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		<title><![CDATA[Forum - Casa Liciniana - Das Haus des Roten Mondes]]></title>
		<link>https://adlerchronik.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum - https://adlerchronik.de]]></description>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 03:24:38 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Gästezimmer]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=865</link>
			<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 17:50:14 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=73">Narcissus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=865</guid>
			<description><![CDATA[Einer der besseren Räume, mit Bett und Sitzpolstern. Die Schale auf dem niedrigen Tisch verströmt einen beruhigenden Duft und die Wände sind mit allerlei erotischen Motiven geschmückt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Einer der besseren Räume, mit Bett und Sitzpolstern. Die Schale auf dem niedrigen Tisch verströmt einen beruhigenden Duft und die Wände sind mit allerlei erotischen Motiven geschmückt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Ex-Schwager, der kein Schwager sein wollte - und kein Ex]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=835</link>
			<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 21:34:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=73">Narcissus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=835</guid>
			<description><![CDATA[Narcissus räumte Platz im Arbeitszimmer frei. Als Haushaltsvorstand hatte man (leider) mehr zu tun als herumzuvögeln und zu profitieren. Eben hatte er sich von Fenya und Panthea über einen sehr unliebsamen Kunden unterrichten lassen, den nun wohl ein Hausverbot erwartete. Das konnte Ärger geben, vor allem in einer kleinen Stadt wie dieser, doch als hochklassiges Haus mussten sie klar signalisieren, was die Männer durften und was nicht. <br />
Als er jedoch vom Besuch hörte, schob er den Gedanken beiseite. Er hatte Owain erst vor ein paar Tagen in dessen Haus aufgesucht und nun kam er schon wieder her? <br />
Ach je, sicher würde er sich über den Lehrjungen beschweren. Er hatte doch gewusst, es war eine miese Idee gewesen, nachdem Atreus abgesprungen war. Jetzt würde ihm der Kelte in den Ohren liegen, dass er ihm nie mehr vertrauen würde, nie auf ihn hätte hören dürfen, das übliche eben. Narcissus bereute es jetzt schon. Dabei hatte er wirklich nur behilflich sein wollen, immerhin waren Owain und er sowas wie Schwager. Ex-Schwager, im doppelten Sinne. Dem einen war die Frau, dem anderen die Quasi-Schwester abgehauen. <br />
Als er den Schmied empfing, nickte er ihm zum Gruß zu. <br />
"Salve, Owain. Freut mich, dass du hier bist. U-Und bevor du was sagst, ich kann's erklären! Hör zu, ich weiß, was du sagen willst, aber sei mir versichert, er wirkte wirklich hochmotiviert und was immer angestellt hat, ich ... Willst du was trinken?"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Narcissus räumte Platz im Arbeitszimmer frei. Als Haushaltsvorstand hatte man (leider) mehr zu tun als herumzuvögeln und zu profitieren. Eben hatte er sich von Fenya und Panthea über einen sehr unliebsamen Kunden unterrichten lassen, den nun wohl ein Hausverbot erwartete. Das konnte Ärger geben, vor allem in einer kleinen Stadt wie dieser, doch als hochklassiges Haus mussten sie klar signalisieren, was die Männer durften und was nicht. <br />
Als er jedoch vom Besuch hörte, schob er den Gedanken beiseite. Er hatte Owain erst vor ein paar Tagen in dessen Haus aufgesucht und nun kam er schon wieder her? <br />
Ach je, sicher würde er sich über den Lehrjungen beschweren. Er hatte doch gewusst, es war eine miese Idee gewesen, nachdem Atreus abgesprungen war. Jetzt würde ihm der Kelte in den Ohren liegen, dass er ihm nie mehr vertrauen würde, nie auf ihn hätte hören dürfen, das übliche eben. Narcissus bereute es jetzt schon. Dabei hatte er wirklich nur behilflich sein wollen, immerhin waren Owain und er sowas wie Schwager. Ex-Schwager, im doppelten Sinne. Dem einen war die Frau, dem anderen die Quasi-Schwester abgehauen. <br />
Als er den Schmied empfing, nickte er ihm zum Gruß zu. <br />
"Salve, Owain. Freut mich, dass du hier bist. U-Und bevor du was sagst, ich kann's erklären! Hör zu, ich weiß, was du sagen willst, aber sei mir versichert, er wirkte wirklich hochmotiviert und was immer angestellt hat, ich ... Willst du was trinken?"]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Feier im Atrium]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=826</link>
			<pubDate>Tue, 15 Oct 2024 15:11:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=73">Narcissus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=826</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=11875#pid11875" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
Frowin folgte jedem Wort seines Herrn, das er über den schönen Jüngling verlor, der bei jedem davon breiter lächelte. Und dann, mit Verblüffung, sah er wie der Furier auf die Knie ging, was dem Blonden natürlich sehr zu schmeicheln schien. Frowin selbst fand den Anblick sehr außergewöhnlich. Und vielleicht ein wenig erregend. Sollte er auch ...?<br />
Narcissus lachte. Es klang nicht böse oder hämisch. Es klang wunderschön. <br />
"Na toll. Ich wollte eigentlich Abrechnungen machen, aber nun muss ich mich wohl um meinen Lieblingskunden kümmern, wo du schon so schön bittest. Und um seinen unglaublichen jungen Freund."<br />
Frowin wurde rot. Der unglaubliche Freund, das war er!? Und jetzt... berührte ihn Narcissus noch. Lächelte. Oh, wie er lächelte. <br />
"Nun kommt schon, hier lang. Den Wein sollt ihr bekommen, aber es ist nur fair, wenn Saturninus ihn heute serviert, nicht wahr?"<br />
Er machte eine lockende Handgeste und deutete zu einer breiten Nische, von der aus man das übrige Treiben im Atrium sehen konnte und wo man doch etwas mehr Ruhe hatte. Narcissus setzte sich als erster auf das breite Polster, das neben ihnen sicher noch mehr Leuten Platz geboten hätte. Frowin setzte sich neben ihn, ließ sich dessen Spielen mit seinen roten Haaren gefallen. <br />
"Mein... Mein Dominus hatte gänzlich Recht mit dir", sagte er verdutzt. Narcissus zwinkerte ihm zu. <br />
"Ach, wirklich? Und was wirst du dann für mich tun?" Mit undurchdringlicher und doch belustigter Miene musterte er den Auriga. Und Frowin, so schön dösig und erregt wie er war, fiel nichts ein, was er nicht tun würde. <br />
"Alles", seufzte er.<br />
"Heh", machte Narcissus, kam ganz nah und hauchte einen Kuss auf seine Lippen. "Das nehme ich beim Wort... Das siehst du auch so, oder Saturninus? Glaub nicht, ich vergesse dich, mein schöner Furius! Seht, da kommt die Weinamphore. Lasst uns anstoßen."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=11875#pid11875" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a><br />
Frowin folgte jedem Wort seines Herrn, das er über den schönen Jüngling verlor, der bei jedem davon breiter lächelte. Und dann, mit Verblüffung, sah er wie der Furier auf die Knie ging, was dem Blonden natürlich sehr zu schmeicheln schien. Frowin selbst fand den Anblick sehr außergewöhnlich. Und vielleicht ein wenig erregend. Sollte er auch ...?<br />
Narcissus lachte. Es klang nicht böse oder hämisch. Es klang wunderschön. <br />
"Na toll. Ich wollte eigentlich Abrechnungen machen, aber nun muss ich mich wohl um meinen Lieblingskunden kümmern, wo du schon so schön bittest. Und um seinen unglaublichen jungen Freund."<br />
