<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Forum - Cheddar]]></title>
		<link>https://adlerchronik.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum - https://adlerchronik.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 22:08:49 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[[Vor dem Gartentor] Am Abend]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=898</link>
			<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 19:56:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=157">Catia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=898</guid>
			<description><![CDATA[Catia war wieder zurück. Und auch wenn sie viel zu tun hatte, so kam doch der Moment am Abend, an dem die Kinder im Bett lagen. <br />
Aidan murmelte etwas von seiner Nina, bevor er schlief, und Catia gab ihm einen Kuss auf die Stirn, obwohl er das bereits nicht mehr so mochte.<br />
Den quierligen Zwillingen sang sie das Lied von Regat, bevor sie auch jedem einen Kuss gab. <br />
<br />
.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">...Regat, Regat, warte auf mich, <br />
eines Tages hole ich dich, <br />
kehre froh zu Dir zurück, <br />
dann reicht es für ein kleines Glück...</span>.<br />
<br />
Dabei dachte sie an Louarn und an den Nachmittag im Stall. Wie er sie geküsst, wie sie ihn berührt, wie lieb sie ihn hatte.<br />
<br />
Wenn Rhea dann ihre Dienste nicht mehr brauchte, trat sie jeden Abend vor das Gartentor. Sie wartete für gewöhnlich, bis sich die ersten Sterne zeigten. Dann ging sie wieder hinein ins Haus.<br />
Das tat Catia mit großer Selbstverständlichkeit. Sie war geduldig, und wenn es am Abend nichts gewesen war, so ging sie und schlief auf ihrem Lager leichten Sinnes ein.<br />
<br />
Mit <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sehnen </span>musste es doch gelingen, dass Louarn zu ihr kam. Die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sulae,</span> die Göttinnen waren Zeuge, dass sie sich so sehnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Catia war wieder zurück. Und auch wenn sie viel zu tun hatte, so kam doch der Moment am Abend, an dem die Kinder im Bett lagen. <br />
Aidan murmelte etwas von seiner Nina, bevor er schlief, und Catia gab ihm einen Kuss auf die Stirn, obwohl er das bereits nicht mehr so mochte.<br />
Den quierligen Zwillingen sang sie das Lied von Regat, bevor sie auch jedem einen Kuss gab. <br />
<br />
.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">...Regat, Regat, warte auf mich, <br />
eines Tages hole ich dich, <br />
kehre froh zu Dir zurück, <br />
dann reicht es für ein kleines Glück...</span>.<br />
<br />
Dabei dachte sie an Louarn und an den Nachmittag im Stall. Wie er sie geküsst, wie sie ihn berührt, wie lieb sie ihn hatte.<br />
<br />
Wenn Rhea dann ihre Dienste nicht mehr brauchte, trat sie jeden Abend vor das Gartentor. Sie wartete für gewöhnlich, bis sich die ersten Sterne zeigten. Dann ging sie wieder hinein ins Haus.<br />
Das tat Catia mit großer Selbstverständlichkeit. Sie war geduldig, und wenn es am Abend nichts gewesen war, so ging sie und schlief auf ihrem Lager leichten Sinnes ein.<br />
<br />
Mit <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sehnen </span>musste es doch gelingen, dass Louarn zu ihr kam. Die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sulae,</span> die Göttinnen waren Zeuge, dass sie sich so sehnte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein kleiner Lichtblick am Horizont...]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=849</link>
			<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 10:10:41 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=158">Síofra</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=849</guid>
			<description><![CDATA[Es war ein Tag wie jeder andere auch. Síofra war bereits schon im Morgengrauen auf den Beinen, um die beiden Ziegen zu melken und nach den drei Schafen zu sehen, die in einem Pferch friedlich vor sich hin grasten. Die Ziegen dagegen waren heute sehr unleidlich. Denn eine der Ziegen keilte in Richtung der jungen Keltin aus, als sich Síofra dem Tier näherte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #b20080;" class="mycode_color">“Was ist denn nur?“</span></span> Wisperte die Keltin mit ihrer leisen, beinahe melodischen Stimme. Ihre Mutter hatte nämlich gesagt, dass sie sich ihre Tochter als große Sängerin vorstellen könnte, wenn sie zu einer anderen Zeit geboren wäre und in einem anderen Leben. W e n n nur…. Mit einem leisen wehmütigen Lächeln auf ihren Lippen, trat Síofra in die kleine Hütte ihrer Eltern ein. In ihren Händen hielt sie die Ziegenmilch, die sie soeben von beiden Ziegen abgezapft hatte. Auch die nach ihr keilenden Ziege war dann wieder artig und folgsam geworden.<br />
<br />
Das hölzerne Haus war nicht gerade von großem Wuchs, aber für die kleine Familie reichte es allemal. Einst waren sie zu viert gewesen. Doch ein Fieber raffte den ältesten Sohn dahin. Und jenes Fieber hatte nun wohl auch von ihrer Mutter Besitz ergriffen. Denn einst war Róis von strahlender Schönheit, mit ihrer getönten Haut und ihren immer freundlich dreinblickenden Augen. Doch mittlerweile waren ihre Haare grau geworden, ihre Augen lagen tief in den Höhlen und ihre Haut hatte ihre rosige Frische verloren. Alles ein Zeichen dafür, dass auch das Fieber in Róis Körper tobte. Und ihr Vater, Eòghan? Bei dem Gedanken an ihren Vater spürte Síofra wie Tränen in ihren Augen aufstiegen, die sie hastig beiseite wischte. Nein, sie würde garantiert nicht weinen. Auch wenn die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Abwesenheit </span>ihres Vaters doch sehr an der jungen Keltin nagte. Denn Eòghan hielt sich lieber in den Hurenhäusern auf, als bei seiner bettlägerigen Frau zu verweilen oder seiner Tochter bei den alltäglichen Aufgaben behilflich zu sein. Er war schließlich der Herr im Haus und hatte hier das Sagen. Alle in seinem Haushalt hatten sich ihm unterzuordnen. Und dies war bisher auch so geschehen. Ihre Mutter war viel zu schwach um ihrem Vater Paroli zu bieten und Síofra kannte es nicht anders, als ihren Eltern, insbesondere ihrem Vater zu gehorchen. Beim Blick in den von Sturmwolken umtosten Himmel entschloss sich die junge Keltin, ein von ihr selbst gewebtes Tuch um ihre schmalen Schultern zu legen. Farblich passend zu ihrer grünen Tunika. Ihrer Mutter gab Síofra einen flüchtigen Kuss, bevor sie das Flechtwerkhaus verließ und gen des Pferch ging, in dem sich die Schafe befanden.<br />
<br />
Zwei der Schafe wollte sie heute gewinnbringend auf dem Markt verkaufen. Ihr Vater hatte schließlich die letzten Ersparnisse für seine Huren aufgebraucht und ihre Mutter benötigte dringend Medizin. Denn die Kräuterwickel und die Kräutersäfte halfen nicht mehr das Fieber und die Schmerzen in ihrem Körper zu lindern. Róis siechte nur noch vor sich hin, war sogar zu schwach um sich selbst zu waschen. Dies übernahm Síofra für ihre Mutter. Bei dem Gedanken an ihre Mutter schluckte die Keltin schließlich hart und setzte sich mit den beiden Schafen in Bewegung. Zerrte diese regelrecht an geflochtenen Schnüren hinter sich her. Bockig und stur waren diese Schafe, doch ihr Fell und ihr Fleisch waren von erlesener Qualität.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war ein Tag wie jeder andere auch. Síofra war bereits schon im Morgengrauen auf den Beinen, um die beiden Ziegen zu melken und nach den drei Schafen zu sehen, die in einem Pferch friedlich vor sich hin grasten. Die Ziegen dagegen waren heute sehr unleidlich. Denn eine der Ziegen keilte in Richtung der jungen Keltin aus, als sich Síofra dem Tier näherte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #b20080;" class="mycode_color">“Was ist denn nur?“</span></span> Wisperte die Keltin mit ihrer leisen, beinahe melodischen Stimme. Ihre Mutter hatte nämlich gesagt, dass sie sich ihre Tochter als große Sängerin vorstellen könnte, wenn sie zu einer anderen Zeit geboren wäre und in einem anderen Leben. W e n n nur…. Mit einem leisen wehmütigen Lächeln auf ihren Lippen, trat Síofra in die kleine Hütte ihrer Eltern ein. In ihren Händen hielt sie die Ziegenmilch, die sie soeben von beiden Ziegen abgezapft hatte. Auch die nach ihr keilenden Ziege war dann wieder artig und folgsam geworden.<br />
