<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Forum - Markt]]></title>
		<link>https://adlerchronik.de/</link>
		<description><![CDATA[Forum - https://adlerchronik.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2026 08:57:46 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[[Auf dem Markt] - Ein waghalsiger Beginn, Part 2]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=960</link>
			<pubDate>Sun, 01 Jun 2025 18:51:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=117">Cassia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=960</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/hGNJD789/Bran-und-Cassia-2-4.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Bran-und-Cassia-2-4.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<br />
Immer wieder hatte Cassia den <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=11&amp;pid=13938#pid13938" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Brief</a> des claudischen Sklaven durchgelesen. So dass dieser an einigen Stellen wahrlich Risse aufwies und das Pergament bereits deutlich durchscheinender geworden war. So oft wie Cassia den Brief in ihren Händen hin- und her drehte. Und sogar auch umdrehte, um zu überprüfen ob sich Bran eventuell einen Scherz mit ihr erlaubte. Aber nein, da stand glasklar, dass er sich mit ihr auf dem Viehmarkt treffen wollte. Eigentlich hätte sich Cassia nun gefreut, wäre da nur nicht die Tatsache gewesen, dass sie das Gespräch zwischen ihrem Dominus und seiner Ehefrau belauscht hatte. Sie würde unweigerlich von ihrer kleinen Domina getrennt werden. Dies hatte die Domina unmissverständlich kund getan. Jetzt lag es an ihrem Dominus, ob Cassia verkauft werden würde oder ob man sie auf das furische Landgut schickte. Beide Optionen gefielen Cassia ganz und gar nicht. Nein! Überhaupt nicht. Sie verabscheute beide Optionen. Wieso hatte sich die kleine Domina denn nicht für sie eingesetzt? Wollte Furia Saturnina etwa, dass ihre liebste Freundin verkauft wurde? Seit diesem Tag hielt man die Mädchen getrennt voneinander. Cassia wurde zu alltäglichen Arbeiten im Haushalt eingesetzt und sah Furia Saturnina nur noch, wenn es ihr Dominus erlaubte und sie der kleinen Domina eine Gute Nacht wünschen durfte. Denn natürlich forderte Furia Saturnina ihre alltägliche Kuscheleinheit mit <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ihrer</span> Cassia. Doch selbst in diesen warmen Augenblicken behielt Cassia ihre Gedanken für sich. Auch wenn es ihr das Herz brach, wenn sie in Furia Saturninas liebe Augen blickte.<br />
<br />
Eines Tages wurde Cassia in die Culina gerufen. Dort erhielt sie von der Köchin die Aufgabe, frische Eier auf dem Markt der Provinz zu kaufen. Und Cassia nickte auf diese Anweisung ohne zu protestieren. Denn das bedeutete auch, sie würde Bran wieder sehen. Beim Gedanken an den claudischen Sklaven spürte Cassia nämlich wie ihr Herz vor Aufregung ganz doll in ihrer Brust pochte. War das etwa ein Zeichen dafür, dass sie sich verliebt hatte? Den kleinen Weidenkorb drückte Cassia ganz fest an ihre Brust, als sie mit beinahe eiligen Schritten die Culina verließ. Den Flur entlang ging und schließlich durch die Hintertüre nach draußen verschwand. Kaum war Cassia vor der Villa Furia angekommen, ließ sie ihren Blick an dem Gemäuer empor gleiten und schluckte hart. Bald würde sie diesen Mauern den Rücken kehren. Sie würde sich nämlich zusammen mit Bran auf den Weg nach Londinium machen. Auch wenn es ihr das Herz zerriss, wenn sie dabei an ihre kleine Domina dachte. Doch Furia Saturnina würde sie alsbald vergessen haben, wenn sie von ihrer Mutter in die alltäglichen Dinge eingebunden wurde, die eine furische Dame zu wissen und zu lernen hatte. Mit diesen Gedanken im Kopf und der Liste in den Händen eilte sich Cassia gen der Märkte. Denn dort, hoffte sie Bran wieder zu begegnen.<br />
<br />
Geschwinden Schrittes erreichte sie die Marktstände und ließ ihren Blick sogleich suchend von links nach rechts gleiten. Es herrschte reges Gedränge, so dass Cassia aufpassen musste, dass sie nicht gestoßen wurde. Suchend ließ sie ihren Blick von links nach rechts gleiten. Bis sie den Bereich des Marktes erreichte, auf dem sich die Pferche der Tiere dicht an dicht drängten und der Gestank nach Exkrementen Überhand nahm. Augenblicklich begann Cassia flacher zu atmen und blickte sich suchend nach Bran, genauer gesagt nach dem Händler der Hühner um.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/hGNJD789/Bran-und-Cassia-2-4.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Bran-und-Cassia-2-4.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<br />
Immer wieder hatte Cassia den <a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=11&amp;pid=13938#pid13938" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Brief</a> des claudischen Sklaven durchgelesen. So dass dieser an einigen Stellen wahrlich Risse aufwies und das Pergament bereits deutlich durchscheinender geworden war. So oft wie Cassia den Brief in ihren Händen hin- und her drehte. Und sogar auch umdrehte, um zu überprüfen ob sich Bran eventuell einen Scherz mit ihr erlaubte. Aber nein, da stand glasklar, dass er sich mit ihr auf dem Viehmarkt treffen wollte. Eigentlich hätte sich Cassia nun gefreut, wäre da nur nicht die Tatsache gewesen, dass sie das Gespräch zwischen ihrem Dominus und seiner Ehefrau belauscht hatte. Sie würde unweigerlich von ihrer kleinen Domina getrennt werden. Dies hatte die Domina unmissverständlich kund getan. Jetzt lag es an ihrem Dominus, ob Cassia verkauft werden würde oder ob man sie auf das furische Landgut schickte. Beide Optionen gefielen Cassia ganz und gar nicht. Nein! Überhaupt nicht. Sie verabscheute beide Optionen. Wieso hatte sich die kleine Domina denn nicht für sie eingesetzt? Wollte Furia Saturnina etwa, dass ihre liebste Freundin verkauft wurde? Seit diesem Tag hielt man die Mädchen getrennt voneinander. Cassia wurde zu alltäglichen Arbeiten im Haushalt eingesetzt und sah Furia Saturnina nur noch, wenn es ihr Dominus erlaubte und sie der kleinen Domina eine Gute Nacht wünschen durfte. Denn natürlich forderte Furia Saturnina ihre alltägliche Kuscheleinheit mit <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ihrer</span> Cassia. Doch selbst in diesen warmen Augenblicken behielt Cassia ihre Gedanken für sich. Auch wenn es ihr das Herz brach, wenn sie in Furia Saturninas liebe Augen blickte.<br />
<br />
Eines Tages wurde Cassia in die Culina gerufen. Dort erhielt sie von der Köchin die Aufgabe, frische Eier auf dem Markt der Provinz zu kaufen. Und Cassia nickte auf diese Anweisung ohne zu protestieren. Denn das bedeutete auch, sie würde Bran wieder sehen. Beim Gedanken an den claudischen Sklaven spürte Cassia nämlich wie ihr Herz vor Aufregung ganz doll in ihrer Brust pochte. War das etwa ein Zeichen dafür, dass sie sich verliebt hatte? Den kleinen Weidenkorb drückte Cassia ganz fest an ihre Brust, als sie mit beinahe eiligen Schritten die Culina verließ. Den Flur entlang ging und schließlich durch die Hintertüre nach draußen verschwand. Kaum war Cassia vor der Villa Furia angekommen, ließ sie ihren Blick an dem Gemäuer empor gleiten und schluckte hart. Bald würde sie diesen Mauern den Rücken kehren. Sie würde sich nämlich zusammen mit Bran auf den Weg nach Londinium machen. Auch wenn es ihr das Herz zerriss, wenn sie dabei an ihre kleine Domina dachte. Doch Furia Saturnina würde sie alsbald vergessen haben, wenn sie von ihrer Mutter in die alltäglichen Dinge eingebunden wurde, die eine furische Dame zu wissen und zu lernen hatte. Mit diesen Gedanken im Kopf und der Liste in den Händen eilte sich Cassia gen der Märkte. Denn dort, hoffte sie Bran wieder zu begegnen.<br />