Frowin wurde rot. Der unglaubliche Freund, das war er!? Und jetzt... berührte ihn Narcissus noch. Lächelte. Oh, wie er lächelte. <br />
"Nun kommt schon, hier lang. Den Wein sollt ihr bekommen, aber es ist nur fair, wenn Saturninus ihn heute serviert, nicht wahr?"<br />
Er machte eine lockende Handgeste und deutete zu einer breiten Nische, von der aus man das übrige Treiben im Atrium sehen konnte und wo man doch etwas mehr Ruhe hatte. Narcissus setzte sich als erster auf das breite Polster, das neben ihnen sicher noch mehr Leuten Platz geboten hätte. Frowin setzte sich neben ihn, ließ sich dessen Spielen mit seinen roten Haaren gefallen. <br />
"Mein... Mein Dominus hatte gänzlich Recht mit dir", sagte er verdutzt. Narcissus zwinkerte ihm zu. <br />
"Ach, wirklich? Und was wirst du dann für mich tun?" Mit undurchdringlicher und doch belustigter Miene musterte er den Auriga. Und Frowin, so schön dösig und erregt wie er war, fiel nichts ein, was er nicht tun würde. <br />
"Alles", seufzte er.<br />
"Heh", machte Narcissus, kam ganz nah und hauchte einen Kuss auf seine Lippen. "Das nehme ich beim Wort... Das siehst du auch so, oder Saturninus? Glaub nicht, ich vergesse dich, mein schöner Furius! Seht, da kommt die Weinamphore. Lasst uns anstoßen."]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wie geht's weiter?]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=687</link>
			<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 20:13:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=73">Narcissus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=687</guid>
			<description><![CDATA[Narcissus wartete im Triclinum. Heute lächelte er nicht, war nicht aufreizend angezogen. In seiner Miene spiegelten sich Ernst, Sorge und auch ein wenig Traurigkeit. <br />
Aglaia war fort. Sie würde nie wiederkommen. Hatte nicht gewollt, dass er ihr folgte. In ihrem Bestreben hätte eine Bekanntschaft mit ihm sie nur behindert. Ihr geschadet. Sie opferte alles für ihre Tochter. Jedenfalls glaubte sie das. Ein wenig wütend war er auf sie. Und er bedauerte den armen Owain, dem er dies zu gern sagen wollte. Doch sollte er es wagen, wo doch Aglaia ihn hatte sitzenlassen?<br />
Nichtsdestotrotz war er Aglaias bester Freund und stand daher an ihrer Seite... Nun, hatte gestanden...<br />
Nun mussten sie sehen, wie es weiterging. Nachdem ihm Aglaia ihre Anteile überschrieben hatte, war sein Anteil am Besitz des Hauses nun der Größte. Olympias würde das vermutlich nicht gern sehen. Sie hatte ihn nie als Mitbesitzer betrachtet, wie es ihm vorgekommen war. Und nun besaß er mehr als sie. Natürlich hatte er nicht vor, einen Krieg anzufangen. Doch sie mussten klären, was nun war, sonst würde das Haus auseinanderbrechen. Die anderen Mädchen waren besorgt und er, früher Freund und Kollege, war jetzt quasi ihr Chef. <br />
<br />
Geladen hatte er Olympias und nach einiger Überlegung auch Kiki, die ihre beste Mitarbeiterin nach Aglaia gewesen war und nun gemeinsam mit ihm ordentlich Geld ins Haus brachte. Da sie keinen Hausanteil besaß, wollte er zumindest ihre Meinung als geschätzte Kollegin hören.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Narcissus wartete im Triclinum. Heute lächelte er nicht, war nicht aufreizend angezogen. In seiner Miene spiegelten sich Ernst, Sorge und auch ein wenig Traurigkeit. <br />
Aglaia war fort. Sie würde nie wiederkommen. Hatte nicht gewollt, dass er ihr folgte. In ihrem Bestreben hätte eine Bekanntschaft mit ihm sie nur behindert. Ihr geschadet. Sie opferte alles für ihre Tochter. Jedenfalls glaubte sie das. Ein wenig wütend war er auf sie. Und er bedauerte den armen Owain, dem er dies zu gern sagen wollte. Doch sollte er es wagen, wo doch Aglaia ihn hatte sitzenlassen?<br />
Nichtsdestotrotz war er Aglaias bester Freund und stand daher an ihrer Seite... Nun, hatte gestanden...<br />
Nun mussten sie sehen, wie es weiterging. Nachdem ihm Aglaia ihre Anteile überschrieben hatte, war sein Anteil am Besitz des Hauses nun der Größte. Olympias würde das vermutlich nicht gern sehen. Sie hatte ihn nie als Mitbesitzer betrachtet, wie es ihm vorgekommen war. Und nun besaß er mehr als sie. Natürlich hatte er nicht vor, einen Krieg anzufangen. Doch sie mussten klären, was nun war, sonst würde das Haus auseinanderbrechen. Die anderen Mädchen waren besorgt und er, früher Freund und Kollege, war jetzt quasi ihr Chef. <br />
<br />
Geladen hatte er Olympias und nach einiger Überlegung auch Kiki, die ihre beste Mitarbeiterin nach Aglaia gewesen war und nun gemeinsam mit ihm ordentlich Geld ins Haus brachte. Da sie keinen Hausanteil besaß, wollte er zumindest ihre Meinung als geschätzte Kollegin hören.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Abreise von Liciniana Aglaia]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=677</link>
			<pubDate>Sat, 30 Mar 2024 12:13:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=677</guid>
			<description><![CDATA[All meine Sachen waren gepackt und der Wagen stand bereit. Ich hatte mich nicht großartig von den Menschen verabschiedet. Ich hasste Abschiede. Von Narcissus hatte ich mich verabschiedet, und auch von Kiki. Egon hatte ich einmal sehr lange gedrückt und ihm für alles, was er für mich getan hatte, gedankt. Und ich war kurz bei meinem Großvater, auch wenn ich nicht glaubte, dass er ernsthaft mitbekam, dass ich da war. Ich glaubte, dass es bei ihm langsam aber sicher dem Ende zuging.<br />
Und das war’s. Die Sklaven, die meine Mutter angeschleppt hatte, kannte ich nicht und mit meiner Mutter wollte ich nach wie vor nicht reden. Und ich hatte so das Gefühl, dass ihr das auch ziemlich egal war.<br />
<br />
<br />
Nungut. Der Fahrer der gemieteten Kutsche hatte meine schwere Truhe aufgeladen und wartete draußen bei seinem Gefährt. Ich ließ die Amme zuerst einsteigen und übergab ihr meine Tochter, ehe auch ich mich in den Gästebereich setzte. Es würde eine lange Fahrt werden, fünf Tage ungefähr, und ich würde ordentlich durchgeschüttelt sein, aber es gab eben keine bequeme Art, zu reisen. Und trotzdem war es verdammt teuer. Aber ich hatte genug Geld dafür. Dafür, und für eine schöne Wohnung in Londinium. Ich brauchte das hier nicht, sagte ich mir immer wieder. Sollten sich die Männer doch etwas neues suchen, worum sie sich streiten konnten. Etwas neues, das sie einfach nur besitzen wollten, einsperren und beherrschen. Aber ich würde nicht länger als Spielball ihrer Launen herhalten.<br />
<br />
<br />
Und so verließ ich Iscalis, ohne noch einmal zurück zu blicken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[All meine Sachen waren gepackt und der Wagen stand bereit. Ich hatte mich nicht großartig von den Menschen verabschiedet. Ich hasste Abschiede. Von Narcissus hatte ich mich verabschiedet, und auch von Kiki. Egon hatte ich einmal sehr lange gedrückt und ihm für alles, was er für mich getan hatte, gedankt. Und ich war kurz bei meinem Großvater, auch wenn ich nicht glaubte, dass er ernsthaft mitbekam, dass ich da war. Ich glaubte, dass es bei ihm langsam aber sicher dem Ende zuging.<br />
Und das war’s. Die Sklaven, die meine Mutter angeschleppt hatte, kannte ich nicht und mit meiner Mutter wollte ich nach wie vor nicht reden. Und ich hatte so das Gefühl, dass ihr das auch ziemlich egal war.<br />
<br />
<br />