<br />
Das hölzerne Haus war nicht gerade von großem Wuchs, aber für die kleine Familie reichte es allemal. Einst waren sie zu viert gewesen. Doch ein Fieber raffte den ältesten Sohn dahin. Und jenes Fieber hatte nun wohl auch von ihrer Mutter Besitz ergriffen. Denn einst war Róis von strahlender Schönheit, mit ihrer getönten Haut und ihren immer freundlich dreinblickenden Augen. Doch mittlerweile waren ihre Haare grau geworden, ihre Augen lagen tief in den Höhlen und ihre Haut hatte ihre rosige Frische verloren. Alles ein Zeichen dafür, dass auch das Fieber in Róis Körper tobte. Und ihr Vater, Eòghan? Bei dem Gedanken an ihren Vater spürte Síofra wie Tränen in ihren Augen aufstiegen, die sie hastig beiseite wischte. Nein, sie würde garantiert nicht weinen. Auch wenn die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Abwesenheit </span>ihres Vaters doch sehr an der jungen Keltin nagte. Denn Eòghan hielt sich lieber in den Hurenhäusern auf, als bei seiner bettlägerigen Frau zu verweilen oder seiner Tochter bei den alltäglichen Aufgaben behilflich zu sein. Er war schließlich der Herr im Haus und hatte hier das Sagen. Alle in seinem Haushalt hatten sich ihm unterzuordnen. Und dies war bisher auch so geschehen. Ihre Mutter war viel zu schwach um ihrem Vater Paroli zu bieten und Síofra kannte es nicht anders, als ihren Eltern, insbesondere ihrem Vater zu gehorchen. Beim Blick in den von Sturmwolken umtosten Himmel entschloss sich die junge Keltin, ein von ihr selbst gewebtes Tuch um ihre schmalen Schultern zu legen. Farblich passend zu ihrer grünen Tunika. Ihrer Mutter gab Síofra einen flüchtigen Kuss, bevor sie das Flechtwerkhaus verließ und gen des Pferch ging, in dem sich die Schafe befanden.<br />
<br />
Zwei der Schafe wollte sie heute gewinnbringend auf dem Markt verkaufen. Ihr Vater hatte schließlich die letzten Ersparnisse für seine Huren aufgebraucht und ihre Mutter benötigte dringend Medizin. Denn die Kräuterwickel und die Kräutersäfte halfen nicht mehr das Fieber und die Schmerzen in ihrem Körper zu lindern. Róis siechte nur noch vor sich hin, war sogar zu schwach um sich selbst zu waschen. Dies übernahm Síofra für ihre Mutter. Bei dem Gedanken an ihre Mutter schluckte die Keltin schließlich hart und setzte sich mit den beiden Schafen in Bewegung. Zerrte diese regelrecht an geflochtenen Schnüren hinter sich her. Bockig und stur waren diese Schafe, doch ihr Fell und ihr Fleisch waren von erlesener Qualität.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Beim alten Hügelgrab - ein Samhain-Nachttraum]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=839</link>
			<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 23:04:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=79">Furiana Nivis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=839</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><img src="https://i.ibb.co/7yY48b2/Samhain.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Samhain.jpg]" class="mycode_img" /></div>
<br />
<br />
<br />
<br />
In der Nähe von Cheddar, unweit der beeindruckenden Schluchten und Höhlen, liegt dieser mystische Ort verborgen in einem stillen Waldstück. Der Pfad dorthin ist schmal, gesäumt von Farnen und bemoosten Steinen, und führt zu einer Lichtung, die von einer sanften Anhöhe mit einem alten Hügelgrab überragt wird. Die Umgebung ist geprägt von alten Eichen und Buchen, deren Äste sich wie knorrige Finger über den Himmel recken.<br />
<br />
Das Hügelgrab selbst ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Es ist mit Gras und Wildblumen bewachsen, doch an einigen Stellen treten die verwitterten Steine der Grabkammer hervor. In dieser Jahreszeit, zur Zeit von Samhain, scheint der Ort besonders lebendig zu sein, als ob die alten Geschichten der Ahnen in den Schatten und Lichtern des Feuers widerhallen würden. Der Ort, etwas abseits der geschäftigen Siedlungen, strahlt eine ruhige, fast heilige Atmosphäre aus, die perfekt zur Feier des Übergangs zwischen den Jahreszeiten passt.<br />
<br />
Die Menschen, die sich hier versammelt haben, stammen aus der Umgebung. Sie sind gekommen, um gemeinsam die Magie dieser Nacht zu feiern, die die Welt der Lebenden und der Toten einander näherbringt. Der Blick ins Tal von der Lichtung aus lässt den Ort noch besonderer wirken, da die Dunkelheit bereits heraufzieht und nur die Lichter des Feuers den Raum erhellen. Die Verbindung zur Natur und zu den Vorfahren ist hier spürbar, inmitten der Abgeschiedenheit von Cheddars malerischer Landschaft.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Bild mittels Copilot von mir erstellt</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><img src="https://i.ibb.co/7yY48b2/Samhain.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Samhain.jpg]" class="mycode_img" /></div>
<br />
<br />
<br />
<br />
In der Nähe von Cheddar, unweit der beeindruckenden Schluchten und Höhlen, liegt dieser mystische Ort verborgen in einem stillen Waldstück. Der Pfad dorthin ist schmal, gesäumt von Farnen und bemoosten Steinen, und führt zu einer Lichtung, die von einer sanften Anhöhe mit einem alten Hügelgrab überragt wird. Die Umgebung ist geprägt von alten Eichen und Buchen, deren Äste sich wie knorrige Finger über den Himmel recken.<br />
<br />
Das Hügelgrab selbst ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Es ist mit Gras und Wildblumen bewachsen, doch an einigen Stellen treten die verwitterten Steine der Grabkammer hervor. In dieser Jahreszeit, zur Zeit von Samhain, scheint der Ort besonders lebendig zu sein, als ob die alten Geschichten der Ahnen in den Schatten und Lichtern des Feuers widerhallen würden. Der Ort, etwas abseits der geschäftigen Siedlungen, strahlt eine ruhige, fast heilige Atmosphäre aus, die perfekt zur Feier des Übergangs zwischen den Jahreszeiten passt.<br />
<br />
Die Menschen, die sich hier versammelt haben, stammen aus der Umgebung. Sie sind gekommen, um gemeinsam die Magie dieser Nacht zu feiern, die die Welt der Lebenden und der Toten einander näherbringt. Der Blick ins Tal von der Lichtung aus lässt den Ort noch besonderer wirken, da die Dunkelheit bereits heraufzieht und nur die Lichter des Feuers den Raum erhellen. Die Verbindung zur Natur und zu den Vorfahren ist hier spürbar, inmitten der Abgeschiedenheit von Cheddars malerischer Landschaft.<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Bild mittels Copilot von mir erstellt</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Höhlenversteck im Eichenhain]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=761</link>
			<pubDate>Wed, 21 Aug 2024 08:57:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=91">Licinianus Owain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=761</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=747&amp;pid=11052#pid11052" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Ich konnte mich noch sehr genau an jenen Abend erinnern, so als wäre es erst gestern gewesen.<br />
Als die alte Gwrach plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht war und mir dann den Weg in den Wald gewiesen hatte. Zu einem geheimen Ort, den wahrscheinlich außer ihr niemand kannte. Ich war ihr damals sehr dankbar dafür gewesen. Sie hatte mich aus einer echten Notlage befreit. Denn als ich Bedrans Erbe als neuer Schmied in Cheddar angetreten hatte, hatte ich auch seine Geheimnisse mitübernommen.<br />
<br />
Bevor ich aus meiner Schmiede herausgetreten war, hatte ich mich durch dem Türschlitz erst kurz umgesehen, ob die Luft rein war. Ich wollte so wenig Augenzeugen wie möglich riskieren. Solange die Waffen noch hier in der Nähe waren, war nicht nur ich, sondern das ganze Dorf in Gefahr!<br />
