dann und wann von ihm abrückte oder zusammenzuckte.
Im nächsten Moment konnte sich Rhian auch schon näher gezogen fühlen. So dass sie mit ihrem Rücken nun an ihrem Gemahl gekuschelt dalag. Ihr Hintern seinen Schoß berührte und sie bemerkte, dass er sie wahrlich begehrte. Was auch nicht verwunderlich, waren sie doch für eine sehr lange Zeit getrennt voneinander gewesen. Leises Seufzen war von Rhian zu vernehmen, als sich ihre beiden Körper vereinigten und sie Cahirs Atem auf ihrer Haut spürte. Wie seine Zunge über ihren Hals wanderte und sanfte Liebesbisse verteilte, die Rhian eine wohlige Gänsehaut bescherten. Von einem Höhepunkt zum nächsten, wurde Rhian gejagt. Bis sie schließlich schwer atmend an Cahir gekuschelt Ruhe und Frieden fand und sie spürte wie sich ihr Geliebter zurückzog. Um sie im nächsten Moment mit seinen starken Armen zu umfangen. “Ich habe jeden Tag nach dir gesehen.“ Antwortete Rhian mit leiser Stimme und lächelte sanft, als sich Cahirs Nase in ihren duftenden Haaren vergrub.
Nachdem sich ihrer beider Atem wieder beruhigt hatten und sich Rhian in Cahirs Arme schmiegen konnte, blickte sie zu ihrem Gatten empor. Sanft die Berührung ihrer Finger, als sie ihrem König zärtlich über seine bärtige Wange streichelte. Im nächsten Moment war es Rhian die sich langsam aufrichtete und auf Cahir hernieder blickte. Der ihr erzählte, was es mit der dunklen Frau in seinem Gefolge auf sich hatte. Sie hieß Alpia und er hatte sie geehelicht. Nach den alten Bräuchen. Diese Alpia der Pikten war also seine Nebenfrau. Und Rhian spannte sich unwillkürlich an. “Ich wusste dass du dies als König machen musst, wenn du Verbündete gewinnen willst. Ich wusste nur nicht, dass es schon so bald geschehen wird.“ Antwortete die junge Königin mit seltsamerweise absolut ruhiger Stimme. Lediglich das leichte zucken ihrer Mundwinkel und der Glanz in ihren Augen verriet, dass sie nur den äußeren Schein wahren wollte. In ihrem Innersten brodelte es und zugleich brach für Rhian eine Welt zusammen. Denn Alpia musste es wohl genauso ergehen wie es Rhian einst ergangen war. Auch sie wurde aus ihrer Heimat gerissen. Um hierher in den Norden gekarrt zu werden. Um einen ihr bis dato vollkommen fremden Mann zu ehelichen. Doch sie war nun Königin der Brigantes und Alpia war Cahirs Nebenfrau.
“Wann wirst du mir Alpia vorstellen?“ Absolut ruhig entwichen diese Worte über Rhians Lippen. Auch wenn es kurzzeitig in ihren Augen flackerte. So gab sie sich doch vollkommen regungslos. Keine Spur von Eifersucht oder gar Wut gegenüber ihrem Ehemann. Cahir tat schließlich nur seine Pflicht. So wie sie die ihrige tat.
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03-17-2025, 09:31 AM,
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Cahir
König der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Wieder war da dieser Moment, in dem sie sich vor ihm zurückzog. Hatte er ihr wehgetan? War es wohl unangenehm? Ein wenig besorgt beobachtete ich meine Frau, die sich aber schnell wieder an mich schmiegte nach dem Liebesspiel. "Du musst dich nicht entschuldigen...mir tut es leid, wenn ich dich in deinem Zustand überfordert habe. Wenn du lieber auf Beischlaf bis nach der Geburt verzichten möchtest, so kannst du es mir ruhig sagen. Ich werde nicht schlecht von dir denken." Ich hatte davon gehört, dass es Frauen gab, die keinen Beischlaf während der Schwangerschaft mochten, aber gesundheitlich bedenklich war es nicht meines Wissens nach - so lange man nicht zu ruppig und wild zur Sache ging.