Nungut. Der Fahrer der gemieteten Kutsche hatte meine schwere Truhe aufgeladen und wartete draußen bei seinem Gefährt. Ich ließ die Amme zuerst einsteigen und übergab ihr meine Tochter, ehe auch ich mich in den Gästebereich setzte. Es würde eine lange Fahrt werden, fünf Tage ungefähr, und ich würde ordentlich durchgeschüttelt sein, aber es gab eben keine bequeme Art, zu reisen. Und trotzdem war es verdammt teuer. Aber ich hatte genug Geld dafür. Dafür, und für eine schöne Wohnung in Londinium. Ich brauchte das hier nicht, sagte ich mir immer wieder. Sollten sich die Männer doch etwas neues suchen, worum sie sich streiten konnten. Etwas neues, das sie einfach nur besitzen wollten, einsperren und beherrschen. Aber ich würde nicht länger als Spielball ihrer Launen herhalten.<br />
<br />
<br />
Und so verließ ich Iscalis, ohne noch einmal zurück zu blicken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Saturninus für Aglaia - Besuch der jungen Mutter]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=660</link>
			<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 18:55:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=660</guid>
			<description><![CDATA[Saturninus hatte mich über Kiki um ein Treffen gebeten und ich hatte für den heutigen Tag zugestimmt, da ich ihn nicht einfach ignorieren konnte und er auch durchaus wissen sollte, was ich davon hielt, dass er versuchte, sich zwischen mich und Owain zu drängen. Und die Sache mit Narcissus. Und überhaupt.<br />
<br />
<br />
Nunja, aber heute war der Tag. Zum Glück hatte ich inzwischen endlich eine Amme. Meine armen Brustwarzen waren deshalb sehr, sehr dankbar, auch wenn es eine Sklavin war und ich es bisher nicht übers Herz gebracht hatte, sie zu fragen, was mit ihrem eigenen Kind geschehen war. Ich mochte es nicht, jemanden zu zwingen, eine Arbeit zu machen, wie das bei Sklaverei eben nunmal war, aber ich hatte die Amme gebraucht, da mein Körper diese ganze Stillerei sicher nicht länger mitmachte, ohne dass ich wahnsinnig werden würde.<br />
<br />
<br />
Um ein wenig die Überbleibsel der Schwangerschaft zu kaschieren, trug ich ein etwas weiteres und verdeckenderes Kleid aus ägyptischer Baumwolle über einer Untertunika aus Seide. Mein Haar hatte ich mir auf die Art frisiert, dass es einfach aussah, aber nicht zu einfach, und ich trug nur ein paar meiner Armreife mit den Granatsteinen und Lapislazulia als Schmuck. Saturninus sollte nicht denken, dass ich mich für ihn hübsch machen würde, allerdings sollte er auch nicht denken, dass ich jetzt eine biedere Matrona war. Er sollte wissen, was er verlor und wer sauer auf ihn war.<br />
<br />
<br />
Und so hatte ich den Tag weitestgehend mit meiner Tochter und lesend verbracht, bis Egon schließlich am Eingang laut genug den Gast begrüßte, dass ich es mitbekam. Ich schickte die Amme mit meiner Tochter weg in den hinteren Bereich des Hauses und machte es mir auf einem der Liegesofas etwas bequem.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ah, Furius Saturninus“</span>, grüßte ich freundlich, aber nicht wie sonst ihm entgegenkommend oder gar Küsschen verteilend. Dafür hatte er jetzt Kiki. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Kiki sagte mir, dass du mich gerne sehen wolltest. Setz dich doch“</span> bot ich ihm einen Platz auf dem benachbarten Liegesofa an. Ja, ich wartete mit der Schlachtung des Opferlammes bis zum richtigen Zeitpunkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Saturninus hatte mich über Kiki um ein Treffen gebeten und ich hatte für den heutigen Tag zugestimmt, da ich ihn nicht einfach ignorieren konnte und er auch durchaus wissen sollte, was ich davon hielt, dass er versuchte, sich zwischen mich und Owain zu drängen. Und die Sache mit Narcissus. Und überhaupt.<br />
<br />
<br />
Nunja, aber heute war der Tag. Zum Glück hatte ich inzwischen endlich eine Amme. Meine armen Brustwarzen waren deshalb sehr, sehr dankbar, auch wenn es eine Sklavin war und ich es bisher nicht übers Herz gebracht hatte, sie zu fragen, was mit ihrem eigenen Kind geschehen war. Ich mochte es nicht, jemanden zu zwingen, eine Arbeit zu machen, wie das bei Sklaverei eben nunmal war, aber ich hatte die Amme gebraucht, da mein Körper diese ganze Stillerei sicher nicht länger mitmachte, ohne dass ich wahnsinnig werden würde.<br />
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Um ein wenig die Überbleibsel der Schwangerschaft zu kaschieren, trug ich ein etwas weiteres und verdeckenderes Kleid aus ägyptischer Baumwolle über einer Untertunika aus Seide. Mein Haar hatte ich mir auf die Art frisiert, dass es einfach aussah, aber nicht zu einfach, und ich trug nur ein paar meiner Armreife mit den Granatsteinen und Lapislazulia als Schmuck. Saturninus sollte nicht denken, dass ich mich für ihn hübsch machen würde, allerdings sollte er auch nicht denken, dass ich jetzt eine biedere Matrona war. Er sollte wissen, was er verlor und wer sauer auf ihn war.<br />
<br />
<br />
Und so hatte ich den Tag weitestgehend mit meiner Tochter und lesend verbracht, bis Egon schließlich am Eingang laut genug den Gast begrüßte, dass ich es mitbekam. Ich schickte die Amme mit meiner Tochter weg in den hinteren Bereich des Hauses und machte es mir auf einem der Liegesofas etwas bequem.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ah, Furius Saturninus“</span>, grüßte ich freundlich, aber nicht wie sonst ihm entgegenkommend oder gar Küsschen verteilend. Dafür hatte er jetzt Kiki. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Kiki sagte mir, dass du mich gerne sehen wolltest. Setz dich doch“</span> bot ich ihm einen Platz auf dem benachbarten Liegesofa an. Ja, ich wartete mit der Schlachtung des Opferlammes bis zum richtigen Zeitpunkt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Saturninus für Kiki II]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=625</link>
			<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 15:53:03 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=110">Kiki</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=625</guid>
			<description><![CDATA[Egon hatte mir gesagt, dass Furius Saturninus gerade gekommen war. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. Denn ganz ehrlich, der Kerl war in der ganzen Zeit, in der unser Vertrag lief, nie gekommen. Ich hatte schon den verdacht, dass er einfach zu den Kerlen gehörte, die schöne Dinge gerne besaßen, aber gar nicht vorhatten, sie zu benutzen. Ganz im ernst, wenn das so weiterging, konnte ich in ein oder zwei Monaten meine Jungfräulichkeit neu verkaufen. Ich hätte nie gedacht, dass mir Sex irgendwann mal tatsächlich fehlen könnte, aber so war es. Und ich überlegte ernsthaft, den Vertrag zu kündigen, eben deshalb. Und ich vermutete fast, dass Furius Saturninus aus dem gleichen Grund heute hier war. Naja, zumindest machte ich mich darauf gefasst, da er bislang wirklich sehr wenig Zuneigung zu mir gezeigt hatte. Ich meine, gut, ich war sein Ersatz, weil er Aglaia gerade nicht haben konnte oder wollte. Aber eigentlich hatte ich schon gehofft, ihn davon überzeugen zu können, mehr als ein Ersatz zu sein. Nur ging das nicht, wenn er mir dazu keine Chance gab. Und jetzt, nachdem seine Frau niedergekommen war und er sicher bald nachlegen wollte, um einen Jungen zu zeugen, würde das wohl nicht mehr werden.<br />
<br />
<br />