„Kommt und folgt mir, aber seid leise!“  Ich trat hinaus und wartete, bis die vier Männer mir folgten. Dann liefen wir gemeinsam zum Dorf hinaus in den Wald. Nun musste ich doch sehr genau schauen, dass ich den richtigen Platz fand. Im dichten Wald sah alles gleich aus. Doch nach einer Weile fand ich schließlich den Höhleneingang. Ich holte mein Feuereisen und ein in Öl getauchtes Stück Stoff hervor, dass ich um einen Stock band. Dann schlug ich das Eisen gegen einen Stein, bis Funken spritzten und sich meine Fackel entzündete. <br />
<br />
Wir drangen ins Innere der Höhle vor, bis wir endlich zu den Waffen stießen, die noch genauso in ihren Kisten lagen, wie ich sie vor über einem Jahr hier abgestellt hatte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Hier wären wir!" </span>stellte ich fest und leuchtete in alle Ecken, damit die Männer sich einen Eindruck davon machen konnten, um wie viele Kisten es sich handelte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Am besten kommt ihr nachts hierher, wenn euch wirklich niemand sieht. In weniger als einer halben Stunde wird das ganze Dorf schon auf den Beinen sein.  Im Schutz der Dunkelheit könnt ihr in aller Ruhe die Kisten wieder nach draußen schaffen,"</span> riet ich ihnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=747&amp;pid=11052#pid11052" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Ich konnte mich noch sehr genau an jenen Abend erinnern, so als wäre es erst gestern gewesen.<br />
Als die alte Gwrach plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht war und mir dann den Weg in den Wald gewiesen hatte. Zu einem geheimen Ort, den wahrscheinlich außer ihr niemand kannte. Ich war ihr damals sehr dankbar dafür gewesen. Sie hatte mich aus einer echten Notlage befreit. Denn als ich Bedrans Erbe als neuer Schmied in Cheddar angetreten hatte, hatte ich auch seine Geheimnisse mitübernommen.<br />
<br />
Bevor ich aus meiner Schmiede herausgetreten war, hatte ich mich durch dem Türschlitz erst kurz umgesehen, ob die Luft rein war. Ich wollte so wenig Augenzeugen wie möglich riskieren. Solange die Waffen noch hier in der Nähe waren, war nicht nur ich, sondern das ganze Dorf in Gefahr!<br />
„Kommt und folgt mir, aber seid leise!“  Ich trat hinaus und wartete, bis die vier Männer mir folgten. Dann liefen wir gemeinsam zum Dorf hinaus in den Wald. Nun musste ich doch sehr genau schauen, dass ich den richtigen Platz fand. Im dichten Wald sah alles gleich aus. Doch nach einer Weile fand ich schließlich den Höhleneingang. Ich holte mein Feuereisen und ein in Öl getauchtes Stück Stoff hervor, dass ich um einen Stock band. Dann schlug ich das Eisen gegen einen Stein, bis Funken spritzten und sich meine Fackel entzündete. <br />
<br />
Wir drangen ins Innere der Höhle vor, bis wir endlich zu den Waffen stießen, die noch genauso in ihren Kisten lagen, wie ich sie vor über einem Jahr hier abgestellt hatte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Hier wären wir!" </span>stellte ich fest und leuchtete in alle Ecken, damit die Männer sich einen Eindruck davon machen konnten, um wie viele Kisten es sich handelte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Am besten kommt ihr nachts hierher, wenn euch wirklich niemand sieht. In weniger als einer halben Stunde wird das ganze Dorf schon auf den Beinen sein.  Im Schutz der Dunkelheit könnt ihr in aller Ruhe die Kisten wieder nach draußen schaffen,"</span> riet ich ihnen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Training am Dorfrand]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=568</link>
			<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 13:52:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=68">Louarn</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=568</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=565&amp;pid=7814#pid7814" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Der Morgen war nach jung und vor allen Dingen sehr frisch. Vom Fluss her kroch noch Nebel über den Boden und die Sonne hatte es noch nicht geschafft, diesen zu durchdringen. Aber heute hielt er sich am Boden und war nicht über die Häuser hochgestiegen, so dass es eigentlich ganz schön aussah und man ein wenig wie durch Wolken lief. Es erinnerte mich irgendwie an diese endlose, weiße Ebene aus meinem Traum, auch wenn der Nebel gerade vom Sonnenaufgang eher rot und golden zu sein schien. Trotzdem ließ mich die Erinnerung einmal mit den nackten Schultern rollen, um die Verspannungen zu lösen.<br />
<br />
<br />
Es waren noch nicht allzu viele Leute wach. Jetzt nach Samhain gab es nicht mehr so viel zu tun. Die Felder waren abgeerntet, das Korn gedroschen und eingelagert. Jetzt war die Zeit der Jäger, die entweder zur Abenddämmerung hinausgingen oder schon längst unterwegs waren, und die Zeit, alles zu reparieren, was über den Sommer kaputt gegangen war. Die Schmiede würde sicherlich bald sehr viel zu tun haben, um Pflüge und hacken instand zu setzen. Aber die meisten nutzten die Zeit, um etwas länger zu schlafen und auszuruhen.<br />
Ich grüßte hier und da einen der frühmorgendlichen Spaziergänger und suchte mir einen Platz ein wenig Abseits, wo ich niemanden stören würde. Meine Muskeln fühlten sich eingerostet an, ich hatte schon viel zu lange keinen vernünftigen Kampf mehr gehabt und rostete ein. Aber gerade heute morgen brauchte ich unbedingt Bewegung und Training und am liebsten jemanden, der mich einmal kräftig verprügelte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=565&amp;pid=7814#pid7814" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;&lt;&lt;</a><br />
<br />
Der Morgen war nach jung und vor allen Dingen sehr frisch. Vom Fluss her kroch noch Nebel über den Boden und die Sonne hatte es noch nicht geschafft, diesen zu durchdringen. Aber heute hielt er sich am Boden und war nicht über die Häuser hochgestiegen, so dass es eigentlich ganz schön aussah und man ein wenig wie durch Wolken lief. Es erinnerte mich irgendwie an diese endlose, weiße Ebene aus meinem Traum, auch wenn der Nebel gerade vom Sonnenaufgang eher rot und golden zu sein schien. Trotzdem ließ mich die Erinnerung einmal mit den nackten Schultern rollen, um die Verspannungen zu lösen.<br />
<br />
<br />
Es waren noch nicht allzu viele Leute wach. Jetzt nach Samhain gab es nicht mehr so viel zu tun. Die Felder waren abgeerntet, das Korn gedroschen und eingelagert. Jetzt war die Zeit der Jäger, die entweder zur Abenddämmerung hinausgingen oder schon längst unterwegs waren, und die Zeit, alles zu reparieren, was über den Sommer kaputt gegangen war. Die Schmiede würde sicherlich bald sehr viel zu tun haben, um Pflüge und hacken instand zu setzen. Aber die meisten nutzten die Zeit, um etwas länger zu schlafen und auszuruhen.<br />
Ich grüßte hier und da einen der frühmorgendlichen Spaziergänger und suchte mir einen Platz ein wenig Abseits, wo ich niemanden stören würde. Meine Muskeln fühlten sich eingerostet an, ich hatte schon viel zu lange keinen vernünftigen Kampf mehr gehabt und rostete ein. Aber gerade heute morgen brauchte ich unbedingt Bewegung und Training und am liebsten jemanden, der mich einmal kräftig verprügelte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Waisenhaus "Sereneum"]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=566</link>
			<pubDate>Wed, 01 Nov 2023 15:10:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=113">Furiana Betua</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=566</guid>
			<description><![CDATA[Auf der gegenüberliegenden Seite des Isca-Flusses, vis-a-vis von Cheddar, erhob sich ein großes zweistöckiges Gebäude, das erst kürzlich von den Gebrüdern Thorius an Tiberius Furius Saturninus verkauft wurde. Das Gebäude war aus dem in der Gegend vorherrschenden grauen Granitsteinen im gallischen Langhausstil gebaut und das Dach war mit Schiefer gedeckt. Zu dem Gebäude gehörte ein großes Grundstück, das derzeit allerdings nur eine leicht abschüssige Wiese war.<br />