Bei der Eröffnung, dass sie nach ihm gesehen hatte, dauerte es einen Moment sich daran zu erinnern, dass Rhian das Wassersehen beherrschte. Sie war eine ausgebildete Priesterin der Brigid und dass es die Druiden gewesen waren, die diese Verbindung eingefedelt hatten. "Ist das nicht schrecklich anstrengend, das Wassersehen?" Mein erster Impuls war Besorgnis für meine Frau und unser ungeborenes Kind, aber dann doch Neugier über dieses Talent. "Hast du mich denn auch gesehen oder etwas anderes, das dir die Götter gezeigt haben? Über unsere Privatarmee junger Prinzen und Prinzessinnen in der Zukunft?" fragte ich neckend, während ich sie erneut liebevoll küsste und über ihren Bauch streichelte.
Ob die Silurer auch Nebenfrauen hatten? Hier hatte es seit Generationen so etwas nicht mehr gegeben, aber er war auch der erste Mann, der hier seit Generationen herrschte. Bei den Pikten im Norden war es Brauch auf diese Weise Familien an einen Herrscher zu binden oder Verträge zwischen Stämmen zu besiegeln. "Es ist keine besonders gängige Tradition hier, aber es war Teil der Bündnisverhandlungen. Die Pikten sind sehr traditionell und altmodisch bei so etwas. Ich konnte die Zeremonie mit Alpia nicht ausschlagen." Und ich würde sie angemessen wie eine Ehefrau behandeln und meine ehelichen Pflichten erfüllen, so wie es sich gehörte. Ich vertraute meiner Cousine, dass sie Alpia gut unterbringen und einkleiden würde, da sie nur mit wenig Gepäck die Reise im Winter antreten hatte können.
"Du wirst sie offiziell nachher beim Fest kennenlernen, wenn ich sie auch dem Volk vorstelle. Inoffiziell kannst du sie natürlich jeder Zeit sehen, wenn es dir beliebt. Brenna wird sie hier im Familienteil des Langhauses gerade gut unterbringen als Teil der königlichen Familie. Du aber bist die Herrin dieses Hauses und ich muss dir ja nicht sagen, dass du hier kommen und gehen kannst wie es dir beliebt." Ich ging nicht davon aus, dass Rhian grob oder grausam Alpia gegenüber sein würde, aber ein Teil von mir hoffte, dass die beiden Frauen vielleicht sogar Freundinnen werden konnten - waren sie doch beide in diese Ehe geworfen worden ohne viel eigenes Zutun. "Sie ist sehr scheu und still, weißt du?" setzte ich noch nachdenklich nach. Auch Rhian war sehr ähnlich gewesen, als sie hierher kam und es musste wohl bedrückend sein in eine fremde Welt geschickt zu werden zu fremden Menschen.
Trotzdem imponierte mir die Ruhe meiner Frau, die das Gesagte besonnen aufzunehmen schien. Das erleichterte mich sehr und ich ließ mich entspannt auf den Rücken rollen und musste ein Gähnen unterdrücken. Meine Augenlider waren so schwer, dass ich sie nach dem Liebesspiel kaum noch offen halten konnte. Ich hatte unser Bett wirklich vermisst nach endlosen Nächten in Kaschemmen, auf dem Waldboden in einer Bettrolle und bei den Pikten. Da waren die warmen Felle und die weiche Matratze und Kissen schon ein Segen der Götter, die den König der Brigantes in Windeseile ins Schlummerland brachten in dem Gewissen, dass man ihn zum Festessen schon wecken würde.
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03-17-2025, 05:56 PM,
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Rhian
» K ö n i g i n der Brigantes
  
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RE: Wiedersehen macht Freude?
Ihr Gemahl war so fürsorglich. So liebevoll und zärtlich. Und sie? Sie wich vor ihm zurück. Gab ihm somit Anlass nachzufragen, ob er ihr wehgetan hatte oder sie der Beischlaf schmerzte. Nein, keineswegs, würde Rhian am liebsten sagen. Doch schwieg sie. Lächelte ihren Gatten lediglich sanft an und strich Cahir eine seiner rostroten Strähnen aus der Stirn. “Nein Cahir. Es ist schon in Ordnung Ich bin nur ..etwas erschöpft. Unser Nachwuchs ist heute sehr rege.“ Sprach Rhian und griff nach Cahirs Hand, um sich diese vorsichtig auf ihren gewölbten Bauch zu betten. Allzu lange durfte es nicht mehr dauern und ihr Sohn oder Tochter würde das Licht der Welt erblicken. Wenn Rhian richtig gerechnet hatte, dann müsste es um die Zeit von Beltane sein. B e l t a n e. Bei dem Gedanken an das Fest der Sonne und der Fruchtbarkeit spürte Rhian wie sich das Kind in ihrem Leib stärker zu regen begann. Wie es zu treten schien. Beinahe so als wollte die Frucht ihres Leibes mitteilen, dass es lange genug in dieser Dunkelheit ausgeharrt hatte und nun endlich das Licht der Welt erblicken wollte.