Nun, egal, so oder so begab ich mich aus meinem Zimmer hinaus ins Atrium. Eigentlich bevorzugte ich Seide und fließende Stoffe, aber es war Winter und auch im Haus trotz Heizung natürlich recht frisch, weshalb die Seide schön in der Truhe blieb. Ich trug also hellgrün gefärbte, feine Wolle und nur ganz wenig Schmuck, dazu meine weichen Hausschuhe. Für meine Verhältnisse war das schon geradezu bieder und bodenständig. Aber man konnte ja nicht immer herumlaufen wie ein Werbegraffitti. Wir waren schließlich keine billigen Zwei-As-Huren, die Winter wie Sommer halb nackt herumliefen.<br />
<br />
<br />
Ich begrüßte Saturninus mit einem freudigen Lächeln, als wäre überhaupt nichts gewesen und als würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen, dass er mich abservieren könnte oder dergleichen, und kam mit federndem Schritt auf ihn zugesprungen, um ihn freudig zu umarmen und ihm einen leichten Kuss aufzudrücken. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">“Du kommst mich besuchen! Oh, ich freue mich. Ich hab schon gedacht, ich hätte dich verärgert!“</span></span>, meinte ich mit meinem besten, unschuldig-entsetzten Blick zu ihm. Denn er sollte definitiv mitbekommen, dass ich seine lange Abwesenheit durchaus bemerkt hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Egon hatte mir gesagt, dass Furius Saturninus gerade gekommen war. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört. Denn ganz ehrlich, der Kerl war in der ganzen Zeit, in der unser Vertrag lief, nie gekommen. Ich hatte schon den verdacht, dass er einfach zu den Kerlen gehörte, die schöne Dinge gerne besaßen, aber gar nicht vorhatten, sie zu benutzen. Ganz im ernst, wenn das so weiterging, konnte ich in ein oder zwei Monaten meine Jungfräulichkeit neu verkaufen. Ich hätte nie gedacht, dass mir Sex irgendwann mal tatsächlich fehlen könnte, aber so war es. Und ich überlegte ernsthaft, den Vertrag zu kündigen, eben deshalb. Und ich vermutete fast, dass Furius Saturninus aus dem gleichen Grund heute hier war. Naja, zumindest machte ich mich darauf gefasst, da er bislang wirklich sehr wenig Zuneigung zu mir gezeigt hatte. Ich meine, gut, ich war sein Ersatz, weil er Aglaia gerade nicht haben konnte oder wollte. Aber eigentlich hatte ich schon gehofft, ihn davon überzeugen zu können, mehr als ein Ersatz zu sein. Nur ging das nicht, wenn er mir dazu keine Chance gab. Und jetzt, nachdem seine Frau niedergekommen war und er sicher bald nachlegen wollte, um einen Jungen zu zeugen, würde das wohl nicht mehr werden.<br />
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Nun, egal, so oder so begab ich mich aus meinem Zimmer hinaus ins Atrium. Eigentlich bevorzugte ich Seide und fließende Stoffe, aber es war Winter und auch im Haus trotz Heizung natürlich recht frisch, weshalb die Seide schön in der Truhe blieb. Ich trug also hellgrün gefärbte, feine Wolle und nur ganz wenig Schmuck, dazu meine weichen Hausschuhe. Für meine Verhältnisse war das schon geradezu bieder und bodenständig. Aber man konnte ja nicht immer herumlaufen wie ein Werbegraffitti. Wir waren schließlich keine billigen Zwei-As-Huren, die Winter wie Sommer halb nackt herumliefen.<br />
<br />
<br />
Ich begrüßte Saturninus mit einem freudigen Lächeln, als wäre überhaupt nichts gewesen und als würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen, dass er mich abservieren könnte oder dergleichen, und kam mit federndem Schritt auf ihn zugesprungen, um ihn freudig zu umarmen und ihm einen leichten Kuss aufzudrücken. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">“Du kommst mich besuchen! Oh, ich freue mich. Ich hab schon gedacht, ich hätte dich verärgert!“</span></span>, meinte ich mit meinem besten, unschuldig-entsetzten Blick zu ihm. Denn er sollte definitiv mitbekommen, dass ich seine lange Abwesenheit durchaus bemerkt hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Weniger romantisch als gedacht - der Nachwuchs kommt]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=617</link>
			<pubDate>Mon, 01 Jan 2024 16:28:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=617</guid>
			<description><![CDATA[Oh, verdammte Scheiße, ich würde ihn umbringen! Ich würde ihm das blöde Ding abreißen und nie, nie wieder auch nur ansatzweise so etwas blödes tun, wie mit ihm zu schlafen, wenn dabei sowas raus kam! Ich würde…<br />
<br />
<br />
Die nächste Wehe erfasste mich und ließ mich wimmernd in die Knie gehen, während ich versuchte, diese verdammten Schmerzen wegzuatmen. Ich war ja nicht zimperlich und hatte in meinem Leben schon einige Schmerzen ausstehen müssen, aber das hier war schlimmer. Ich hatte das Gefühl, als würde ich von innen nach außen heraus auseinandergerissen und aufgebrochen. Von den ganzen anderen, ekligen Sachen, die mein Körper die letzte halbe Stunde so getan hatte, ganz zu schweigen.<br />
<br />
<br />
Es hatte ja ganz harmlos angefangen. Ich hatte unruhig geschlafen, weil ich immer wieder dieses elende Ziehen gespürt hatte, das seit Tagen mein ständiger Begleiter war. Irgendwann vor Sonnenaufgang war ich aufgestanden und hatte auf einmal das dringende Bedürfnis verspürt, nochmal zu putzen. Also hatte ich mein Zimmer gefegt, die Öllampen aufgefüllt, die Bettdecke gewechselt und überlegt, neues Stroh in die Matratze zu besorgen, sobald der Markt mal öffnen würde, als auf einmal diese verdammten Schmerzen angefangen hatten. Ich meine, ich hatte die meiste Zeit zur Zeit schmerzen, aber auf einmal hatte es so richtig angefangen, in den Rücken rauf zu ziehen und im Bauch zu krampfen, so dass mir schon schwindelig wurde.<br />
Und naja, ab da an ging es steil bergab. Die Krämpfe kamen immer regelmäßiger, meine Laune wurde immer gewalttätiger und ich unruhiger, und schließlich platzte meine Fruchtblase, so dass ich erstmal dachte, ich hätte mich vollgepinkelt. Das hatte ich da aber nicht. Noch nicht.<br />
<br />
<br />
Die ganzen, sehr unappetitlichen Details, die ich so bald wie möglich vergessen wollte, außen vorgelassen war es also jetzt so weit, dass zwei Hebammen um mich herumschwärmten und mich abwechselnd dazu anhielten, noch etwas zu laufen, oder doch mich auf so einen erbärmlich niedrigen Hocker zu setzen, um das ganze voranzubringen, während das restliche Haus eben jenes für heute abgesperrt hatte und mir wohlweißlich sehr aus dem Weg ging.<br />
Grade veratmete ich wieder so eine verfluchte Wehe, während ich vor mich hinjammerte, welche Grausamkeiten ich alles meinem Mann anzutun gedachte, sollte er jemals wieder auch nur in die Nähe meiner Fortpflanzungsorgane kommen. <br />
<br />
<br />
Warum hatte ich mich nur darauf eingelassen? Und viel wichtigere Frage: Warum gab es Frauen, die sowas tatsächlich mehrmals mitmachten? Einmal, ja, da konnte man Unwissenheit unterstellen. Aber mehrfach? Die mussten komplett verrückt sein. Nein, auf keinen Fall würde ich….<br />
<br />
<br />
Nicht mal Denken war bei der nächsten Wehe möglich. Und verdammt, mir war so heiß und ich schwitzte wie ein Rennpferd. Die Hebammen bugsierten mich zu diesem lächerlichen Stühlchen, das sie dabei hatten, und ließen mich tief in der Hocke darauf sitzen, während ich mich in ihre Arme krallte. Auch wenn sie mich nicht dazu aufgefordert hätten, zu pressen, hätte ich jetzt damit angefangen. Ging nicht anders. Entweder pressen, oder platzen, das waren meine Möglichkeiten. Also presste ich, so gut es ging, und hoffte, dass dieses unappetitliche Kapitel bald vorüber wäre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Oh, verdammte Scheiße, ich würde ihn umbringen! Ich würde ihm das blöde Ding abreißen und nie, nie wieder auch nur ansatzweise so etwas blödes tun, wie mit ihm zu schlafen, wenn dabei sowas raus kam! Ich würde…<br />