<br />
Das geräumige Haus verfügt über acht Zimmer im Obergeschoss, die eigentlich als Schlaf- und Gästezimmer für besser betuchte Römer dienen sollten, aber demnächst Furiana Betua, den Bediensteten und Waisenkindern als Schlafräume dienen würden. Im Erdgeschoss befanden sich Küche, Aufenthaltsräume und ein Büro und es gab auch noch einen ausgedehnten Keller für Vorräte. Die Räume selbst waren teilweise schon geweißt, teilweise noch nackter Stein und so gut wie alle Möbel fehlten noch. Auch gab es noch keine Wirtschaftsgebäude wie einen Stall für Nutzvieh oder einen Schuppen. <br />
<br />
An diesen Ort wurde Furiana Betua von Furianus Gadrianus mit dem großen Wagen gebracht. Der Wagen war vollgepackt mit einem Bettrahmen, Matratzen, Kleidertruhen, Truhen voll Geschirr und allerlei anderem Hausrat. Die Ochsen kamen nur langsam voran bei der Last, aber Gadrianus und Betua unterhielten sich blendend. Als der Wagen zum Stehen kam, begannen die beiden schon einmal alles vor der Tür abzuladen, ehe sich Gadrianus verabschiedete um den Rückweg für die zweite Fuhre anzutreten. <br />
<br />
Ich begab mich einstweilen in das Haus für einen Rundgang und inspizierte die verfügbaren Schlafzimmer, bis ich mich für das größte direkt neben der Treppe zum Obergeschoss entschied. Nach meinem Rundgang begann ich meine Sachen nach drinnen zu bringen und sie in meinem Schlafzimmer zu deponieren. Es hatte noch keinen Sinn das Geschirr in die Küche zu räumen, da der Herd noch nicht fertig gemauert war und erst noch fertig renoviert werden musste. Die schweren Möbel wie das Bettgestellt ließ ich erst mal stehen, da Gadrianus bald mit Hilfe kommen würde. <br />
<br />
So schleppte ich Ladung um Ladung die Treppen hinauf, bis mir meine Waden brannten und ich ganz außer Atem war. Als ich vor der Tür saß und mich ausruhte, sah ich auch schon den Wagen erneut heranrollen mit mehr Möbeln und drei Sklaven, die mir beim Einrichten und dergleichen helfen würden. Auch Gadrianus selbst packte mit an und schon bald waren auch die Bettgestelle im Obergeschoss, damit wir heute Nacht nicht auf dem Boden schlafen mussten. Für heute hatten wir alles was wir brauchten und morgen würde Gadrianus erneut mit Vorräten und dergleichen kommen. Auch die Handwerker sollten morgen eintreffen um die Renovierung zu beginnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf der gegenüberliegenden Seite des Isca-Flusses, vis-a-vis von Cheddar, erhob sich ein großes zweistöckiges Gebäude, das erst kürzlich von den Gebrüdern Thorius an Tiberius Furius Saturninus verkauft wurde. Das Gebäude war aus dem in der Gegend vorherrschenden grauen Granitsteinen im gallischen Langhausstil gebaut und das Dach war mit Schiefer gedeckt. Zu dem Gebäude gehörte ein großes Grundstück, das derzeit allerdings nur eine leicht abschüssige Wiese war.<br />
<br />
Das geräumige Haus verfügt über acht Zimmer im Obergeschoss, die eigentlich als Schlaf- und Gästezimmer für besser betuchte Römer dienen sollten, aber demnächst Furiana Betua, den Bediensteten und Waisenkindern als Schlafräume dienen würden. Im Erdgeschoss befanden sich Küche, Aufenthaltsräume und ein Büro und es gab auch noch einen ausgedehnten Keller für Vorräte. Die Räume selbst waren teilweise schon geweißt, teilweise noch nackter Stein und so gut wie alle Möbel fehlten noch. Auch gab es noch keine Wirtschaftsgebäude wie einen Stall für Nutzvieh oder einen Schuppen. <br />
<br />
An diesen Ort wurde Furiana Betua von Furianus Gadrianus mit dem großen Wagen gebracht. Der Wagen war vollgepackt mit einem Bettrahmen, Matratzen, Kleidertruhen, Truhen voll Geschirr und allerlei anderem Hausrat. Die Ochsen kamen nur langsam voran bei der Last, aber Gadrianus und Betua unterhielten sich blendend. Als der Wagen zum Stehen kam, begannen die beiden schon einmal alles vor der Tür abzuladen, ehe sich Gadrianus verabschiedete um den Rückweg für die zweite Fuhre anzutreten. <br />
<br />
Ich begab mich einstweilen in das Haus für einen Rundgang und inspizierte die verfügbaren Schlafzimmer, bis ich mich für das größte direkt neben der Treppe zum Obergeschoss entschied. Nach meinem Rundgang begann ich meine Sachen nach drinnen zu bringen und sie in meinem Schlafzimmer zu deponieren. Es hatte noch keinen Sinn das Geschirr in die Küche zu räumen, da der Herd noch nicht fertig gemauert war und erst noch fertig renoviert werden musste. Die schweren Möbel wie das Bettgestellt ließ ich erst mal stehen, da Gadrianus bald mit Hilfe kommen würde. <br />
<br />
So schleppte ich Ladung um Ladung die Treppen hinauf, bis mir meine Waden brannten und ich ganz außer Atem war. Als ich vor der Tür saß und mich ausruhte, sah ich auch schon den Wagen erneut heranrollen mit mehr Möbeln und drei Sklaven, die mir beim Einrichten und dergleichen helfen würden. Auch Gadrianus selbst packte mit an und schon bald waren auch die Bettgestelle im Obergeschoss, damit wir heute Nacht nicht auf dem Boden schlafen mussten. Für heute hatten wir alles was wir brauchten und morgen würde Gadrianus erneut mit Vorräten und dergleichen kommen. Auch die Handwerker sollten morgen eintreffen um die Renovierung zu beginnen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Niamhs Hütte]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=565</link>
			<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 15:17:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=79">Furiana Nivis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=565</guid>
			<description><![CDATA[Schon am Tag nach Lughnassadh hatte Eoghan mit den Vorbereitungen des Hausbaus begonnen. Dort, wo schon bald Niamhs Hütte stehen sollte, steckte er eine runde Fläche ab. Dort, wo er schon bald hohe runde Tragbalken in die Erde rammen wollte, ragten ebenfalls einige hölzerne Markierungen aus der Erde heraus. <br />
<br />
In den Tagen darauf schaffte er die benötigten Materialen herbei.  Schwere Stämme aus Tannenholz, Flechtwerk und Lehm. Mit vereinten Kräften wurde dann mit dem Bau begonnen. Zwischen die stützenden Holzbalken wurde ein Flechtwerk gelegt, das dann mit Lehm verputzt wurde. Nachdem der Lehm getrocknet war, konnte endlich mit dem Decken des Daches begonnen werden. Dafür wurde Stroh gebraucht. <br />
<br />
Wie in allen Rundhäusern war auch hier der zentrale Punkt die offene Herdstelle. Darin befand sich ein Feuerbock aus Eisen, auf dem das Feuerholz gelegt wurde. An einem Dreibein, der ebenfalls aus Eisen geschmiedet war, befand sich ein Kessel, der zum Kochen benutzt wurde. Um die Herdstelle herum wurden später dann Sitzmöglichkeiten aus Strohballen gestellt, die mit Tierfellen bedeckt wurden. In einer Truhe wurde Geschirr und Kochutensilien aufbewahrt.<br />
<br />
Niamhs Hütte war noch mit einem Bett ausgestattet, das aus einem großen Heuballen bestand und der ebenfalls mit Tierfellen bedeckt wurde. Ihre Kleidung bewahrte sie in einer weiteren Truhe auf.  In einem Waidenkorb unweit des Bettes, befanden sich einige Handspindeln aus Knochen und Ton und ungesopnnene Wolle. Vielleicht würde Louarn ihr später noch einen Webstuhl bauen, damit sie nicht nur ihre Wolle spinnen konnte, sondern auch ihre Stoffe für ihre Kleidung selbst weben konnte.<br />
<br />
Nachdem das Haus fertig war, begann Niamh noch ein Gärtchen anzulegen, um Kräuter dort anzupflanzen. Im kommenden Jahr würde sie dann auch Gemüse anbauen. Nun hatte sie endlich ein eigenes Heim! Sie sah mit einem zufriedenen Blick auf all das, was Louarn und sie geschaffen hatte. Nun hatte sie endlich eine neue Heimat gefunden!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Schon am Tag nach Lughnassadh hatte Eoghan mit den Vorbereitungen des Hausbaus begonnen. Dort, wo schon bald Niamhs Hütte stehen sollte, steckte er eine runde Fläche ab. Dort, wo er schon bald hohe runde Tragbalken in die Erde rammen wollte, ragten ebenfalls einige hölzerne Markierungen aus der Erde heraus. <br />