<br />
Geschwinden Schrittes erreichte sie die Marktstände und ließ ihren Blick sogleich suchend von links nach rechts gleiten. Es herrschte reges Gedränge, so dass Cassia aufpassen musste, dass sie nicht gestoßen wurde. Suchend ließ sie ihren Blick von links nach rechts gleiten. Bis sie den Bereich des Marktes erreichte, auf dem sich die Pferche der Tiere dicht an dicht drängten und der Gestank nach Exkrementen Überhand nahm. Augenblicklich begann Cassia flacher zu atmen und blickte sich suchend nach Bran, genauer gesagt nach dem Händler der Hühner um.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[[Auf dem Markt] Hühner, zwei Ferkel, eine Milchziege]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=957</link>
			<pubDate>Tue, 20 May 2025 15:09:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=157">Catia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=957</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=313&amp;pid=13916#pid13916" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/7LFVPv4H/Markt3.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Markt3.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
Für jemand aus Cheddar war der Iscaler Markt schon groß und verwirrend. Catia war ja nie in einer großen Stadt wie beispielsweise Londinium gewesen. Iscalis schien ihr schon wie ein verrückter Ort, an dem es einfach alles so, wollte heißen ohne Mühe gab. Es wurde nicht etwa gebuttert oder der Rahm abgeschöpft, nein, da gab es Butter in Fässern, die besonders von den Einheimischen gerne gegessen wurde, da gab es Käse auf großen, fleischigen Blättern und Tontöpfe voller Rahm. Da musste man nicht zum Schmied gehen und eine Sichel bestellen, da hingen große und kleine Sicheln an Haken und warteten nur. Und Tiere gab es, eine größere Anzahl als Catia je in ihrem Dorf gesehen hatte, die warteten alle darauf, verkauft zu werden. Um sie zu kaufen, brauchte man Geld. Vorher hatte sich Catia zwar über die glänzenden Münzen gefreut, die Regat ihr heimlich zugesteckt hatte, ohne dass der Onkel es merkte, aber in ihrem Alltag hatten Sesterze doch keine Rolle gespielt. In den Canabae war sie noch zu klein gewesen, um den Wert des Geldes zu erkennen. Jetzt so langsam kannte Catia seinen Wert. <br />
Ihre schwarzen Augen überflogen das Angebot von Hühnern. Es standen einige zur Auswahl: Gefleckte, schwarze, braune und ein paar rein weiße, die sich aufplusterten. Die Britonen kannten zwar Haushühner,  aber erst durch die Römer waren sie in großer Anzahl nach Britannien gekommen. Der Onkel hatte mehr ihr Fleisch als ihre Eier geschätzt, Catia mochte aber beides. <br />
Catia drehte sich zu Louarn um: <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Wie hübsch sie sind, wie Weidekätzchen!"</span>, sagte sie aufgeregt: <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ob sie auch so schneeweiße Eier legen, Louarn?"</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=313&amp;pid=13916#pid13916" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/7LFVPv4H/Markt3.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Markt3.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
Für jemand aus Cheddar war der Iscaler Markt schon groß und verwirrend. Catia war ja nie in einer großen Stadt wie beispielsweise Londinium gewesen. Iscalis schien ihr schon wie ein verrückter Ort, an dem es einfach alles so, wollte heißen ohne Mühe gab. Es wurde nicht etwa gebuttert oder der Rahm abgeschöpft, nein, da gab es Butter in Fässern, die besonders von den Einheimischen gerne gegessen wurde, da gab es Käse auf großen, fleischigen Blättern und Tontöpfe voller Rahm. Da musste man nicht zum Schmied gehen und eine Sichel bestellen, da hingen große und kleine Sicheln an Haken und warteten nur. Und Tiere gab es, eine größere Anzahl als Catia je in ihrem Dorf gesehen hatte, die warteten alle darauf, verkauft zu werden. Um sie zu kaufen, brauchte man Geld. Vorher hatte sich Catia zwar über die glänzenden Münzen gefreut, die Regat ihr heimlich zugesteckt hatte, ohne dass der Onkel es merkte, aber in ihrem Alltag hatten Sesterze doch keine Rolle gespielt. In den Canabae war sie noch zu klein gewesen, um den Wert des Geldes zu erkennen. Jetzt so langsam kannte Catia seinen Wert. <br />
Ihre schwarzen Augen überflogen das Angebot von Hühnern. Es standen einige zur Auswahl: Gefleckte, schwarze, braune und ein paar rein weiße, die sich aufplusterten. Die Britonen kannten zwar Haushühner,  aber erst durch die Römer waren sie in großer Anzahl nach Britannien gekommen. Der Onkel hatte mehr ihr Fleisch als ihre Eier geschätzt, Catia mochte aber beides. <br />
Catia drehte sich zu Louarn um: <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Wie hübsch sie sind, wie Weidekätzchen!"</span>, sagte sie aufgeregt: <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Ob sie auch so schneeweiße Eier legen, Louarn?"</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Gabinierhofleute auf dem Markt....]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=877</link>
			<pubDate>Sun, 16 Feb 2025 14:13:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=19">Publius Gabinius Secundus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=877</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/XJYVjXn0/Einkaufen-6-mit-Stadttor.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Einkaufen-6-mit-Stadttor.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=399&amp;pid=12918#pid12918" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
Nachdem ich meinen Antrag gestellt hatte, unter die Honoratioren von Iscalis aufgenommen zu werden, gingen wir in Richtung des Marktes. Den Sklaven- und Viehmarkt ließen wir aus, da brauchten wir nichts, aber ich hatte vergessen, wie groß der Markt war und wieviel es für unseren Sohn und die Jungen zu sehen gab. Da waren nicht nur Marktstände, sondern auch Gaukler, Puppenspieler und Frauen, die einem für ein paar Asse die Zukunft voraussagten. Das ganze Umland schien hier zu sein (ich war seit wir die Tabernae belieferten, nicht mehr oft mit einem Stand auf dem Markt vertreten)<br />
Ich hielt Stellas Hand in der einen und Quiwon an der anderen, um sie sicher durch das Getümmel zu führen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Wo finden wir deinen Dattelmann, Fridila?"</span></span>, fragte ich meine Frau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><a href="https://postimages.org/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="https://i.postimg.cc/XJYVjXn0/Einkaufen-6-mit-Stadttor.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Einkaufen-6-mit-Stadttor.jpg]" class="mycode_img" /></a></div>
<br />
<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=399&amp;pid=12918#pid12918" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
<br />
Nachdem ich meinen Antrag gestellt hatte, unter die Honoratioren von Iscalis aufgenommen zu werden, gingen wir in Richtung des Marktes. Den Sklaven- und Viehmarkt ließen wir aus, da brauchten wir nichts, aber ich hatte vergessen, wie groß der Markt war und wieviel es für unseren Sohn und die Jungen zu sehen gab. Da waren nicht nur Marktstände, sondern auch Gaukler, Puppenspieler und Frauen, die einem für ein paar Asse die Zukunft voraussagten. Das ganze Umland schien hier zu sein (ich war seit wir die Tabernae belieferten, nicht mehr oft mit einem Stand auf dem Markt vertreten)<br />
Ich hielt Stellas Hand in der einen und Quiwon an der anderen, um sie sicher durch das Getümmel zu führen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Wo finden wir deinen Dattelmann, Fridila?"</span></span>, fragte ich meine Frau.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auf dem Wochenmarkt]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=850</link>