<br />
<br />
Die nächste Wehe erfasste mich und ließ mich wimmernd in die Knie gehen, während ich versuchte, diese verdammten Schmerzen wegzuatmen. Ich war ja nicht zimperlich und hatte in meinem Leben schon einige Schmerzen ausstehen müssen, aber das hier war schlimmer. Ich hatte das Gefühl, als würde ich von innen nach außen heraus auseinandergerissen und aufgebrochen. Von den ganzen anderen, ekligen Sachen, die mein Körper die letzte halbe Stunde so getan hatte, ganz zu schweigen.<br />
<br />
<br />
Es hatte ja ganz harmlos angefangen. Ich hatte unruhig geschlafen, weil ich immer wieder dieses elende Ziehen gespürt hatte, das seit Tagen mein ständiger Begleiter war. Irgendwann vor Sonnenaufgang war ich aufgestanden und hatte auf einmal das dringende Bedürfnis verspürt, nochmal zu putzen. Also hatte ich mein Zimmer gefegt, die Öllampen aufgefüllt, die Bettdecke gewechselt und überlegt, neues Stroh in die Matratze zu besorgen, sobald der Markt mal öffnen würde, als auf einmal diese verdammten Schmerzen angefangen hatten. Ich meine, ich hatte die meiste Zeit zur Zeit schmerzen, aber auf einmal hatte es so richtig angefangen, in den Rücken rauf zu ziehen und im Bauch zu krampfen, so dass mir schon schwindelig wurde.<br />
Und naja, ab da an ging es steil bergab. Die Krämpfe kamen immer regelmäßiger, meine Laune wurde immer gewalttätiger und ich unruhiger, und schließlich platzte meine Fruchtblase, so dass ich erstmal dachte, ich hätte mich vollgepinkelt. Das hatte ich da aber nicht. Noch nicht.<br />
<br />
<br />
Die ganzen, sehr unappetitlichen Details, die ich so bald wie möglich vergessen wollte, außen vorgelassen war es also jetzt so weit, dass zwei Hebammen um mich herumschwärmten und mich abwechselnd dazu anhielten, noch etwas zu laufen, oder doch mich auf so einen erbärmlich niedrigen Hocker zu setzen, um das ganze voranzubringen, während das restliche Haus eben jenes für heute abgesperrt hatte und mir wohlweißlich sehr aus dem Weg ging.<br />
Grade veratmete ich wieder so eine verfluchte Wehe, während ich vor mich hinjammerte, welche Grausamkeiten ich alles meinem Mann anzutun gedachte, sollte er jemals wieder auch nur in die Nähe meiner Fortpflanzungsorgane kommen. <br />
<br />
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Warum hatte ich mich nur darauf eingelassen? Und viel wichtigere Frage: Warum gab es Frauen, die sowas tatsächlich mehrmals mitmachten? Einmal, ja, da konnte man Unwissenheit unterstellen. Aber mehrfach? Die mussten komplett verrückt sein. Nein, auf keinen Fall würde ich….<br />
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Nicht mal Denken war bei der nächsten Wehe möglich. Und verdammt, mir war so heiß und ich schwitzte wie ein Rennpferd. Die Hebammen bugsierten mich zu diesem lächerlichen Stühlchen, das sie dabei hatten, und ließen mich tief in der Hocke darauf sitzen, während ich mich in ihre Arme krallte. Auch wenn sie mich nicht dazu aufgefordert hätten, zu pressen, hätte ich jetzt damit angefangen. Ging nicht anders. Entweder pressen, oder platzen, das waren meine Möglichkeiten. Also presste ich, so gut es ging, und hoffte, dass dieses unappetitliche Kapitel bald vorüber wäre.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Furius Saturninus zu Gast - für Kiki]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=546</link>
			<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 16:57:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=110">Kiki</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=546</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=7259#pid7259" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Ich hatte den gesamten Vormittag geschlafen, oder es zumindest versucht. Das war nicht so einfach, wie es sich anhörte, denn auch ich schlief eigentlich lieber nachts, wie wohl jeder normale Mensch. Aber der Duumvir hatte eine Festgesellschaft gegeben, und es war spät geworden, und als ich zurück gekommen war, hatte die Neue mich genervt und mit Fragen gelöchert, die ich nicht beantworten wollte. Überhaupt gefiel mir nach wie vor nicht, dass sie mir über die Schulter schauen sollte. Ich gab meine Geheimnisse nicht preis, ich hatte zu hart dafür gearbeitet.<br />
<br />
<br />
Später hatte ich gebadet und mich wieder einmal geärgert, dass die Thermen keinen Frauenbereich hatten. Was wäre das schön, dort zu lauschen, während sich die feinen Damen das Maul über mich und meinesgleichen zerrissen? Hach, das fehlte mir so ein wenig aus Rom, gab ich zu.<br />
Ich war fertig gebadet, eingecremt und hatte mich gerade für hellgrüne Seide entschieden, in die ich schlüpfte, als Egon hereinkam und meinte, Furius Saturninus wollte zu mir. Zu <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">mir</span>. Nicht zu Aglaia. Nicht zu Narcissus. Zu <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">mir</span>. Oha.<br />
Ich nickte kurz und machte mich fertig. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich gerade Aglaia einen Kunden weggeschnappt hatte, aber das war ein Gedanke für einen anderen Tag. Erst einmal musste cih mich auf den Besuch jetzt konzentrieren.<br />
<br />
<br />
Ich ging also in das Atrium, um dort den Patrizier zu empfangen. Ich sah ihn auch gleich – so sehr verstecken konnte man sich hier trotz der wehenden Seidenschals und der Statuen nicht wirklich – und kam mit unschuldigem Lächeln auf ihn zu. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">“Oh, Furius Saturninus! Schön, dass du uns wieder besuchen kommst! Egon sagte, du willst mich sehen, aber das konnte ich fast gar nicht glauben!“</span></span><br />
Ich kam einfach immer weiter auf ihn zu und stellte mich zuletzt kurz auf meine Zehenspitzen, um ihm einen kleinen, unschuldigen Kuss auf die Wange zu hauchen, als wäre er ein alter Freund der Familie oder ein Verwandter. Immerhin sollte er sich hier ganz wie zuhause und willkommen fühlen. Und ich konnte das so machen, dass es vollkommen unschuldig wirkte und nicht wie Berechnung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=7259#pid7259" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
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Ich hatte den gesamten Vormittag geschlafen, oder es zumindest versucht. Das war nicht so einfach, wie es sich anhörte, denn auch ich schlief eigentlich lieber nachts, wie wohl jeder normale Mensch. Aber der Duumvir hatte eine Festgesellschaft gegeben, und es war spät geworden, und als ich zurück gekommen war, hatte die Neue mich genervt und mit Fragen gelöchert, die ich nicht beantworten wollte. Überhaupt gefiel mir nach wie vor nicht, dass sie mir über die Schulter schauen sollte. Ich gab meine Geheimnisse nicht preis, ich hatte zu hart dafür gearbeitet.<br />
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Später hatte ich gebadet und mich wieder einmal geärgert, dass die Thermen keinen Frauenbereich hatten. Was wäre das schön, dort zu lauschen, während sich die feinen Damen das Maul über mich und meinesgleichen zerrissen? Hach, das fehlte mir so ein wenig aus Rom, gab ich zu.<br />
Ich war fertig gebadet, eingecremt und hatte mich gerade für hellgrüne Seide entschieden, in die ich schlüpfte, als Egon hereinkam und meinte, Furius Saturninus wollte zu mir. Zu <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">mir</span>. Nicht zu Aglaia. Nicht zu Narcissus. Zu <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">mir</span>. Oha.<br />