<br />
In den Tagen darauf schaffte er die benötigten Materialen herbei.  Schwere Stämme aus Tannenholz, Flechtwerk und Lehm. Mit vereinten Kräften wurde dann mit dem Bau begonnen. Zwischen die stützenden Holzbalken wurde ein Flechtwerk gelegt, das dann mit Lehm verputzt wurde. Nachdem der Lehm getrocknet war, konnte endlich mit dem Decken des Daches begonnen werden. Dafür wurde Stroh gebraucht. <br />
<br />
Wie in allen Rundhäusern war auch hier der zentrale Punkt die offene Herdstelle. Darin befand sich ein Feuerbock aus Eisen, auf dem das Feuerholz gelegt wurde. An einem Dreibein, der ebenfalls aus Eisen geschmiedet war, befand sich ein Kessel, der zum Kochen benutzt wurde. Um die Herdstelle herum wurden später dann Sitzmöglichkeiten aus Strohballen gestellt, die mit Tierfellen bedeckt wurden. In einer Truhe wurde Geschirr und Kochutensilien aufbewahrt.<br />
<br />
Niamhs Hütte war noch mit einem Bett ausgestattet, das aus einem großen Heuballen bestand und der ebenfalls mit Tierfellen bedeckt wurde. Ihre Kleidung bewahrte sie in einer weiteren Truhe auf.  In einem Waidenkorb unweit des Bettes, befanden sich einige Handspindeln aus Knochen und Ton und ungesopnnene Wolle. Vielleicht würde Louarn ihr später noch einen Webstuhl bauen, damit sie nicht nur ihre Wolle spinnen konnte, sondern auch ihre Stoffe für ihre Kleidung selbst weben konnte.<br />
<br />
Nachdem das Haus fertig war, begann Niamh noch ein Gärtchen anzulegen, um Kräuter dort anzupflanzen. Im kommenden Jahr würde sie dann auch Gemüse anbauen. Nun hatte sie endlich ein eigenes Heim! Sie sah mit einem zufriedenen Blick auf all das, was Louarn und sie geschaffen hatte. Nun hatte sie endlich eine neue Heimat gefunden!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hinter Boduognatus' Hütte - Nach dem Reden ist vor dem Reden]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=541</link>
			<pubDate>Sun, 10 Sep 2023 14:16:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=95">Alun</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=541</guid>
			<description><![CDATA[Die ganze Zeit während der Zusammenkunft der Falken mit dem entlaufenen Sklaven Madoc, hatte ich wie auf glühenden Kohlen gesessen. Denn ich war nicht nur der Zusammenkunft wegen nach Cheddar gekommen. Das Wichtigste, zumindest wenn es nach mir ging, war das, was ich meinem Bruder bereden wollte. Ich war der Meinung, dass er er einzige war, dem ich mich in dieser Sache annehmen konnte.<br />
Als die anderen Brüder schon gegangen waren, war ich noch geblieben. Da Madoc bei dem alten Krieger eine Bleibe gefunden hatte, bat ich Louarn mit mir vor die Hütte zu kommen, damit wir uns dort unterhalten konnten.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #005dc2;" class="mycode_color">"Es gibt da etwas, worüber ich mit dir reden muss, Louarn,"</span></span> begann ich. Ich fuhr mit meinen Händen durchs Gesicht, weil ich nicht wusste, wie ich am besten anfangen sollte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #005dc2;" class="mycode_color">"Da ist eine Frau, in die ich mich verleibt habe. Wobei es am Anfang eigentlich keine echte Liebe war. Eher eine Liebelei und die Lust, mit ihr zu schlafen. Aber jetzt... ich glaube, ich empfinde wirklich etwas für sie. Nein, ich liebe sie, Louarn. Aber das ist nicht das Schlimmste!"</span></span> Louarn konnte mich bestimmt ein Stück weit verstehen. Wenigstens bis zu diesem Punkt. Er hatte schließlich auch seine Niamh, für die er etwas empfand und er wusste, wie es war, ohne sie zu sein. Niamh war kam zwar aus Hibernia. Aber wenigstens stand sie auf der richtigen Seite.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die ganze Zeit während der Zusammenkunft der Falken mit dem entlaufenen Sklaven Madoc, hatte ich wie auf glühenden Kohlen gesessen. Denn ich war nicht nur der Zusammenkunft wegen nach Cheddar gekommen. Das Wichtigste, zumindest wenn es nach mir ging, war das, was ich meinem Bruder bereden wollte. Ich war der Meinung, dass er er einzige war, dem ich mich in dieser Sache annehmen konnte.<br />
Als die anderen Brüder schon gegangen waren, war ich noch geblieben. Da Madoc bei dem alten Krieger eine Bleibe gefunden hatte, bat ich Louarn mit mir vor die Hütte zu kommen, damit wir uns dort unterhalten konnten.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #005dc2;" class="mycode_color">"Es gibt da etwas, worüber ich mit dir reden muss, Louarn,"</span></span> begann ich. Ich fuhr mit meinen Händen durchs Gesicht, weil ich nicht wusste, wie ich am besten anfangen sollte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #005dc2;" class="mycode_color">"Da ist eine Frau, in die ich mich verleibt habe. Wobei es am Anfang eigentlich keine echte Liebe war. Eher eine Liebelei und die Lust, mit ihr zu schlafen. Aber jetzt... ich glaube, ich empfinde wirklich etwas für sie. Nein, ich liebe sie, Louarn. Aber das ist nicht das Schlimmste!"</span></span> Louarn konnte mich bestimmt ein Stück weit verstehen. Wenigstens bis zu diesem Punkt. Er hatte schließlich auch seine Niamh, für die er etwas empfand und er wusste, wie es war, ohne sie zu sein. Niamh war kam zwar aus Hibernia. Aber wenigstens stand sie auf der richtigen Seite.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eichenhain östlich von Cheddar]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=502</link>
			<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 15:22:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=26">Furiana Deirdre</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=502</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=493&amp;pid=6446#pid6446" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
Ich führte Ciaran über einen Feldweg zu einem kleinen Eichenhain östlich von Cheddar  - dem einzigen in dieser Gegend - und dort gab es eine kleine Lichtung, auf der man den Vollmond sehen konnte. Ich war schon früher hier gewesen und hatte im Mondlicht gebadet und Stoffstreifen an die Zweige gebunden. Selbst Aidan hatte ich schon hierher gebracht und seine kleinen Händchen auf den Stamm der Eiche gelegt. Es war ein guter Ort. <br />
<br />
Die Lichtung selbst war voll saftigem Gras und tiefgrünem Moos und ein Hase hoppelte aufgeschreckt davon, als wir auf die Lichtung traten. Ich suchte mir eine bequeme Stelle und setzte mich erst einmal hin um noch ein wenig den Mond zu betrachten. Hier konnten wir auch ungestört noch einige Minuten plaudern. Kurz schloss ich meine Augen. "Setz dich zu mir, Ciaran und erzähle mir ein wenig von dir und deinem Bruder." Mein Lächeln war freundlich und einladend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=493&amp;pid=6446#pid6446" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
Ich führte Ciaran über einen Feldweg zu einem kleinen Eichenhain östlich von Cheddar  - dem einzigen in dieser Gegend - und dort gab es eine kleine Lichtung, auf der man den Vollmond sehen konnte. Ich war schon früher hier gewesen und hatte im Mondlicht gebadet und Stoffstreifen an die Zweige gebunden. Selbst Aidan hatte ich schon hierher gebracht und seine kleinen Händchen auf den Stamm der Eiche gelegt. Es war ein guter Ort. <br />
<br />
Die Lichtung selbst war voll saftigem Gras und tiefgrünem Moos und ein Hase hoppelte aufgeschreckt davon, als wir auf die Lichtung traten. Ich suchte mir eine bequeme Stelle und setzte mich erst einmal hin um noch ein wenig den Mond zu betrachten. Hier konnten wir auch ungestört noch einige Minuten plaudern. Kurz schloss ich meine Augen. "Setz dich zu mir, Ciaran und erzähle mir ein wenig von dir und deinem Bruder." Mein Lächeln war freundlich und einladend.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lughnasadh]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=501</link>
			<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 13:54:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=61">Chronist</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=501</guid>