			<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 19:05:12 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=79">Furiana Nivis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=850</guid>
			<description><![CDATA[Die winterliche Sonne glitzerte auf dem Tuch, das meinen Korb bedeckte, und wärmte mein Gesicht, während ich durch die belebten Gassen der Stadt ging. Heute war Wochenmarkt und es schien, als sei ganz Iscalis auf den Beinen. Mein Geschäft lief gut. Vielleicht sogar zu gut, da ich die Arbeit allein kaum mehr bewältigen konnte. Doch so hatte ich heute genügend Münzen dabei, um hochwertige Wolle zu kaufen und vielleicht auch noch einen zuverlässigen Lieferanten zu finden, der mich regelmäßig beliefern konnte.  Dass ich nur beste Qualität suchte, war keine unnötige Verschwendung, sondern eine Investition in die Zukunft meiner Weberei.<br />
<br />
Der Markt war ein Schmelztiegel aus Farben und Gerüchen. Auf der einen Seite lockten die satten Rot- und Blautöne der Stoffhändler, auf der anderen quollen Körbe voller getrockneter Kräuter und Gewürze über, die in der kühlen Luft ihr Aroma entfalteten und eine wehmütige Erinnerung an wärmere Tage lieferte. Ich schob mich an einer lautstark feilschenden Frau vorbei und ließ mich von der lebhaften Atmosphäre anstecken.<br />
<br />
Schließlich blieb ich am Stand eines Händlers stehen, der Rohwolle aus dem Norden Prydains anbot. Seine Ware war von bester Qualität, fein und doch stark genug, um langlebige Stoffe daraus zu weben. Ich sah mich um und mein Blick fiel auf einen älterer Mann mit wettergegerbtem Gesicht, der gerade ein großes Bündel entwirrte.<br />
<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Salve, junge Dame! Kann ich die weiterhelfen"</span></span>, begrüßte er mich mit einem starken nördlichen Akzent, der keinen Zweifel daran ließ, woher er stammte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Bore da!"</span>, antwortete ich im und stellte damit klar, dass Latein nicht die Sprache war, die ich im Alltag benutzte. Nur in der Gegenwart von Römern sprach ich Latein. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich hoffe doch, dass du mir weiterhelfen kannst! Deine Wolle ist von guter Qualität!"</span> Ich stellte den Korb neben mir ab, während ich die dichten, roten Strähnen einer Wolle befühlte, die in der Wintersonne schimmerte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Diese Farbe gefällt mir sehr. Ein warmes leuchtendes Rot, das man nicht vergisst." </span>Er nickte und reichte mir ein weiteres Bündel, diesmal in einem zarten Grün, das mich an den Frühling erinnerte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Die Wolle hier kommt aus der Gegend um Eburacum. Sie ist nicht nur weich, sondern auch von außergewöhnlicher Reinheit. Perfekt für feine Gewänder oder Decken."</span></span> entgegnete er, diesmal in seiner eigenen Sprache.<br />
<br />
Ich wiegte die Wolle in den Händen und schloss kurz die Augen, um die Struktur zu prüfen. Genau so etwas hatte ich gesucht. Meine Finger liefen über die Fasern, und ich stellte mir schon vor, wie sie unter meinen Händen zu einem gleichmäßigen Faden gesponnen wurde.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich suche nicht nur gute Wolle, sondern auch einen Händler, auf den ich mich verlassen kann. Mein Geschäft wächst, und ich brauche eine sichere Quelle hochwertiger Ware." </span>meinte ich, nachdem ich wieder meine Augen geöffnet hatte.<br />
Er hob die Augenbrauen und musterte mich aufmerksam. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"So, so. Und warum glaubst du, dass ich der Richtige bin?"</span></span> fragte er mich.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Weil deine Wolle die beste ist,"</span>, erwiderte ich ohne zu zögern. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Die Qualität spricht für sich. Meine Kundinnen legen darauf großen Wert. Ich brauche jemanden, der mich regelmäßig beliefert, und ich denke, wir könnten beide davon profitieren."</span><br />
Er schwieg einen Moment und schien nachzudenken, dann nickte er langsam. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Ein interessantes Angebot. Aber wie stellst du dir das vor? Ich bin ein Mann, der Wert auf Verlässlichkeit legt. Von beiden Seiten, versteht sich."</span></span> stellte er fest.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Und genau das biete ich dir. Ich zahle pünktlich und werde dir meine Bedürfnisse frühzeitig mitteilen. Im Gegenzug garantierst du, dass du mir die besten Fasern reservierst und mich nicht hängen lässt, wenn die Nachfrage steigt."</span><br />
<br />
Ein breites Grinsen legte sich auf sein Gesicht. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Du weißt, was du willst, das gefällt mir. Wie ist eigentlich dein Name?"</span></span> fragte er grinsend. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Mein Name ist Niamh, aber die Römer nennen mich Furiana Nivis,"</span> entgegnete ich.  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Gut Niamh, dann lass uns einen Versuch wagen. Ich bin Morien, der Wollhändler. Für gewöhnlich bin ich alle drei Wochen gier auf dem Wochenmarkt. Ich werde dir ein Bündel zur Probe zurücklegen, sobald die nächste Lieferung bei mir eintrifft. Wenn du zufrieden bist, sprechen wir über regelmäßige Lieferungen."</span></span> schhlug Morien vor. Ich streckte ihm die Hand entgegen, die er fest drückte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Abgemacht. Ich werde dich nicht enttäuschen." </span>versicherte ich dem Wollhändler und bezahlte die Wolle, die ich mitnehmen wollte.<br />
<br />
Mit dem Bündel Wolle in meinem Korb, einem Vertrag in Aussicht und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, schlenderte ich weiter über den Markt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die winterliche Sonne glitzerte auf dem Tuch, das meinen Korb bedeckte, und wärmte mein Gesicht, während ich durch die belebten Gassen der Stadt ging. Heute war Wochenmarkt und es schien, als sei ganz Iscalis auf den Beinen. Mein Geschäft lief gut. Vielleicht sogar zu gut, da ich die Arbeit allein kaum mehr bewältigen konnte. Doch so hatte ich heute genügend Münzen dabei, um hochwertige Wolle zu kaufen und vielleicht auch noch einen zuverlässigen Lieferanten zu finden, der mich regelmäßig beliefern konnte.  Dass ich nur beste Qualität suchte, war keine unnötige Verschwendung, sondern eine Investition in die Zukunft meiner Weberei.<br />
<br />
Der Markt war ein Schmelztiegel aus Farben und Gerüchen. Auf der einen Seite lockten die satten Rot- und Blautöne der Stoffhändler, auf der anderen quollen Körbe voller getrockneter Kräuter und Gewürze über, die in der kühlen Luft ihr Aroma entfalteten und eine wehmütige Erinnerung an wärmere Tage lieferte. Ich schob mich an einer lautstark feilschenden Frau vorbei und ließ mich von der lebhaften Atmosphäre anstecken.<br />
<br />
Schließlich blieb ich am Stand eines Händlers stehen, der Rohwolle aus dem Norden Prydains anbot. Seine Ware war von bester Qualität, fein und doch stark genug, um langlebige Stoffe daraus zu weben. Ich sah mich um und mein Blick fiel auf einen älterer Mann mit wettergegerbtem Gesicht, der gerade ein großes Bündel entwirrte.<br />