Ich nickte kurz und machte mich fertig. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich gerade Aglaia einen Kunden weggeschnappt hatte, aber das war ein Gedanke für einen anderen Tag. Erst einmal musste cih mich auf den Besuch jetzt konzentrieren.<br />
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Ich ging also in das Atrium, um dort den Patrizier zu empfangen. Ich sah ihn auch gleich – so sehr verstecken konnte man sich hier trotz der wehenden Seidenschals und der Statuen nicht wirklich – und kam mit unschuldigem Lächeln auf ihn zu. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #9a00b2;" class="mycode_color">“Oh, Furius Saturninus! Schön, dass du uns wieder besuchen kommst! Egon sagte, du willst mich sehen, aber das konnte ich fast gar nicht glauben!“</span></span><br />
Ich kam einfach immer weiter auf ihn zu und stellte mich zuletzt kurz auf meine Zehenspitzen, um ihm einen kleinen, unschuldigen Kuss auf die Wange zu hauchen, als wäre er ein alter Freund der Familie oder ein Verwandter. Immerhin sollte er sich hier ganz wie zuhause und willkommen fühlen. Und ich konnte das so machen, dass es vollkommen unschuldig wirkte und nicht wie Berechnung.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Rückkehr aus Londinium]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=487</link>
			<pubDate>Sat, 29 Jul 2023 15:48:43 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=74">Liciniana Olympias</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=487</guid>
			<description><![CDATA[Ich war einige Wochen weg gewesen, in denen ich mir fieberhaft den Kopf über Aglaias Schwangerschaft zerbrach. Mittlerweile würde es wahrscheinlich für Kräuter zu spät sein, falls Aglaia das doch noch erwog. Ich hoffte wirklich, dass die Zeit vielleicht etwas geändert hatte, aber so stur und eigensinnig wie meine Tochter war, war das nur Wunschdenken. Ich war daher wahrscheinlich genau so angespannt wie meine zwei Reisegefährtinnen, die ich aus Londinium mit hierher gebracht hatte. Mein Blick wanderte über die beiden hübschen Schwestern, die dem Betrieb hoffentlich einiges einbringen würden in der Zukunft. <br />
<br />
Panthea war neunzehn Jahre alt und daher im besten Alter um gut zu verdienen und ihre Schwester Yasmin war momentan zwölf Jahre. In ein, zwei Jahren könnte man sie eventuell auch in den Betrieb eingliedern - je nachdem wie das Wachstum ihres Körpers aussah. Diese Mädchen aus Parthia sahen besonders zierlich aus und waren beide nicht sehr hoch gewachsen. Ich hatte ein halbes Vermögen aus meinem Privatvorrat ausgegeben um die Schwestern frei zu kaufen, die eigentlich zu dritt hätten sein sollen. Die mittlere Schwester erlag anscheinend irgendeinem Fieber auf der langen Reise mit einer der Handelskarawanen, die Seide aus Asia über Parthia ins römische Reich bringen. <br />
<br />
Als der Wagen endlich zum Stehen kam vor dem Haus des Roten Mondes, stieg ich als erste aus und wurde von unserer alten Köchin und Haushälterin begrüßt, die ich drückte. Auch wenn ich angespannt war, so war ich froh den schaukelnden Wagen mit den fast schon ein wenig ängstlichen Mädchen zu entkommen. Da es bereits Mittag war, sollten auch die Mädchen bereits alle wach sein und ich bat Emma, dass sie mir Kiki schickte, während ich schon einmal das Gepäck fürs Abladen vor sortierte. Ich hatte nicht nur Panthea und Yasmin mitgebracht, sondern auch noch einige Ballen feiner Stoffe aus Italia und auch ein wenig Seide für die Mädchen sowie andere Gebrauchsgegenstände, die hier schwer zu bekommen waren und natürlich einen neuen Vorrat an Glechium.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich war einige Wochen weg gewesen, in denen ich mir fieberhaft den Kopf über Aglaias Schwangerschaft zerbrach. Mittlerweile würde es wahrscheinlich für Kräuter zu spät sein, falls Aglaia das doch noch erwog. Ich hoffte wirklich, dass die Zeit vielleicht etwas geändert hatte, aber so stur und eigensinnig wie meine Tochter war, war das nur Wunschdenken. Ich war daher wahrscheinlich genau so angespannt wie meine zwei Reisegefährtinnen, die ich aus Londinium mit hierher gebracht hatte. Mein Blick wanderte über die beiden hübschen Schwestern, die dem Betrieb hoffentlich einiges einbringen würden in der Zukunft. <br />
<br />
Panthea war neunzehn Jahre alt und daher im besten Alter um gut zu verdienen und ihre Schwester Yasmin war momentan zwölf Jahre. In ein, zwei Jahren könnte man sie eventuell auch in den Betrieb eingliedern - je nachdem wie das Wachstum ihres Körpers aussah. Diese Mädchen aus Parthia sahen besonders zierlich aus und waren beide nicht sehr hoch gewachsen. Ich hatte ein halbes Vermögen aus meinem Privatvorrat ausgegeben um die Schwestern frei zu kaufen, die eigentlich zu dritt hätten sein sollen. Die mittlere Schwester erlag anscheinend irgendeinem Fieber auf der langen Reise mit einer der Handelskarawanen, die Seide aus Asia über Parthia ins römische Reich bringen. <br />
<br />
Als der Wagen endlich zum Stehen kam vor dem Haus des Roten Mondes, stieg ich als erste aus und wurde von unserer alten Köchin und Haushälterin begrüßt, die ich drückte. Auch wenn ich angespannt war, so war ich froh den schaukelnden Wagen mit den fast schon ein wenig ängstlichen Mädchen zu entkommen. Da es bereits Mittag war, sollten auch die Mädchen bereits alle wach sein und ich bat Emma, dass sie mir Kiki schickte, während ich schon einmal das Gepäck fürs Abladen vor sortierte. Ich hatte nicht nur Panthea und Yasmin mitgebracht, sondern auch noch einige Ballen feiner Stoffe aus Italia und auch ein wenig Seide für die Mädchen sowie andere Gebrauchsgegenstände, die hier schwer zu bekommen waren und natürlich einen neuen Vorrat an Glechium.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Furius Saturninus zu Gast - freundschaftlicher Beistand]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=480</link>
			<pubDate>Mon, 17 Jul 2023 15:03:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=480</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=6071#pid6071" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Egino hatte mir Bescheid gegeben, dass Saturninus gekommen war. Ich hatte so schnell gar nicht mit ihm gerechnet, aber es freute mich sehr. Owain war schon wieder in seiner Schmiede für den Tag und ich hatte eigentlich bislang nur versucht, durch die Aufzeichnungen von Olympias – die als Mutter zu bezeichnen ich mich nun weigerte – durchzublicken. Aber so wirklich konnte ich den langen Reihen von Zahlen wenig Sinn entnehmen, was frustrierend war. Ich wollte unbedingt unsere Finanzen trennen, um zu verhindern, dass sie mich weiter ausnutzte, und auch, um die anderen davor zu schützen. Aber dafür musste ich zunächst einmal verstehen, was da auf dem Papier eigentlich stand.<br />
<br />
<br />