			<description><![CDATA[Lughnasadh fand immer in der Mitte zwischen der Sommersonnenwende – Litha – und der Herbst-Tagundnachtgleiche – Mabon – statt. Man sagte, es gehe auf den Sonnengott Lugh höchstselbst zurück, der an diesem Tag den Tod der Erdgöttin betrauerte und ihr zu Ehren Festspiele veranstaltete, um ihre Gaben an die Menschen zu Ehren. Und so wurde dieses Fest dann auch seit Jahrhunderten begangen. Alle keltischen Stämme hielten einige Tage vor und auch einige Tage nach Lughnasadh einen strengen Frieden ein, so dass jeder in seine Heimat sicher reisen konnte und keine Angst vor Überfällen haben musste. Es war eine freudige Zeit des Überflusses, und so wurde dieser Tag auch in Cheddar begangen.<br />
<br />
<br />
Man hatte die nächstgelegenen Dörfer und einzelnen Hütten dieses Jahr hierher eingeladen. Selbst die Leute aus Iscalis wurden in diesen Frieden heute mit einbezogen. Den Patron der Stadt hatte man einige Tage vorher informiert und natürlich auch eingeladen, auch wenn Tiberius Furius Saturninus hier keine Ehrungen erwarten konnte wie bei den Römern, sondern auch als ein Gast unter vielen eben das Fest besuchen würde müssen.<br />
Einzig die Legion war explizit nicht erwünscht, und über die üblichen Kanäle hatte man das durchaus mitteilen lassen in der Hoffnung, dass dies respektiert wurde. Es gab nichts frevelhafteres unter der Sonne, als an Lughnasadh Streit anzufangen.<br />
<br />
<br />
Was es aber dafür gab, war ein sehr buntes Treiben. Es glich wohl am ehesten einem Jahrmarkt, denn natürlich hatten die Leute auch allerlei Dinge zum Handeln mitgebracht, die sie untereinander tauschten oder verkauften. So gab es Vieh, Stoffe, Schmuckstücke und Werkzeuge an allen Ecken zu sehen. Aber auch Beischläferinnen – die offiziellen Nebenfrauen der reichsten Kelten – wurden heute verkauft. Häufig waren es arme Väter, die sich keine Mitgift für ihre jüngeren Töchter leisten konnten und so lieber ein hübsches Mädchen verkauften, um die ganze Familie damit zu ernähren, als dass am Ende alle hungern würden. Vor allen Dingen aber war dies auch ein Tag der Verlobungen und Hochzeiten. Fand sich ein junges Paar, konnte es zum heiligen Stein in der Ortsmitte gehen, in dessen Mitte ein Loch war. Fasste man sich hierdurch an der Hand, war man verheiratet für ein Jahr und einen Tag. Sollte man sich danach gegen eine längere Ehe entscheiden, hatte dies keinerlei Konsequenzen. Man ging einfach wieder getrennter Wege und lebte weiter. Oder aber, man machte es dann fest und ließ die Hände zusammenbinden als Zeichen einer richtigen Ehe.<br />
Doch gab es auch eine Reihe Wettkämpfe, in der sich vor allen Dingen die jungen Männer messen konnten. So gab es verschiedene Wettrennen zu Fuß oder zu Pferd – bei denen es im Übrigen durchaus erlaubt war, den Kontrahenten zu schubsen, solange niemand verletzt wurde – oder auch etwas außerhalb des Dorfes am nächsten geeigneten Hügel ein Wettrennen mit einem Käserad, das derjenige, der es als erster einholte, behalten durfte. Auf einer nahen Wiese wurde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hurling" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Iomáint </a>gespielt, mit ständig wechselnden Mannschaften, so dass eigentlich kaum jemand Punkte zählte. Es ging mehr um den Spaß als um den Sieg.<br />
<br />
<br />
Und auch Lugh lachte an diesem Tag fröhlich von oben herab, denn die Sonne schien an einem strahlend blauen Himmel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Lughnasadh fand immer in der Mitte zwischen der Sommersonnenwende – Litha – und der Herbst-Tagundnachtgleiche – Mabon – statt. Man sagte, es gehe auf den Sonnengott Lugh höchstselbst zurück, der an diesem Tag den Tod der Erdgöttin betrauerte und ihr zu Ehren Festspiele veranstaltete, um ihre Gaben an die Menschen zu Ehren. Und so wurde dieses Fest dann auch seit Jahrhunderten begangen. Alle keltischen Stämme hielten einige Tage vor und auch einige Tage nach Lughnasadh einen strengen Frieden ein, so dass jeder in seine Heimat sicher reisen konnte und keine Angst vor Überfällen haben musste. Es war eine freudige Zeit des Überflusses, und so wurde dieser Tag auch in Cheddar begangen.<br />
<br />
<br />
Man hatte die nächstgelegenen Dörfer und einzelnen Hütten dieses Jahr hierher eingeladen. Selbst die Leute aus Iscalis wurden in diesen Frieden heute mit einbezogen. Den Patron der Stadt hatte man einige Tage vorher informiert und natürlich auch eingeladen, auch wenn Tiberius Furius Saturninus hier keine Ehrungen erwarten konnte wie bei den Römern, sondern auch als ein Gast unter vielen eben das Fest besuchen würde müssen.<br />
Einzig die Legion war explizit nicht erwünscht, und über die üblichen Kanäle hatte man das durchaus mitteilen lassen in der Hoffnung, dass dies respektiert wurde. Es gab nichts frevelhafteres unter der Sonne, als an Lughnasadh Streit anzufangen.<br />
<br />
<br />
Was es aber dafür gab, war ein sehr buntes Treiben. Es glich wohl am ehesten einem Jahrmarkt, denn natürlich hatten die Leute auch allerlei Dinge zum Handeln mitgebracht, die sie untereinander tauschten oder verkauften. So gab es Vieh, Stoffe, Schmuckstücke und Werkzeuge an allen Ecken zu sehen. Aber auch Beischläferinnen – die offiziellen Nebenfrauen der reichsten Kelten – wurden heute verkauft. Häufig waren es arme Väter, die sich keine Mitgift für ihre jüngeren Töchter leisten konnten und so lieber ein hübsches Mädchen verkauften, um die ganze Familie damit zu ernähren, als dass am Ende alle hungern würden. Vor allen Dingen aber war dies auch ein Tag der Verlobungen und Hochzeiten. Fand sich ein junges Paar, konnte es zum heiligen Stein in der Ortsmitte gehen, in dessen Mitte ein Loch war. Fasste man sich hierdurch an der Hand, war man verheiratet für ein Jahr und einen Tag. Sollte man sich danach gegen eine längere Ehe entscheiden, hatte dies keinerlei Konsequenzen. Man ging einfach wieder getrennter Wege und lebte weiter. Oder aber, man machte es dann fest und ließ die Hände zusammenbinden als Zeichen einer richtigen Ehe.<br />
Doch gab es auch eine Reihe Wettkämpfe, in der sich vor allen Dingen die jungen Männer messen konnten. So gab es verschiedene Wettrennen zu Fuß oder zu Pferd – bei denen es im Übrigen durchaus erlaubt war, den Kontrahenten zu schubsen, solange niemand verletzt wurde – oder auch etwas außerhalb des Dorfes am nächsten geeigneten Hügel ein Wettrennen mit einem Käserad, das derjenige, der es als erster einholte, behalten durfte. Auf einer nahen Wiese wurde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hurling" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Iomáint </a>gespielt, mit ständig wechselnden Mannschaften, so dass eigentlich kaum jemand Punkte zählte. Es ging mehr um den Spaß als um den Sieg.<br />
<br />
<br />
Und auch Lugh lachte an diesem Tag fröhlich von oben herab, denn die Sonne schien an einem strahlend blauen Himmel.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hauptstraße von Cheddar]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=493</link>
			<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 10:16:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=96">Cinead</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=493</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=289&amp;pid=6350#pid6350" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
Cheddar war nicht allzu weit entfernt von Iscalis und mein Brauner war kräftig und flink wie der Wind und es dauerte nicht lange, bis ich samt Niamh auf der Hauptstraße von Cheddar angekommen war. Man konnte bereits die ersten Häuschen sehen und man musste von hier nur der Straße folgen. Mein Weg würde hier allerdings abzweigen, da ich zurück zur Höhle reiten würde, wo ich auf meinen Bruder warten würde. <br />
<br />
