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10-26-2026, 11:20 PM,
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RE: Porta der Villa Salvia
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Bei seinem alten Freund Falco ging Saturninus, nur von Sekretär Scaevus begleitet, persönlich vorbei. Falco war reich, sah gut aus und hatte keine abartigen Vorlieben, so etwas hätte sich in dieser kleinen Stadt schnell herum gesprochen. Es musste doch eine abnehmbare und standesgemäße Braut für einen solchen Junggesellen zu finden sein, dachte der Furius. Und wenn man die erst aus Rom importieren müsste, gab es für alle noch einen Aufschub. Saturninus ließ Scaevus an die Tür des berühmten Handelhauses anklopfen.
ADMINISTRATIO PROVINCIALIS BRITANNIAE
OFFICIUM LEGATI AUGUSTI PRO Praetore
An die Honoratioren und führenden Bürger der Civitas Iscalis
Zur persönlichen und unverzüglichen Kenntnisnahme
Gruss und Wohlergehen
Im Namen des Imperators, des Caesars Titus Flavius Domitianus Augustus
ergeht folgendes Dekret an alle ledigen Honoratioren der Stadt Iscalis:
Mit tiefem Befremden hat die kaiserliche Verwaltung festgestellt, dass
unter den Führenden unserer Provinzen, die dem Volk als leuchtendes
Beispiel voranzugehen haben, noch immer Männer von erheblichem Vermögen
und gesellschaftlichem Ansehen den heiligen Pflichten
des Ehestandes gemäß den augusteischen Gesetzen nicht nachgekommen
sind.
Ein solcher Zustand duldete der göttliche Augustus nicht,
und die neue Führung des Reiches duldet ihn erst recht nicht.
Auf kaiserlichen Befehl wird hiermit jeder ledige Honoratior
der Civitas aufgefordert, diesen Zustand unverzüglich zu beenden
und eine rechtmäßige Ehe einzugehen.
Sollte bis zum Ende diesen Jahres keine rechtmäßige Vermählung vollzogen
oder rechtskräftig initiiert worden sein, ergehen unweigerlich
folgende Strafen:
- Der Verlust der Ehre, als Honoratior der Stadt zu gelten.
Dies zieht den unwiderruflichen Ausschluss aus dem Rat der Stadt
und allen öffentlichen Ämtern nach sich.
- Die Auferlegung einer jährlichen Strafsteuer in Höhe von fünf Prozent
Eures registrierten Einkommens und Vermögens.
Diese Summe wird bis zur erfolgreichen Eheschließung unnachgiebig
durch die kaiserlichen Steuereintreiber eingezogen.
- Ein lebenslanges Verbot des Zutritts zu sämtlichen Rennbahnen und Circus
des Reiches. Den Betroffenen wird jedweder Zugang zu den Pferderennen verwehrt,
und es wird ihnen untersagt, Wetten zu platzieren oder als Patrone von Rennställen
aufzutreten.
Bringt also Eure Häuser in Ordnung und erfüllt Eure Pflicht gegenüber Rom.
Gegeben zu Londinium, im Officium des Statthalters, im Jahre I der Herrschaft des Domitianus Augustus
![[Bild: 3_19_10_26_3_46_06.png]](https://adlerchronik.de/gallery/3_19_10_26_3_46_06.png)
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10-27-2026, 01:30 PM,
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Hasani
Forenmitglied

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Beiträge: 18
Themen: 1
Registriert seit: Oct 2022
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RE: Porta der Villa Salvia
Hasani hieß den Ianitor sitzenbleiben, als er das Klopfen an der Pforte selbst vernahm. Er richtete seine Tunika noch einmal und begab sich selbst dorthin. Er fand, es war ein guter Ton, vom Majordomus selbst empfangen zu werden, wenn er dazu in der Lage war.
Als er öffnete, weiteten sich seine Augen überrascht. Die Rückkehr seines Herrn brachte mit einem Mal wieder illustre Gäste ins Haus.
"Ich grüße dich, edler Tiberius Furius Saturninus", sagte er und öffnete die Tür gleich ganz. Selbstverständlich wurde ein solcher Gast eingelassen. "Und du, Scaevus."
Der Sklave bekam von Hasani ein freundliches Nicken, ehe er ihm und dessen Herrn Platz machte. Einen vorbeikommenden Sklaven hieß er, ihren Dominus zu rufen und die Gäste anzukündigen.
"Wir hatten euer Kommen nicht erwartet. Darf ich dir einen Wein anbieten, Furius? Verdünnt, wie üblich?"
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10-28-2026, 07:56 PM,
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RE: Porta der Villa Salvia
Saturninus mochte Sklaven, die gleichermaßen tüchtig als auch gutaussehend waren; nur gutaussehend hätte er mit seinen finanziellen Grundsätzen nicht vereinbaren können; einzig ausländische Namen konnte er sich nicht merken:
" Asanius, richtig? Melde mich Deinem Herren und frage, ob er mich empfangen kann. Einen Wein nehme ich", er deutete mit den Fingern das Mischungsverhältnis an:
" In der Tat habe ich mich nicht angemeldet. Aber ich habe ein kaiserliches Dekret auszuhändigen, dessen Inhalt vielleicht ein wenig überraschend kommt"
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