Ich verstaute die Schriftrollen schnell und lief aus der Nische des Tablinums schnell um die Ecke ins Atrium, wo hinter den leicht wehenden Schleiern auch Saturninus schon stand und wartete. Ich bemühte mich gar nicht erst, meine Freude zu verbergen und irgendwie verführerisch daherzukommen. Ich lief schnurstracks auf ihn zu und schlang meine Arme dankbar um seinen Hals, um ihm einen langen, tiefen Kuss angedeihen zu lassen, auf den er beim letzten Mal ja hatte verzichten müssen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Du bist hier!“</span>, meinte ich erfreut und erleichtert und gab ihm noch einen Kuss, ehe ich ihn freigab. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“verzeih meinen Übermut, aber ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dich so schnell zu sehen. Ich hoffe, meine Nachricht hat dir keinen Schrecken versetzt, denn das lag nicht in meiner Absicht.“</span> Nicht dass er dachte, ich stünde an der Schwelle des Todes. Auch wenn es mir durchaus wichtig war, ich wusste, was sich gehörte. Und frischgebackene Ehemänner zu erschrecken gehörte nicht dazu. Es war eine schmale Linie, auf der man als Hetäre mit den guten Kunden tanzte, und ich sollte sie nicht zu häufig überschreiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=6071#pid6071" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Egino hatte mir Bescheid gegeben, dass Saturninus gekommen war. Ich hatte so schnell gar nicht mit ihm gerechnet, aber es freute mich sehr. Owain war schon wieder in seiner Schmiede für den Tag und ich hatte eigentlich bislang nur versucht, durch die Aufzeichnungen von Olympias – die als Mutter zu bezeichnen ich mich nun weigerte – durchzublicken. Aber so wirklich konnte ich den langen Reihen von Zahlen wenig Sinn entnehmen, was frustrierend war. Ich wollte unbedingt unsere Finanzen trennen, um zu verhindern, dass sie mich weiter ausnutzte, und auch, um die anderen davor zu schützen. Aber dafür musste ich zunächst einmal verstehen, was da auf dem Papier eigentlich stand.<br />
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<br />
Ich verstaute die Schriftrollen schnell und lief aus der Nische des Tablinums schnell um die Ecke ins Atrium, wo hinter den leicht wehenden Schleiern auch Saturninus schon stand und wartete. Ich bemühte mich gar nicht erst, meine Freude zu verbergen und irgendwie verführerisch daherzukommen. Ich lief schnurstracks auf ihn zu und schlang meine Arme dankbar um seinen Hals, um ihm einen langen, tiefen Kuss angedeihen zu lassen, auf den er beim letzten Mal ja hatte verzichten müssen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Du bist hier!“</span>, meinte ich erfreut und erleichtert und gab ihm noch einen Kuss, ehe ich ihn freigab. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“verzeih meinen Übermut, aber ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dich so schnell zu sehen. Ich hoffe, meine Nachricht hat dir keinen Schrecken versetzt, denn das lag nicht in meiner Absicht.“</span> Nicht dass er dachte, ich stünde an der Schwelle des Todes. Auch wenn es mir durchaus wichtig war, ich wusste, was sich gehörte. Und frischgebackene Ehemänner zu erschrecken gehörte nicht dazu. Es war eine schmale Linie, auf der man als Hetäre mit den guten Kunden tanzte, und ich sollte sie nicht zu häufig überschreiten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Morgens im Atrium - Morgenstund hat selten Gold im Mund]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=478</link>
			<pubDate>Tue, 11 Jul 2023 16:56:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=74">Liciniana Olympias</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=478</guid>
			<description><![CDATA[Es war noch früher Morgen und nur die tagaktive Belegschaft war um diese Uhrzeit bereits auf den Beinen. Narcissus und die Mädchen krochen meist vor dem Mittagessen nicht aus den Federn und so war es relativ leise und ich konnte meine anfallenden Aufgaven beim Frühstück auf meine Tabula kritzeln und meine Gedanken ordnen. <br />
<br />
Die Zahlen waren gut und der Betrieb hatte sich bereits gut etabliert und ich war mit den Erlösen des Betriebs definitiv zufrieden. Ich würde wahrscheinlich demnächst nach Londinium reisen müssen um eine neue exotische Schönheit anzustellen, da wir mehr Arbeit als Hände - und andere Körperteile - hatten.<br />
<br />
In Gedanken versunken machte ich mir noch ein paar Notizen für meine Reise, während ich ein wenig Käse und Brit knabberte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war noch früher Morgen und nur die tagaktive Belegschaft war um diese Uhrzeit bereits auf den Beinen. Narcissus und die Mädchen krochen meist vor dem Mittagessen nicht aus den Federn und so war es relativ leise und ich konnte meine anfallenden Aufgaven beim Frühstück auf meine Tabula kritzeln und meine Gedanken ordnen. <br />
<br />
Die Zahlen waren gut und der Betrieb hatte sich bereits gut etabliert und ich war mit den Erlösen des Betriebs definitiv zufrieden. Ich würde wahrscheinlich demnächst nach Londinium reisen müssen um eine neue exotische Schönheit anzustellen, da wir mehr Arbeit als Hände - und andere Körperteile - hatten.<br />
<br />
In Gedanken versunken machte ich mir noch ein paar Notizen für meine Reise, während ich ein wenig Käse und Brit knabberte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Frowin und Aulus Balventius Scapula zu Gast]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=477</link>
			<pubDate>Mon, 10 Jul 2023 12:02:37 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=477</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://www.adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=5880#pid5880" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
<img src="https://abload.de/img/kopf_eines_romers_-_aeyf6w.png" loading="lazy"  alt="[Bild: kopf_eines_romers_-_aeyf6w.png]" class="mycode_img" /><br />
Das Atrium war luftig und offen gestaltet. Zwischen den Säulen hingen mehrere Seidentücher, die in der sommerlichen Brise sich leicht bewegten und den Blick verschleierten. Auch gab es hier einige einfache Liegesofas an den Rändern, ebenso wie ein paar bequeme Korbsessel. Zum Tablinum führten drei Stufen wie zu einem Thron, wo man einen guten Überblick über die Räumlichkeiten hatte. Bei gewissen Festen ergaben sich so deutliche, optische Reize.<br />
Egino führte die beiden Herren herein und wies sie ein. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ihr könnt entweder hier euren Spaß haben oder in diesem Zimmer“</span>, deutete er auf eine Tür. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wir haben auch ein schönes Balneum, welches gegen eine kleine Gebühr oder in Begleitung einer der Damen oder Herren des Hauses ebenfalls in Anspruch genommen werden kann. Wenn ihr etwas benötigt, meldet euch.“</span> Dass die dinge, die kaputt gemacht wurden, als gekauft angesehen wurden – und teuer waren – verstand sich von selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://www.adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=5880#pid5880" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
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<img src="https://abload.de/img/kopf_eines_romers_-_aeyf6w.png" loading="lazy"  alt="[Bild: kopf_eines_romers_-_aeyf6w.png]" class="mycode_img" /><br />
Das Atrium war luftig und offen gestaltet. Zwischen den Säulen hingen mehrere Seidentücher, die in der sommerlichen Brise sich leicht bewegten und den Blick verschleierten. Auch gab es hier einige einfache Liegesofas an den Rändern, ebenso wie ein paar bequeme Korbsessel. Zum Tablinum führten drei Stufen wie zu einem Thron, wo man einen guten Überblick über die Räumlichkeiten hatte. Bei gewissen Festen ergaben sich so deutliche, optische Reize.<br />