<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Salve, junge Dame! Kann ich die weiterhelfen"</span></span>, begrüßte er mich mit einem starken nördlichen Akzent, der keinen Zweifel daran ließ, woher er stammte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Bore da!"</span>, antwortete ich im und stellte damit klar, dass Latein nicht die Sprache war, die ich im Alltag benutzte. Nur in der Gegenwart von Römern sprach ich Latein. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich hoffe doch, dass du mir weiterhelfen kannst! Deine Wolle ist von guter Qualität!"</span> Ich stellte den Korb neben mir ab, während ich die dichten, roten Strähnen einer Wolle befühlte, die in der Wintersonne schimmerte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Diese Farbe gefällt mir sehr. Ein warmes leuchtendes Rot, das man nicht vergisst." </span>Er nickte und reichte mir ein weiteres Bündel, diesmal in einem zarten Grün, das mich an den Frühling erinnerte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Die Wolle hier kommt aus der Gegend um Eburacum. Sie ist nicht nur weich, sondern auch von außergewöhnlicher Reinheit. Perfekt für feine Gewänder oder Decken."</span></span> entgegnete er, diesmal in seiner eigenen Sprache.<br />
<br />
Ich wiegte die Wolle in den Händen und schloss kurz die Augen, um die Struktur zu prüfen. Genau so etwas hatte ich gesucht. Meine Finger liefen über die Fasern, und ich stellte mir schon vor, wie sie unter meinen Händen zu einem gleichmäßigen Faden gesponnen wurde.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich suche nicht nur gute Wolle, sondern auch einen Händler, auf den ich mich verlassen kann. Mein Geschäft wächst, und ich brauche eine sichere Quelle hochwertiger Ware." </span>meinte ich, nachdem ich wieder meine Augen geöffnet hatte.<br />
Er hob die Augenbrauen und musterte mich aufmerksam. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"So, so. Und warum glaubst du, dass ich der Richtige bin?"</span></span> fragte er mich.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Weil deine Wolle die beste ist,"</span>, erwiderte ich ohne zu zögern. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Die Qualität spricht für sich. Meine Kundinnen legen darauf großen Wert. Ich brauche jemanden, der mich regelmäßig beliefert, und ich denke, wir könnten beide davon profitieren."</span><br />
Er schwieg einen Moment und schien nachzudenken, dann nickte er langsam. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Ein interessantes Angebot. Aber wie stellst du dir das vor? Ich bin ein Mann, der Wert auf Verlässlichkeit legt. Von beiden Seiten, versteht sich."</span></span> stellte er fest.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Und genau das biete ich dir. Ich zahle pünktlich und werde dir meine Bedürfnisse frühzeitig mitteilen. Im Gegenzug garantierst du, dass du mir die besten Fasern reservierst und mich nicht hängen lässt, wenn die Nachfrage steigt."</span><br />
<br />
Ein breites Grinsen legte sich auf sein Gesicht. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Du weißt, was du willst, das gefällt mir. Wie ist eigentlich dein Name?"</span></span> fragte er grinsend. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Mein Name ist Niamh, aber die Römer nennen mich Furiana Nivis,"</span> entgegnete ich.  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #008e02;" class="mycode_color">"Gut Niamh, dann lass uns einen Versuch wagen. Ich bin Morien, der Wollhändler. Für gewöhnlich bin ich alle drei Wochen gier auf dem Wochenmarkt. Ich werde dir ein Bündel zur Probe zurücklegen, sobald die nächste Lieferung bei mir eintrifft. Wenn du zufrieden bist, sprechen wir über regelmäßige Lieferungen."</span></span> schhlug Morien vor. Ich streckte ihm die Hand entgegen, die er fest drückte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Abgemacht. Ich werde dich nicht enttäuschen." </span>versicherte ich dem Wollhändler und bezahlte die Wolle, die ich mitnehmen wollte.<br />
<br />
Mit dem Bündel Wolle in meinem Korb, einem Vertrag in Aussicht und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, schlenderte ich weiter über den Markt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Arianwen wird verkauft]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=800</link>
			<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 13:49:43 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=16">Sklavenhändler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=800</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=627&amp;pid=11761#pid11761" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
Die römischen Soldaten hatten voll Abscheu die Spuren gesichert, die im Wald zu finden waren. Ein Römer war geopfert und ausgeweidet worden. Welch finstere Barbaren lebten hier in Britannia! Gerade weil man keinen Täter fassen konnte, ließ man die Wut an den keltischen Gefangenen aus. Auch sie waren welche vom Barbarenpack! Man schlug sie, man ließ sie hungern, einige wurden verletzt, doch auf solche Weise, dass es ihren Wert nicht schmälerte. <br />
<br />
Wieder in der Castra zurück, war Arianwen offiziell dem Optio zugesprochen worden. Viele machten Witze, dass er sie bestimmt behalten und fertig machen würde, aber Gallus hatte anderes vor. Er hatte Schulden gemacht und brauchte Bares.<br />
<br />
Mallius Mango, der Sklavenhändler, stieß ein verächtliches Schnauben aus, als er die übel zugerichteten Keltinnen in Ketten sah. Es würde dauern, ihnen so weit die blauen Flecke zu überschminken und sie zu säubern. Viel konnte man für die Elendsgestalten nicht bekommen.<br />
<br />
Aber eine Rothaarige weckte seine Aufmerksamkeit. Sie war zwar auch angekettet wie die anderen,  sah jedoch leidlich sauber aus, nahezu unversehrt und ungebärdig wie eine kupferfarbene Löwin. Für sie gab Mango mehr als für die ganze Gruppe insgesamt, und der Optio war zufrieden. <br />
<br />
Der Sklavenhändler übergab sie seinen Dienern, die anfingen, sie mit kaltem Wasser zu waschen und ihr Haar zu kämmen, bis es befreit von Blattwerk und Schmutz war. Sogar eine reichlich kurze, grüne Tunika aus Musselin, die mehr verriet als verdeckte,  spendierte er ihr.<br />
Während die junge Frau hergerichtet wurde, kam Mango persönlich angewatschelt:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Du da",</span></span> sagte er und stieß sie mit seinem Zeigefinger an: <span style="color: #ff851b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Verstehst du mich?"</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ff851b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">*Sim off: Reserviert</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=627&amp;pid=11761#pid11761" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a><br />
Die römischen Soldaten hatten voll Abscheu die Spuren gesichert, die im Wald zu finden waren. Ein Römer war geopfert und ausgeweidet worden. Welch finstere Barbaren lebten hier in Britannia! Gerade weil man keinen Täter fassen konnte, ließ man die Wut an den keltischen Gefangenen aus. Auch sie waren welche vom Barbarenpack! Man schlug sie, man ließ sie hungern, einige wurden verletzt, doch auf solche Weise, dass es ihren Wert nicht schmälerte. <br />
<br />
Wieder in der Castra zurück, war Arianwen offiziell dem Optio zugesprochen worden. Viele machten Witze, dass er sie bestimmt behalten und fertig machen würde, aber Gallus hatte anderes vor. Er hatte Schulden gemacht und brauchte Bares.<br />
<br />
Mallius Mango, der Sklavenhändler, stieß ein verächtliches Schnauben aus, als er die übel zugerichteten Keltinnen in Ketten sah. Es würde dauern, ihnen so weit die blauen Flecke zu überschminken und sie zu säubern. Viel konnte man für die Elendsgestalten nicht bekommen.<br />
<br />
Aber eine Rothaarige weckte seine Aufmerksamkeit. Sie war zwar auch angekettet wie die anderen,  sah jedoch leidlich sauber aus, nahezu unversehrt und ungebärdig wie eine kupferfarbene Löwin. Für sie gab Mango mehr als für die ganze Gruppe insgesamt, und der Optio war zufrieden. <br />