Mein Pferd verfiel in einen gemütlichen Schritt als wir das erste Häuschen passiert hatten und ich sprach das erste Mal wieder mit Niamh, die anscheinend den Ritt über nur geschluchzt oder sowas hatte. Versteh einer die Weiber...<br />
<br />
"Wir sind da, Prinzesschen" stellte ich fest, als das Pferd endgültig stehen blieb. Ich drehte mich um und kramte nach einem Bündel, das in meine Decke eingewickelt hinter dem Sattel festgebunden war. Es war ein einfaches rechteckiges Tuch, das man als Schultertuch verwenden konnte, wenn einem kalt war und darin waren ein Kanten Brot, ein Stück Käse, ein paar Äpfel, ein kleiner Beutel mit ein paar Kupfermünzen sowie einer einfachen Tunika in matschbraun.<br />
<br />
Ich ließ Niamh absteigen und reichte ihr dann das Bündel. "Hier, das ist für dich. Hier leben fast nur Kelten...du solltest hier bestimmt unterkommen. Am Dorfrand da hinten lebt auch eine Hexe, falls du mehr Heilung brauchst" Damit war eigentlich alles gesagt. Ich wartete noch kurz, ob das Mädel noch irgendetwas brauchte, während der Braune schon wieder ungeduldig tänzelte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=289&amp;pid=6350#pid6350" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
Cheddar war nicht allzu weit entfernt von Iscalis und mein Brauner war kräftig und flink wie der Wind und es dauerte nicht lange, bis ich samt Niamh auf der Hauptstraße von Cheddar angekommen war. Man konnte bereits die ersten Häuschen sehen und man musste von hier nur der Straße folgen. Mein Weg würde hier allerdings abzweigen, da ich zurück zur Höhle reiten würde, wo ich auf meinen Bruder warten würde. <br />
<br />
Mein Pferd verfiel in einen gemütlichen Schritt als wir das erste Häuschen passiert hatten und ich sprach das erste Mal wieder mit Niamh, die anscheinend den Ritt über nur geschluchzt oder sowas hatte. Versteh einer die Weiber...<br />
<br />
"Wir sind da, Prinzesschen" stellte ich fest, als das Pferd endgültig stehen blieb. Ich drehte mich um und kramte nach einem Bündel, das in meine Decke eingewickelt hinter dem Sattel festgebunden war. Es war ein einfaches rechteckiges Tuch, das man als Schultertuch verwenden konnte, wenn einem kalt war und darin waren ein Kanten Brot, ein Stück Käse, ein paar Äpfel, ein kleiner Beutel mit ein paar Kupfermünzen sowie einer einfachen Tunika in matschbraun.<br />
<br />
Ich ließ Niamh absteigen und reichte ihr dann das Bündel. "Hier, das ist für dich. Hier leben fast nur Kelten...du solltest hier bestimmt unterkommen. Am Dorfrand da hinten lebt auch eine Hexe, falls du mehr Heilung brauchst" Damit war eigentlich alles gesagt. Ich wartete noch kurz, ob das Mädel noch irgendetwas brauchte, während der Braune schon wieder ungeduldig tänzelte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf dem Weg nach Cheddar]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=481</link>
			<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 09:59:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=25">Legionär</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=481</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=412&amp;pid=6025#pid6025" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a>  </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Schnell hatte Plinius sich seine Männer ausgesucht, es waren die mit denen er schon einmal zusammengearbeitet hatte. Jeder bekam seine Perücke und Hose zugeteilt und schon ging es in ohne Formation los, so wie es Ovidius befohlen hatte. Jetzt hieß es sich beeilen. Curius der Reiter wurde losgeschickt, er sollte erkunden wo genau der Centurio sich befand. Falls er zu dicht an Cheddar war, sollte Curius ihn irgendwie aufhalten, ansonsten zurückkehren und ihnen berichten wo sich Octavius aufhielt. </span></span><br />
<span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Im Eilmarsch ging es in Richtung Cheddar. Sie hatten Glück unterwegs begegnet ihnen kaum jemand. Die Menschen die außerhalb von Iscalis wohnten, waren entweder in der Stadt oder arbeiteten zu Hause. Singen würden sie nicht, schließlich wollten sie nicht besonders auffallen.</span> </span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=412&amp;pid=6025#pid6025" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;&gt;</a>  </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Schnell hatte Plinius sich seine Männer ausgesucht, es waren die mit denen er schon einmal zusammengearbeitet hatte. Jeder bekam seine Perücke und Hose zugeteilt und schon ging es in ohne Formation los, so wie es Ovidius befohlen hatte. Jetzt hieß es sich beeilen. Curius der Reiter wurde losgeschickt, er sollte erkunden wo genau der Centurio sich befand. Falls er zu dicht an Cheddar war, sollte Curius ihn irgendwie aufhalten, ansonsten zurückkehren und ihnen berichten wo sich Octavius aufhielt. </span></span><br />
<span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Im Eilmarsch ging es in Richtung Cheddar. Sie hatten Glück unterwegs begegnet ihnen kaum jemand. Die Menschen die außerhalb von Iscalis wohnten, waren entweder in der Stadt oder arbeiteten zu Hause. Singen würden sie nicht, schließlich wollten sie nicht besonders auffallen.</span> </span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Unter Kelten - Nach der Razzia in Cheddar]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=435</link>
			<pubDate>Fri, 26 May 2023 19:07:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=91">Licinianus Owain</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=435</guid>
			<description><![CDATA[Auf dem Weg zum Dorfplatz sagte ich allen, die ich sah, si sollten dort auch hinkommen. Der Römer wollte mit ihnen sprechen. Seinen in meinen Ohren überkandidelten Titel, den ich ohnehin schon wieder vergessen hatte, nannte ich natürlich aus eben diesen Gründen nicht. Nach und nach füllte sich der Platz. Einige der Gesichter kannte ich bereits. Sie gehörten entweder zu meiner Kundschaft oder waren jene, die ich heute während des Raubzuges der Römer kennengelernt hatte. Immer wieder hörte ich die selbe Fragen aus ihren Mündern. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Was will der hier? Was hat der uns denn schon zu sagen? Bekommen wir unsere Sachen wieder zurück? </span>Alle diese Fragen konnte ich natürlich nicht beantworten. Das musste der Römer schon selbst tun. Dann fiel mein Blick auf einen Mann, dessen Frau vor den Augen ihrer Kinder vergewaltigt worden war. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Wie geht es Eigyr?"</span> fragte ich ihn. Er aber schüttelte nur seinen Kopf und hatte Tränen in den Augen. Die Anblick ließ meine Wut noch weiter wachsen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Bring sie her! Und bring deine Kinder mit! Der verdammte Römer soll sie sehen!" </span>Was würde dieser Lackaffe sagen, wenn er sie sah?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf dem Weg zum Dorfplatz sagte ich allen, die ich sah, si sollten dort auch hinkommen. Der Römer wollte mit ihnen sprechen. Seinen in meinen Ohren überkandidelten Titel, den ich ohnehin schon wieder vergessen hatte, nannte ich natürlich aus eben diesen Gründen nicht. Nach und nach füllte sich der Platz. Einige der Gesichter kannte ich bereits. Sie gehörten entweder zu meiner Kundschaft oder waren jene, die ich heute während des Raubzuges der Römer kennengelernt hatte. Immer wieder hörte ich die selbe Fragen aus ihren Mündern. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Was will der hier? Was hat der uns denn schon zu sagen? Bekommen wir unsere Sachen wieder zurück? </span>Alle diese Fragen konnte ich natürlich nicht beantworten. Das musste der Römer schon selbst tun. Dann fiel mein Blick auf einen Mann, dessen Frau vor den Augen ihrer Kinder vergewaltigt worden war. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Wie geht es Eigyr?"</span> fragte ich ihn. Er aber schüttelte nur seinen Kopf und hatte Tränen in den Augen. Die Anblick ließ meine Wut noch weiter wachsen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Bring sie her! Und bring deine Kinder mit! Der verdammte Römer soll sie sehen!" </span>Was würde dieser Lackaffe sagen, wenn er sie sah?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Sklave und der Patrizier - kurz vor Cheddar]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=433</link>