Egino führte die beiden Herren herein und wies sie ein. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ihr könnt entweder hier euren Spaß haben oder in diesem Zimmer“</span>, deutete er auf eine Tür. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wir haben auch ein schönes Balneum, welches gegen eine kleine Gebühr oder in Begleitung einer der Damen oder Herren des Hauses ebenfalls in Anspruch genommen werden kann. Wenn ihr etwas benötigt, meldet euch.“</span> Dass die dinge, die kaputt gemacht wurden, als gekauft angesehen wurden – und teuer waren – verstand sich von selbst.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Cubiculum | Das Reich des Narcissus]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=463</link>
			<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 22:09:55 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=73">Narcissus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=463</guid>
			<description><![CDATA[Passend zu jemandem, der sich den Namen eines der schönsten Männer im griechischen Mythos gibt, ist das Zimmer alles andere als schäbig eingerichtet. Dominant ist natürlich die weite Bettstatt, in der man sich verlieren möchte und die von roten Vorhängen eingerahmt ist. Ein kleines Fenster über Kopfhöhe lässt frische Luft herein, ohne Einblick zu ermöglichen. <br />
Um das Bett herum, das in einer runden Mulde, zwei Treppenstufen abwärts ruht, befinden sich auch eine kleine Sitzecke mit Polstern, bequemen Stühlen und einem Tischchen, gleich daneben noch ein verziertes und nicht zu großes Kohlebecken. <br />
Es gibt einen Schreibtisch in der gegenüberliegenden Ecke, weit weg vom Bequemen, wo stets ein paar Unterlagen bereitliegen (sensible Dokumente werden natürlich stets sorgfältig vor neugierigen Besuchern weggeschlossen), die nicht selten auch interessante politische oder gesellschaftliche Details beinhalten. Meist finden sich hier jedoch auch prosaische oder poetische Werke, denn als Kurtisan will man schließlich nicht nur gut aussehen, sondern auch gebildet wirken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Passend zu jemandem, der sich den Namen eines der schönsten Männer im griechischen Mythos gibt, ist das Zimmer alles andere als schäbig eingerichtet. Dominant ist natürlich die weite Bettstatt, in der man sich verlieren möchte und die von roten Vorhängen eingerahmt ist. Ein kleines Fenster über Kopfhöhe lässt frische Luft herein, ohne Einblick zu ermöglichen. <br />
Um das Bett herum, das in einer runden Mulde, zwei Treppenstufen abwärts ruht, befinden sich auch eine kleine Sitzecke mit Polstern, bequemen Stühlen und einem Tischchen, gleich daneben noch ein verziertes und nicht zu großes Kohlebecken. <br />
Es gibt einen Schreibtisch in der gegenüberliegenden Ecke, weit weg vom Bequemen, wo stets ein paar Unterlagen bereitliegen (sensible Dokumente werden natürlich stets sorgfältig vor neugierigen Besuchern weggeschlossen), die nicht selten auch interessante politische oder gesellschaftliche Details beinhalten. Meist finden sich hier jedoch auch prosaische oder poetische Werke, denn als Kurtisan will man schließlich nicht nur gut aussehen, sondern auch gebildet wirken.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nach Cheddar - Saturninus ist zurück]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=460</link>
			<pubDate>Fri, 30 Jun 2023 13:45:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=72">Liciniana Aglaia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=460</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=5583#pid5583" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt; &lt; &lt;</a><br />
<br />
<br />
Egon hatte vorsichtig an meine Tür geklopft und gesagt, dass Saturninus zurück sei und mich sehen wollte. Ich rief zurück, dass ich einen kurzen Moment bräuchte, denn alles seit den Geschehnissen in Cheddar hatte mich auf die eine oder andere Art gefordert.<br />
Ich brauchte wohl eine viertel Stunde, um mich zu kämmen und mir ein leichtes, blaues Kleid anzuziehen. Den versuch, meine verletzte Lippe zu verstecken, unternahm ich gleich gar nicht erst. Zum einen wusste Saturninus, wie sie aussah, und zum anderen wollte ich mir nun wirklich nicht noch Farbe darüber schmieren. Es hätte nur weh getan und wenig genutzt. Also wusch ich mich nur ein letztes mal und schlüpfte noch in meine weichen Haussandalae, bevor ich mein Zimmer verließ.<br />
<br />
<br />
Im Atrium wartete Saturninus, und ich machte mir gar nicht die Mühe, jetzt verführerisch oder gelassen wirken zu wollen. Ich merkte, wie wieder Tränen leicht aufstiegen bei seinem Anblick und ließ sie laufen, während ich auf ihn zulief und erst einmal ungefragt und uneingeladen umarmte wie einen alten Freund und geliebten Menschen. Er hatte so viel für mich getan. Und ich war ihm wirklich aufrichtig dankbar dafür.<br />
Nach einem herzlichen Drücken löste ich mich wieder von ihm. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Du bist zurück“</span>, sprach ich das offensichtliche aus. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich muss dir für so vieles danken.“</span> Ich merkte, dass mir ein wenig schwindelig war. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Entschuldige, wollen wir uns vielleicht setzen? Ich habe seit dem Vorfall nichts gegessen und fühle mich ein wenig schwach. Es tut mir leid, in diesem Zustand vor dir zu erscheinen. Ich hoffe, du denkst nicht schlecht von mir.“</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=342&amp;pid=5583#pid5583" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt; &lt; &lt;</a><br />
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Egon hatte vorsichtig an meine Tür geklopft und gesagt, dass Saturninus zurück sei und mich sehen wollte. Ich rief zurück, dass ich einen kurzen Moment bräuchte, denn alles seit den Geschehnissen in Cheddar hatte mich auf die eine oder andere Art gefordert.<br />
Ich brauchte wohl eine viertel Stunde, um mich zu kämmen und mir ein leichtes, blaues Kleid anzuziehen. Den versuch, meine verletzte Lippe zu verstecken, unternahm ich gleich gar nicht erst. Zum einen wusste Saturninus, wie sie aussah, und zum anderen wollte ich mir nun wirklich nicht noch Farbe darüber schmieren. Es hätte nur weh getan und wenig genutzt. Also wusch ich mich nur ein letztes mal und schlüpfte noch in meine weichen Haussandalae, bevor ich mein Zimmer verließ.<br />
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Im Atrium wartete Saturninus, und ich machte mir gar nicht die Mühe, jetzt verführerisch oder gelassen wirken zu wollen. Ich merkte, wie wieder Tränen leicht aufstiegen bei seinem Anblick und ließ sie laufen, während ich auf ihn zulief und erst einmal ungefragt und uneingeladen umarmte wie einen alten Freund und geliebten Menschen. Er hatte so viel für mich getan. Und ich war ihm wirklich aufrichtig dankbar dafür.<br />
Nach einem herzlichen Drücken löste ich mich wieder von ihm. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Du bist zurück“</span>, sprach ich das offensichtliche aus. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich muss dir für so vieles danken.“</span> Ich merkte, dass mir ein wenig schwindelig war. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Entschuldige, wollen wir uns vielleicht setzen? Ich habe seit dem Vorfall nichts gegessen und fühle mich ein wenig schwach. Es tut mir leid, in diesem Zustand vor dir zu erscheinen. Ich hoffe, du denkst nicht schlecht von mir.“</span>]]></content:encoded>
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