<br />
Der Sklavenhändler übergab sie seinen Dienern, die anfingen, sie mit kaltem Wasser zu waschen und ihr Haar zu kämmen, bis es befreit von Blattwerk und Schmutz war. Sogar eine reichlich kurze, grüne Tunika aus Musselin, die mehr verriet als verdeckte,  spendierte er ihr.<br />
Während die junge Frau hergerichtet wurde, kam Mango persönlich angewatschelt:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Du da",</span></span> sagte er und stieß sie mit seinem Zeigefinger an: <span style="color: #ff851b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Verstehst du mich?"</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ff851b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">*Sim off: Reserviert</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Angebot und Nachfrage]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=798</link>
			<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 21:54:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=137">Lucius Caecilius Taurus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=798</guid>
			<description><![CDATA[Taurus hatte viel zu tun dieser Tage. Er hatte sich kaum Zeit genommen, seinen neuen Palast so richtig zu genießen. Vielmehr musste er sich mit der Stadt vertraut machen und ausloten, wohin er expandieren würde. <br />
Eine besonders wichtige Begegnung hatte er bereits hinter sich gebracht. Er hatte sich mit diesem aufgeblasenen Patrizier Furius getroffen und ihm demonstriert, wer hier der Chef war. Freilich war es dem Dämlack vermutlich noch nicht selbst klar geworden, doch von seinem Schlag durfte man nicht zu viel Schläue erwarten. Sie dachten, die ganze Welt verbog sich für sie und ahnten deshalb nicht, wenn sich eine Schlinge zuzog, selbst wenn ihnen der Strick längst um den Hals lag. <br />
Doch Furius sollte freilich nicht hängen, dachte Taurus zufrieden. Der Mann war mehr eine Gans, die man ausnehmen konnte solange es einem beliebte. <br />
Er konnte Patrizier nicht leiden. Ihre Arroganz stach in der Nase wie ein übler Geruch und behandelten ihn von oben herab trotz seiner Erfolge. Er war intelligenter als sie alle. Und er hatte vor, dies dieser Stadt klarzumachen. Irgendwann würde er den Ritterstand anstreben für seine Familie... Doch noch hatte es Zeit. <br />
<br />
Heute widmete sich Taurus einer Marktbeschauung. An seiner Seite war sein vierzehnjähriger Sohn, Cursor, der sich gewöhnlich still gab. Wie auch seiner Frau war es dem Jungen gar nicht recht gewesen, in die Provinz zu ziehen. Ein Einwand, den Taurus wie üblich ignoriert hatte. Für ihn zählte grundsätzlich, was er selbst für gut befand. Insofern war er in der Zwickmühle, was seinen Sohn betraf. Einerseits wollte er dem Burschen die Flausen austreiben und ihn zu einem Mann machen, der dem Familiennamen Ehre machte. Andererseits hatte er mit Kindererziehung nichts im Sinn. Der einzige Grund, warum er ihn mitgenommen hatte, war seine Frau, die er in ihrem derzeitigen Gemütszustand nicht mit dem Jungen allein lassen wollte. Er mochte mit ihm nichts im Sinn haben. Sie hasste ihn jedoch. <br />
Metella war eifersüchtig wie Hera. Schlimmer eigentlich, denn Hera war irgendwo auf dem Olymp. Metella war hier. Jede Stunde des Tages hier... Eines Tages würde ihr nochmal was Unglückliches passieren, dachte Taurus unglücklich, doch wenigstens gab sie was seine Liebschaften betraf Ruhe, seit sie ein eigenes Zimmer zum 'spielen' bekommen hatte. Eigentlich war auch Taurus ein recht eifersüchtiger Typ, der es nicht leiden konnte, wenn sie andere Männer trafen. Was seine Frau betraf, war dies jedoch nur von Vorteil, denn so ließ ihn die Furie in Frieden, der er eh nie wieder zwischen die Schenkel kriechen wollte. <br />
<br />
"Vater schau! Der Viehmarkt!"<br />
"Was hast du denn mit Kühen und Schweinen im Sinn?", fragte Taurus, der die Auslage einiger Schmuckhändler begutachtete. Er überlegte, wem er einen Vertrag anbieten wollte. <br />
"Ich wollte mal die Hunde sehen", sagte Cursor und erstmals horchte Taurus auf. <br />
"Hunde?", fragte er leise und überlegte. Hunde waren gut. Große Tiere für angehende Männer, die sie erziehen mussten und darüber auch etwas über sich selbst lernten. Nein, er fand die Idee ganz und gar nicht schlecht, musste er zugeben, denn er selbst und sein Bruder hatten auch einen besessen, damals. Außerdem hob es vielleicht die Laune des doch recht einsamen Jungen, der hier oben noch niemanden kannte. Eigentlich keine üble Idee (denn dies hielt ihm seinen Sohn vielleicht etwas vom Leib). <br />
"Schön", sagte er, "Lass mich dies hier noch anschauen, dann sehen wir, ob wir bei den Viechern auch einen strammen Hund finden. Aber keinen Schoßhund. Du bist nicht deine Schwester..."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Taurus hatte viel zu tun dieser Tage. Er hatte sich kaum Zeit genommen, seinen neuen Palast so richtig zu genießen. Vielmehr musste er sich mit der Stadt vertraut machen und ausloten, wohin er expandieren würde. <br />
Eine besonders wichtige Begegnung hatte er bereits hinter sich gebracht. Er hatte sich mit diesem aufgeblasenen Patrizier Furius getroffen und ihm demonstriert, wer hier der Chef war. Freilich war es dem Dämlack vermutlich noch nicht selbst klar geworden, doch von seinem Schlag durfte man nicht zu viel Schläue erwarten. Sie dachten, die ganze Welt verbog sich für sie und ahnten deshalb nicht, wenn sich eine Schlinge zuzog, selbst wenn ihnen der Strick längst um den Hals lag. <br />
Doch Furius sollte freilich nicht hängen, dachte Taurus zufrieden. Der Mann war mehr eine Gans, die man ausnehmen konnte solange es einem beliebte. <br />
Er konnte Patrizier nicht leiden. Ihre Arroganz stach in der Nase wie ein übler Geruch und behandelten ihn von oben herab trotz seiner Erfolge. Er war intelligenter als sie alle. Und er hatte vor, dies dieser Stadt klarzumachen. Irgendwann würde er den Ritterstand anstreben für seine Familie... Doch noch hatte es Zeit. <br />
<br />
Heute widmete sich Taurus einer Marktbeschauung. An seiner Seite war sein vierzehnjähriger Sohn, Cursor, der sich gewöhnlich still gab. Wie auch seiner Frau war es dem Jungen gar nicht recht gewesen, in die Provinz zu ziehen. Ein Einwand, den Taurus wie üblich ignoriert hatte. Für ihn zählte grundsätzlich, was er selbst für gut befand. Insofern war er in der Zwickmühle, was seinen Sohn betraf. Einerseits wollte er dem Burschen die Flausen austreiben und ihn zu einem Mann machen, der dem Familiennamen Ehre machte. Andererseits hatte er mit Kindererziehung nichts im Sinn. Der einzige Grund, warum er ihn mitgenommen hatte, war seine Frau, die er in ihrem derzeitigen Gemütszustand nicht mit dem Jungen allein lassen wollte. Er mochte mit ihm nichts im Sinn haben. Sie hasste ihn jedoch. <br />
Metella war eifersüchtig wie Hera. Schlimmer eigentlich, denn Hera war irgendwo auf dem Olymp. Metella war hier. Jede Stunde des Tages hier... Eines Tages würde ihr nochmal was Unglückliches passieren, dachte Taurus unglücklich, doch wenigstens gab sie was seine Liebschaften betraf Ruhe, seit sie ein eigenes Zimmer zum 'spielen' bekommen hatte. Eigentlich war auch Taurus ein recht eifersüchtiger Typ, der es nicht leiden konnte, wenn sie andere Männer trafen. Was seine Frau betraf, war dies jedoch nur von Vorteil, denn so ließ ihn die Furie in Frieden, der er eh nie wieder zwischen die Schenkel kriechen wollte. <br />
<br />
"Vater schau! Der Viehmarkt!"<br />
"Was hast du denn mit Kühen und Schweinen im Sinn?", fragte Taurus, der die Auslage einiger Schmuckhändler begutachtete. Er überlegte, wem er einen Vertrag anbieten wollte. <br />