			<pubDate>Thu, 25 May 2023 11:28:28 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=3">Tiberius Furius Saturninus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=433</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=251&amp;pid=4817#pid4817" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a>  Saturninus war ruhig, fast stoisch gewesen, als er in der Villa hatte seine Anweisungen geben können. Doch je mehr sie sich Cheddar näherten, das ein wenig außerhalb der Stadt lag, desto mehr Sorgen machte er sich um Deirdre und das Kind. Es war ihr größter Wunsch gewesen, ein kleines Heim für sich zu haben. Er hatte sich überzeugen lassen, es ihr zu gewähren. Überhaupt wollte er für sie sorgen. Er hatte Deirdre lieb - auf eine andere Art, als er Lucretia Serena liebte und wieder auf eine andere Art, als er Liciniana Aglaia gern hatte, doch sie war als Jungfrau in sein Haus gekommen, und er hatte er ihr versprochen, dass sie für immer zu seiner Familie gehören würde. Jetzt gerade war Saturninus ein Mann, der sich um seine Lieben sorgte. Er ritt so schnell wie es die Verhältnisse auf der Straße zuließen, aber es machte ihm auch nichts aus, mit drohender Peitsche zu verstehen zu geben, dass man ihm aus dem Weg gehen sollte. Durch seine Kleidung und das feine dunkle, geschmückte  Schuhwerk als Patrizier gekennzeichnet, war Saturninus daran gewöhnt, dass man ihm Platz machte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Seit wann leistest du Sklavendienst bei deiner Herrin?"</span></span>, fragte er Owain, der auf seinem Muli ritt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=251&amp;pid=4817#pid4817" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a>  Saturninus war ruhig, fast stoisch gewesen, als er in der Villa hatte seine Anweisungen geben können. Doch je mehr sie sich Cheddar näherten, das ein wenig außerhalb der Stadt lag, desto mehr Sorgen machte er sich um Deirdre und das Kind. Es war ihr größter Wunsch gewesen, ein kleines Heim für sich zu haben. Er hatte sich überzeugen lassen, es ihr zu gewähren. Überhaupt wollte er für sie sorgen. Er hatte Deirdre lieb - auf eine andere Art, als er Lucretia Serena liebte und wieder auf eine andere Art, als er Liciniana Aglaia gern hatte, doch sie war als Jungfrau in sein Haus gekommen, und er hatte er ihr versprochen, dass sie für immer zu seiner Familie gehören würde. Jetzt gerade war Saturninus ein Mann, der sich um seine Lieben sorgte. Er ritt so schnell wie es die Verhältnisse auf der Straße zuließen, aber es machte ihm auch nichts aus, mit drohender Peitsche zu verstehen zu geben, dass man ihm aus dem Weg gehen sollte. Durch seine Kleidung und das feine dunkle, geschmückte  Schuhwerk als Patrizier gekennzeichnet, war Saturninus daran gewöhnt, dass man ihm Platz machte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Seit wann leistest du Sklavendienst bei deiner Herrin?"</span></span>, fragte er Owain, der auf seinem Muli ritt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Im Morgengrauen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=421</link>
			<pubDate>Fri, 05 May 2023 21:13:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=93">Titus Ovidius Decula</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=421</guid>
			<description><![CDATA[Die Kelten feierten ihr Fruchtbarkeitsfest Beltane. Das bedeutete, dass Cheddar in dieser Zeit nur von den Alten und Kranken bewohnt sein würde. Es war der perfekte Zeitpunkt, dort eine Razzia durchzuführen. Diesmal hatte ich eine Vexillation von achzig Mann dabei. Einige der Milites waren ortskundig. Doch das hätten sie nicht sein müssen. Was für ein Dreckskaff. Der Geruch hätte mich auch ohne Ortskundige geleitet. Die "Häuser" glichen eher umgestülpten Halbkugeln. Die Wege waren ungepflastert, und eine Weile wateten wir im Dreck.<br />
Ich beugte mich zu Plinius "Plattmachen und ein paar schöne Insulae errichten", schlug ich ihm als Witz vor und dann lauter für alle: "Ausschwärmen. Ort sichern. Wollen wir doch mal sehen, wem wir einen Besuch abstatten"<br />
Alles Wichtige hatte ich der Vexillation zuvor zugesichert: Kleinere Beute wie Wertsachen durften beschlagnahmt werden, denn wozu sollten Barbaren Wertsachen haben wenn nicht zu Unrecht? Die Weiber, wenn es denn sein musste. Es würde ihnen nichts schaden. Ich ging davon aus, dass sie ohnehin alle alt und hässlich sein würden. Ich musste meinen Männern jedoch auch ein wenig Vergnügen gönnen. Das Vieh und die Leute sollten sie am Leben lassen. Nur wer uns dumm käme, würde eins aufs Maul bekommen. <br />
Ab da waren wir leise. Meine Legionäre hatten ihre Schwertgehänge und Gürtel mit Binden umwickelt, um sich nicht durch Klirren zu verraten. Ohne bemerkt zu werden, zogen wir den Kreis um Cheddar.<br />
Nicht einmal die Dorfköter gaben Laut, bis wir fast in ihren Vorgärten standen.<br />
Ein paar Gebäude und ihre Einwohner hatte ich vor, genauer zu inspizieren. Es waren ein fast römisch anmutendes kleines Haus und eine Schmiede, deren Besitzer gewechselt hatte. Und sonst diejenigen, der uns verdächtig erscheinen würden.<br />
<br />
Erst als wir in Position waren, ließ ich den Lituus - Trompeter zu mir kommen. Der Lituus war jenes Signalinstrument mit dem hellen, metallischen Ton, der auf die Nerven ging wie Zahnweh.<br />
Wir warteten bis kurz vor Morgengrauen.  Dann würde der Lituus schrillen und die wenigen verbliebenen Bewohner Cheddars aus dem Schlaf reißen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Kelten feierten ihr Fruchtbarkeitsfest Beltane. Das bedeutete, dass Cheddar in dieser Zeit nur von den Alten und Kranken bewohnt sein würde. Es war der perfekte Zeitpunkt, dort eine Razzia durchzuführen. Diesmal hatte ich eine Vexillation von achzig Mann dabei. Einige der Milites waren ortskundig. Doch das hätten sie nicht sein müssen. Was für ein Dreckskaff. Der Geruch hätte mich auch ohne Ortskundige geleitet. Die "Häuser" glichen eher umgestülpten Halbkugeln. Die Wege waren ungepflastert, und eine Weile wateten wir im Dreck.<br />
Ich beugte mich zu Plinius "Plattmachen und ein paar schöne Insulae errichten", schlug ich ihm als Witz vor und dann lauter für alle: "Ausschwärmen. Ort sichern. Wollen wir doch mal sehen, wem wir einen Besuch abstatten"<br />
Alles Wichtige hatte ich der Vexillation zuvor zugesichert: Kleinere Beute wie Wertsachen durften beschlagnahmt werden, denn wozu sollten Barbaren Wertsachen haben wenn nicht zu Unrecht? Die Weiber, wenn es denn sein musste. Es würde ihnen nichts schaden. Ich ging davon aus, dass sie ohnehin alle alt und hässlich sein würden. Ich musste meinen Männern jedoch auch ein wenig Vergnügen gönnen. Das Vieh und die Leute sollten sie am Leben lassen. Nur wer uns dumm käme, würde eins aufs Maul bekommen. <br />
Ab da waren wir leise. Meine Legionäre hatten ihre Schwertgehänge und Gürtel mit Binden umwickelt, um sich nicht durch Klirren zu verraten. Ohne bemerkt zu werden, zogen wir den Kreis um Cheddar.<br />
Nicht einmal die Dorfköter gaben Laut, bis wir fast in ihren Vorgärten standen.<br />
Ein paar Gebäude und ihre Einwohner hatte ich vor, genauer zu inspizieren. Es waren ein fast römisch anmutendes kleines Haus und eine Schmiede, deren Besitzer gewechselt hatte. Und sonst diejenigen, der uns verdächtig erscheinen würden.<br />
<br />
Erst als wir in Position waren, ließ ich den Lituus - Trompeter zu mir kommen. Der Lituus war jenes Signalinstrument mit dem hellen, metallischen Ton, der auf die Nerven ging wie Zahnweh.<br />
Wir warteten bis kurz vor Morgengrauen.  Dann würde der Lituus schrillen und die wenigen verbliebenen Bewohner Cheddars aus dem Schlaf reißen.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>