“Mach dir keine Sorgen Cahir. Ich habe mich nicht überansprucht. Manchmal stellt sich das Gesicht auch einfach so ein. Doch die meiste Zeit kann ich es regulieren. Hast du meine Anwesenheit gespürt?“ Wollte Rhian mit ihrer sanften Stimme von Cahir wissen und ließ ihren Blick über das erschöpfte, wenngleich äußerst ansehnliche Gesicht des Briganten gleiten. “Ich habe dich gesehen. Wie du unter einer dunklen Gewitterwolke stehst. Dann ein Blitz und du warst verschwunden.“ Teilte Rhian ihre Vision mit Cahir, wobei der Ältere die Besorgnis durchaus im Gesicht der jungen Königin erkennen konnte. “Als ich noch an der Quelle war und im Wasserlesen ausgebildet wurde, habe ich dich in meiner ersten Vision gesehen. Wie du stolz dreinblicktest. Hinter dir stand eine weitere Frau mit einem Säugling auf dem Arm. Und an deiner Seite waren zwei Mädchen zu sehen.“ Erklärte Rhian ihre erste Vision und musterte Cahir mit einer steilen Falte zwischen ihren Augenbrauen. Jene Angespanntheit verflüchtigte sich dann auch schon, als sie von Cahir abermals näher gezogen wurde und seine sanfte Lippenberührung spürte. Wie sich ihre beiden Lippen trafen und Rhian sanfte Geräusche von sich zu geben begann. Sie begehrte ihn und hatte ihn so schrecklich vermisst.
Nachdem sich Rhian langsam aus dem Kuss löste, atmete sie tief durch und blickte auf Cahir hernieder. Seinen Worten schweigend lauschend. Natürlich hatte er die Tradition hier im Norden nicht brechen können, in dem er die Ehe mit der Piktin ausgeschlagen hatte. Dies verstand Rhian. Und dennoch spürte sie ein leises Gefühl von Eifersucht in sich empor kriechen. Welche Frau wäre nicht eifersüchtig, wenn der Gemahl mit einer anderen Dame nach Hause kehrte und diese als seine Nebenfrau präsentiere? “Du hast getan was du tun musstest Cahir.“ Antwortete Rhian äußerst diplomatisch. Ohne eine Spur der grüngesichtigen Eifersucht, die gerade dabei war ihre Krallen in Rhians Herz zu schlagen. “Es wäre mir lieb, wenn ich Alpia bereits eher kennen lernen könnte. Wenn sie deine Nebenfrau ist, möchte ich sie auch kennen lernen. Vielleicht könnten wir so etwas wie Schwestern werden.“ Ja, Schwestern. Denn Rhian fühlte sich hier oben im Norden an manchen Tagen sehr einsam. Zwar waren die Dienerinnen um sie herum und Brenna. Doch es war nicht das selbe, als sie noch an der Quelle gewohnt hatte. Umgeben von den Priesterinnen und jungen Novizinnen. Als Cahir meinte, dass seine Nebenfrau sehr scheu und still war, musste Rhian leise lächeln. “Erinnere dich, wie ich gewesen bin, als ich in Begleitung der Falken zu dir an den Hof kam. Ich bin an meinen Aufgaben gewachsen Cahir. Und dies wird auch mit Alpia geschehen.“ Voller Zuversicht sprach Rhian jene Worte aus. Als sie bei dem Gähnen ihres Gatten leise kichern musste. “Ruhe dich aus mein Gemahl. Ich werde über deinen Schlaf wachen.“ Sprach Rhian, beugte sich über Cahir und küsste ihn zärtlich. Bevor sie die Decke um ihn herum zupfte, wie sie es auch bei ihren Kindern machen würde. Schon lehnte sie sich mit dem Rücken gegen das Kopfteil, nachdem sie sich ein Kissen in den Rücken gestopft hatte, um sich bequemer anlehnen zu können.
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