"Ich wollte mal die Hunde sehen", sagte Cursor und erstmals horchte Taurus auf. <br />
"Hunde?", fragte er leise und überlegte. Hunde waren gut. Große Tiere für angehende Männer, die sie erziehen mussten und darüber auch etwas über sich selbst lernten. Nein, er fand die Idee ganz und gar nicht schlecht, musste er zugeben, denn er selbst und sein Bruder hatten auch einen besessen, damals. Außerdem hob es vielleicht die Laune des doch recht einsamen Jungen, der hier oben noch niemanden kannte. Eigentlich keine üble Idee (denn dies hielt ihm seinen Sohn vielleicht etwas vom Leib). <br />
"Schön", sagte er, "Lass mich dies hier noch anschauen, dann sehen wir, ob wir bei den Viechern auch einen strammen Hund finden. Aber keinen Schoßhund. Du bist nicht deine Schwester..."]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Und trösten dich mit Süßigkeiten...]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=762</link>
			<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 20:56:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=106">Helios</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=762</guid>
			<description><![CDATA[Der neue Fahrer der Factio Albata war auf den Mercatus der Stadt Iscalis geschickt worden. Diesmal alleine, ohne Nike die Cubicularia ihres Herrn. Denn irgendwann müsste sich Oskar, oder Hélios wie er nun hieß, auch alleine zurecht finden. Zwar war er der Blondschopf nicht dämlich. Aber bei seinem vorherigen Herrn Salvius Falco hatte er sich die meiste Zeit auf dem Landgut aufgehalten und dort bei den Pferden. Doch der Plautier wollte, das Hélios in einem sauberen Bett schlief und sich obendrein auch noch auskannte. Einen dummen Sklaven konnte schließlich keiner der Römer gebrauchen. Auch wenn er nicht lesen und schreiben konnte, so war der Blondschopf definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Denn mit den Pferden hatte er sich bereits angefreundet und diese hatten ihn auch akzeptiert. Natürlich, denn sonst hätte er sich gar nicht erst auf dem Wagen halten können, wenn die Pferde die Absicht gehabt hätten, ihm sämtliche Knochen brechen zu wollen. Da freute sich der junge Germane schon auf die nächsten Trainingsrunden und auch auf den jungen Nachwuchsfahrer Iason, denn dessen Begeisterung für die Rennen und die Wagen und natürlich die Pferde war ansteckend und Hélios fühlte sich an seine Kindheit erinnert, als er auf dem Landgut des Salviers aufwuchs und schon in jungen Jahren ein glückliches Händchen bei den Pferden hatte. Doch jetzt war er auf dem Markt und blickte sich um. Von überall her drang der Geruch von Fleisch und Schweiß an seine Nase, so dass der junge Fahrer in den weißen Farben der Albata gar angewidert sein Näschen rümpfte. Buah, was war das nur für ein Gestank. Lag dies daran, dass die Sonne von einem gar wolkenlosen Himmel hernieder schien und es ihm den Schweiß auf die Stirn trieb, auch wenn er sich nicht bewegte? Gut möglich.<br />
<br />
Der Brunnen befand sich nicht unweit von ihm entfernt und so trat der blonde Germane auf den Brunnen zu, um sich dort etwas zu erfrischen. Den Eimer ließ er sogleich in den Brunnenschacht hinein fallen und füllte diesen mit Wasser, bevor er die Kurbel betätigte und den gefüllten Wassereimer zurück an die Oberfläche beförderte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Köstlich...“</span><br />
<br />
Freute sich da der Blondschopf und schlürfte das Waser gar gierig aus seiner hohlen Hand, bevor er sich das Wasser im Nacken verteilte. Hach, es gab doch nichts über eine angenehme Erfrischung bei diesen gar mörderisch heißen Temperaturen. Und keine Wolke war am Himmel in Sicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der neue Fahrer der Factio Albata war auf den Mercatus der Stadt Iscalis geschickt worden. Diesmal alleine, ohne Nike die Cubicularia ihres Herrn. Denn irgendwann müsste sich Oskar, oder Hélios wie er nun hieß, auch alleine zurecht finden. Zwar war er der Blondschopf nicht dämlich. Aber bei seinem vorherigen Herrn Salvius Falco hatte er sich die meiste Zeit auf dem Landgut aufgehalten und dort bei den Pferden. Doch der Plautier wollte, das Hélios in einem sauberen Bett schlief und sich obendrein auch noch auskannte. Einen dummen Sklaven konnte schließlich keiner der Römer gebrauchen. Auch wenn er nicht lesen und schreiben konnte, so war der Blondschopf definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Denn mit den Pferden hatte er sich bereits angefreundet und diese hatten ihn auch akzeptiert. Natürlich, denn sonst hätte er sich gar nicht erst auf dem Wagen halten können, wenn die Pferde die Absicht gehabt hätten, ihm sämtliche Knochen brechen zu wollen. Da freute sich der junge Germane schon auf die nächsten Trainingsrunden und auch auf den jungen Nachwuchsfahrer Iason, denn dessen Begeisterung für die Rennen und die Wagen und natürlich die Pferde war ansteckend und Hélios fühlte sich an seine Kindheit erinnert, als er auf dem Landgut des Salviers aufwuchs und schon in jungen Jahren ein glückliches Händchen bei den Pferden hatte. Doch jetzt war er auf dem Markt und blickte sich um. Von überall her drang der Geruch von Fleisch und Schweiß an seine Nase, so dass der junge Fahrer in den weißen Farben der Albata gar angewidert sein Näschen rümpfte. Buah, was war das nur für ein Gestank. Lag dies daran, dass die Sonne von einem gar wolkenlosen Himmel hernieder schien und es ihm den Schweiß auf die Stirn trieb, auch wenn er sich nicht bewegte? Gut möglich.<br />
<br />
Der Brunnen befand sich nicht unweit von ihm entfernt und so trat der blonde Germane auf den Brunnen zu, um sich dort etwas zu erfrischen. Den Eimer ließ er sogleich in den Brunnenschacht hinein fallen und füllte diesen mit Wasser, bevor er die Kurbel betätigte und den gefüllten Wassereimer zurück an die Oberfläche beförderte.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Köstlich...“</span><br />
<br />
Freute sich da der Blondschopf und schlürfte das Waser gar gierig aus seiner hohlen Hand, bevor er sich das Wasser im Nacken verteilte. Hach, es gab doch nichts über eine angenehme Erfrischung bei diesen gar mörderisch heißen Temperaturen. Und keine Wolke war am Himmel in Sicht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA["Das war ganz billig.... das andere war noch teurer!"]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=756</link>
			<pubDate>Thu, 15 Aug 2024 17:04:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=117">Cassia</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=756</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=19&amp;pid=11001#pid11001" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a> Wie es ihr Herr versprochen hatte, durfte Cassia am darauffolgenden Tag mit einer Mitsklavin auf den Markt der keltischen Provinz. Batrachis mit den Froschaugen war die Sklavin, die die junge Sklavin begleitete. Denn Cassia hatte diese Sklavin gerne, immerhin war sie es gewesen, die das junge Ding an ihren ersten Tagen in alles eingeweiht hatte. Apollinaris überreichte der jungen Cassia dann schließlich einen Lederbeutel, in dem sich einige Münzen befanden. Mit diesen Münzen musste sie sorgsam umgehen und durfte sich zu keinerlei Fehlkäufen hinreißen lassen, mahnte der Hausverwalter.<br />
<br />
<span style="color: #ff4136;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Keine Sorge. Ich weiß ganz genau was ich einkaufen darf und was nicht.“</span></span><br />
<br />
Schmunzelte die junge Sklavin und zwinkerte Apollinaris zu, während sie nach Batrachis Hand griff und die Sklavin mit den Froschaugen regelrecht hinter sich herzog. Vor dem Sklaveneingang der furischen Villa atmete Cassia erst einmal tief durch. Ab hier würde Batrachis übernehmen müssen, denn Cassia kannte sich in den Straßen noch kaum aus. Lediglich der Weg zum und vom Sklavenmarkt war ihr geläufig. Doch sonst? Würde sie sich wohl heillos verirren. Wollte der Furier deswegen dass sie die Villa nicht verließ?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">“Wir müssen uns aber beeilen Batrachis. Ich möchte die kleine Domina nicht zu lange alleine lassen. Sonst wird die kleine Domina böse mit mir.“</span></span><br />
<br />
Erklärte Cassia an Batrachis gewandt, wohin gegen Batrachis mit einem milden Lächeln auf ihren Lippen reagierte und schließlich nach den Fingern der jungen Sklavin griff. Hand in Hand gingen beide Sklavinnen nun die Gasse entlang, bis sie den Marktplatz der Stadt Iscalis erreicht hatten. Die beiden Sklavinnen waren an ihren taubenblauen Tuniken als Eigentum der furischen Gens bereits von Weitem zu erkennen. Den Beutel mit den Münzen trug Cassia sicher verwahrt unter ihrer Tunika und sicher an ihren Körper gepresst. Beutelschneider gab es nämlich überall und auf dem Markt sei es besonders schlimm, dies hatte Cassia mitgehört.<br />
<br />
Auf dem Marktplatz ließ Cassia ihren neugierigen Blick sogleich in sämtliche Ecken gleiten. Oh. Was es hier wohl alles zu kaufen gab? So viele verschiedene Gerüche und Düfte die an die Nase der jungen Sklavin drangen. Und natürlich auch die Ausdünstungen der verschiedenen Tiere und des Sklavenmarktes.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">“Können wir bitte nicht über den Sklavenmarkt gehen? Ich.. möchte das nicht.“</span></span><br />
<br />
Wollte Cassia von Batrachis wissen und erhielt lediglich ein mitfühlendes nicken zur Antwort. Während die Sklavin mit den Froschaugen genau zu wissen schien, wo Cassia die Datteln und diese bunten Bälle für ihre Jonglage kaufen musste. Wobei eher der Stand mit den Datteln, dies wusste Batrachis. Für diese merkwürdigen Bälle würden sie sich durchfragen müssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=19&amp;pid=11001#pid11001" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&gt;&gt;&gt;</a> Wie es ihr Herr versprochen hatte, durfte Cassia am darauffolgenden Tag mit einer Mitsklavin auf den Markt der keltischen Provinz. Batrachis mit den Froschaugen war die Sklavin, die die junge Sklavin begleitete. Denn Cassia hatte diese Sklavin gerne, immerhin war sie es gewesen, die das junge Ding an ihren ersten Tagen in alles eingeweiht hatte. Apollinaris überreichte der jungen Cassia dann schließlich einen Lederbeutel, in dem sich einige Münzen befanden. Mit diesen Münzen musste sie sorgsam umgehen und durfte sich zu keinerlei Fehlkäufen hinreißen lassen, mahnte der Hausverwalter.<br />
<br />
<span style="color: #ff4136;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Keine Sorge. Ich weiß ganz genau was ich einkaufen darf und was nicht.“</span></span><br />
<br />
Schmunzelte die junge Sklavin und zwinkerte Apollinaris zu, während sie nach Batrachis Hand griff und die Sklavin mit den Froschaugen regelrecht hinter sich herzog. Vor dem Sklaveneingang der furischen Villa atmete Cassia erst einmal tief durch. Ab hier würde Batrachis übernehmen müssen, denn Cassia kannte sich in den Straßen noch kaum aus. Lediglich der Weg zum und vom Sklavenmarkt war ihr geläufig. Doch sonst? Würde sie sich wohl heillos verirren. Wollte der Furier deswegen dass sie die Villa nicht verließ?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">“Wir müssen uns aber beeilen Batrachis. Ich möchte die kleine Domina nicht zu lange alleine lassen. Sonst wird die kleine Domina böse mit mir.“</span></span><br />
<br />
Erklärte Cassia an Batrachis gewandt, wohin gegen Batrachis mit einem milden Lächeln auf ihren Lippen reagierte und schließlich nach den Fingern der jungen Sklavin griff. Hand in Hand gingen beide Sklavinnen nun die Gasse entlang, bis sie den Marktplatz der Stadt Iscalis erreicht hatten. Die beiden Sklavinnen waren an ihren taubenblauen Tuniken als Eigentum der furischen Gens bereits von Weitem zu erkennen. Den Beutel mit den Münzen trug Cassia sicher verwahrt unter ihrer Tunika und sicher an ihren Körper gepresst. Beutelschneider gab es nämlich überall und auf dem Markt sei es besonders schlimm, dies hatte Cassia mitgehört.<br />
<br />
Auf dem Marktplatz ließ Cassia ihren neugierigen Blick sogleich in sämtliche Ecken gleiten. Oh. Was es hier wohl alles zu kaufen gab? So viele verschiedene Gerüche und Düfte die an die Nase der jungen Sklavin drangen. Und natürlich auch die Ausdünstungen der verschiedenen Tiere und des Sklavenmarktes.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">“Können wir bitte nicht über den Sklavenmarkt gehen? Ich.. möchte das nicht.“</span></span><br />
<br />
Wollte Cassia von Batrachis wissen und erhielt lediglich ein mitfühlendes nicken zur Antwort. Während die Sklavin mit den Froschaugen genau zu wissen schien, wo Cassia die Datteln und diese bunten Bälle für ihre Jonglage kaufen musste. Wobei eher der Stand mit den Datteln, dies wusste Batrachis. Für diese merkwürdigen Bälle würden sie sich durchfragen müssen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Cassia wird verkauft]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=704</link>
			<pubDate>Thu, 06 Jun 2024 15:42:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=120">Norbana Orestilla</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=704</guid>
			<description><![CDATA[<img src="https://i.ibb.co/sjcTmGL/Phineas125.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Phineas125.jpg]" class="mycode_img" /> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">|Phineas</span><br />
<br />
Schon früh am Morgen hatte Phineas, der Maiordomus der Casa Norbana, mit Cassia das Haus verlassen. Alles Bitten und Betteln hatte nicht geholfen. Das Wort des Dominus war eindeutig gewesen, und er ließ sich auch nicht erweichen: Cassia sollte verkauft werden! Diesmal sollte Orestilla, die junge Domina der Sklavin, nicht ihren Willen haben. Cassia sei nicht passend für sie, hieß es, und Orestilla sei inzwischen alt genug, um bald zu heiraten. Da war eine Zauberkünstlerin als Sklavin ganz und gar nicht das Richtige für eine junge Dame, wie sie. Candace, eine dunkelhäutige Sklavin aus Äthiopien von mittlerem Alter, die ihre Mutter ihr für die Reise nach Britannia mitgegeben hatte, reichte vollkommen aus. Orestilla hatte das natürlich vollkommen anders gesehen und wirklich alles versucht, den Vater umzustimmen – allerdings ohne Erfolg. Auch wenn das hieß, dass sie für die kommenden Tage zur schlechtgelaunten und unerträglichen Halbwüchsigen mutierte, der man besser aus dem Weg ging.<br />
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Phineas wählte den direkten Weg zum Sklavenmarkt. Das junge Mädchen hielt er am Oberarm gepackt, damit sie ihm nicht doch noch unterwegs verloren ging. Glücklicherweise waren die Wege in einer kleinen Stadt wie Iscalis alle recht kurz und überschaubar. </div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Der Maiordomus war dann auch keine Minute zu spät gekommen. Die Gehilfen des Sklavenhändlers Mallius Mango, einem recht unangenehmen Zeitgenossen, bereiteten gerade alles vor für die heutigen Verkäufe. Die Gehege, in denen sich die Unglücklichen befanden, die heute an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht werden sollten, waren noch gut gefüllt. Dem Aussehen nach zu urteilen, waren es hauptsächlich Britannier, die zum Verkauf standen. Da stach ein junges Mädchen, wie Cassia es war, sofort heraus. Mit ihrem schwarzen lockigen Haar und dem dunklen Teint, wie es bei den Leuten aus der Levante üblich war, wirkte sie gleich sehr viel exotischer.</div>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Salve!"</span>, sprach Phineas einen Gehilfen an. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich möchte mit Mallius Mango sprechen! Der ehrenwerte Gelehrte Norbanus Paullus möchte diese Sklavin hier veräußern."</span> Er deutete mit seinem Kinn auf das Mädchen, das neben ihm stand und das er immer noch fest in seinem Griff hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="https://i.ibb.co/sjcTmGL/Phineas125.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Phineas125.jpg]" class="mycode_img" /> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">|Phineas</span><br />
<br />
Schon früh am Morgen hatte Phineas, der Maiordomus der Casa Norbana, mit Cassia das Haus verlassen. Alles Bitten und Betteln hatte nicht geholfen. Das Wort des Dominus war eindeutig gewesen, und er ließ sich auch nicht erweichen: Cassia sollte verkauft werden! Diesmal sollte Orestilla, die junge Domina der Sklavin, nicht ihren Willen haben. Cassia sei nicht passend für sie, hieß es, und Orestilla sei inzwischen alt genug, um bald zu heiraten. Da war eine Zauberkünstlerin als Sklavin ganz und gar nicht das Richtige für eine junge Dame, wie sie. Candace, eine dunkelhäutige Sklavin aus Äthiopien von mittlerem Alter, die ihre Mutter ihr für die Reise nach Britannia mitgegeben hatte, reichte vollkommen aus. Orestilla hatte das natürlich vollkommen anders gesehen und wirklich alles versucht, den Vater umzustimmen – allerdings ohne Erfolg. Auch wenn das hieß, dass sie für die kommenden Tage zur schlechtgelaunten und unerträglichen Halbwüchsigen mutierte, der man besser aus dem Weg ging.<br />
<br />
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Phineas wählte den direkten Weg zum Sklavenmarkt. Das junge Mädchen hielt er am Oberarm gepackt, damit sie ihm nicht doch noch unterwegs verloren ging. Glücklicherweise waren die Wege in einer kleinen Stadt wie Iscalis alle recht kurz und überschaubar. </div>
<div style="text-align: left;" class="mycode_align">Der Maiordomus war dann auch keine Minute zu spät gekommen. Die Gehilfen des Sklavenhändlers Mallius Mango, einem recht unangenehmen Zeitgenossen, bereiteten gerade alles vor für die heutigen Verkäufe. Die Gehege, in denen sich die Unglücklichen befanden, die heute an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht werden sollten, waren noch gut gefüllt. Dem Aussehen nach zu urteilen, waren es hauptsächlich Britannier, die zum Verkauf standen. Da stach ein junges Mädchen, wie Cassia es war, sofort heraus. Mit ihrem schwarzen lockigen Haar und dem dunklen Teint, wie es bei den Leuten aus der Levante üblich war, wirkte sie gleich sehr viel exotischer.</div>
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Salve!"</span>, sprach Phineas einen Gehilfen an. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich möchte mit Mallius Mango sprechen! Der ehrenwerte Gelehrte Norbanus Paullus möchte diese Sklavin hier veräußern."</span> Er deutete mit seinem Kinn auf das Mädchen, das neben ihm stand und das er immer noch fest in seinem Griff hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wie ein wildes Tier - "Bestiola" wird verkauft]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=648</link>
			<pubDate>Thu, 22 Feb 2024 12:10:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=16">Sklavenhändler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=648</guid>
			<description><![CDATA[Der Sklavenhändler überließ es nicht dem Zufall, ob seine Ware verstehen würde, was sie erwartete. Einer seiner Diener, ein sommersprossiger Mann, war sein Dolmetscher. Erst einmal schaute er sich die junge Keltin, die ihm von<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=531&amp;pid=9393#pid9393" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> einem Militärtribunen unentgeltlich überlassen worden war</a>, genau an. Sie war gefesselt und musste ertragen, nackt vor ihm zu stehen. <br />
Sie roch nach Pferd. Ein paar Eimer Wasser und eine Bürste behoben diesen Umstand.  Jetzt erst fasste Mallius Mango die junge Frau an. Allerdings war sein Interesse nicht sexueller, sondern rein geschäftlicher Natur. Er beugte ihren Nacken und besah sich den Halsansatz. Er betastete ihren Körper, ihre Hinterbacken genauso wie ihre Knöchel. Er zwang sie mit einem Griff den Mund zu öffnen. Er testete ihren Atem und die Festigkeit ihrer Zähne, blickte ihr in die Augen und schaute ihr in die Ohren.<br />
<br />
Dann sagte er, und sein Übersetzer übersetzte: <br />
<span style="color: #c14700;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Keltin, ich bin Mallius Mango, ein Sklavenhändler. Deinem letzten Herren hast du nichts als Ärger bereitet, sagte er mir. Er teilte mir mit, dass du zwar  unsere Sprache ein wenig verstehst, jedoch einen schwachen Verstand hast. Hat er Recht?</span></span><br />
<span style="color: #c14700;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Wie heißt du? Weißt du wie alt du bist? Kannst du irgend etwas, was dich vor einem Schicksal im Bergwerkbordell bewahren könnte? <span style="color: #c14700;" class="mycode_color">Beantworte meine Fragen.</span>"</span></span><br />
<br />
Das Bergwerk war geschlossen. Die Eröffnung der neuen Mine nicht in Sicht. Mallius Mango hatte nicht vor, die Sklavin solange auf Lager zu halten, bis sich da etwas tat.<br />
<br />
Einem anderen Sklaven diktierte er: <span style="color: #c14700;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Junge Frau, gesund an allen Gliedern, hübsch, ansprechendes kupferrotes Haar. Allerdings halb verhungert, sie müsste erst einmal wieder ordentlich rausgefüttert werden, damit sie jemand ins Bett nimmt. Und dieser Halsring -  Fangus, nimm ihn ihr ab. Was für ein hässliches Ding. Was macht das für einen Eindruck!"</span></span><br />
<br />
Der so gerufene Sklave kam mit Schmiedewerkzeug und es gelang ihm, den Halsring zu entfernen. Darunter war die Haut der Sklavin abgeschürft und rau, Risse hatten sich geöffnet, geblutet und waren wieder verheilt und verschorft.<br />
<br />
<br />
Mallius Mango knirschte vor Wut mit den Zähnen: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c14700;" class="mycode_color">"So eine Scheiße mindert den Wert! Aber das kriegen wir repariert" </span></span>, höchstpersönlich rührte er eine Paste aus Mastix, mit Zink und Blei an. Sie würde auf der Haut brennen, aber wenn man sie in die Wunden einarbeitete, würden die Verletzungen nicht ganz so auffällig wirken. Er trug sie dann mit einem Spatel auf und verteilte sie, bis der Hautton fast dem restlichen Körper glich. Mallius Mango kannte sich damit aus, Sklaven verkaufsfördernd zu präsentieren.<br />
<br />
Danach wurde Niamh in eine einfache, kurze Tunika gekleidet und in eine Gruppe Mädchen getrieben, auch Keltinnen wie sie, aber alle bereits älter. Erst würde Mango ein paar Burschen verkaufen. Heute war eher ein Tag fürs Alltagsgeschäft, Luxussklaven hatte er keine dabei. <br />
Freilich ragte die junge Sklavin aus der Castra durch Jugend und Schönheit zwischen den anderen heraus wie ein weißer Schwan in einer Gruppe Graugänse.<br />
<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color">Sim off: reserviert</span><br />
<hr class="mycode_hr" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Sklavenhändler überließ es nicht dem Zufall, ob seine Ware verstehen würde, was sie erwartete. Einer seiner Diener, ein sommersprossiger Mann, war sein Dolmetscher. Erst einmal schaute er sich die junge Keltin, die ihm von<a href="https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=531&amp;pid=9393#pid9393" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> einem Militärtribunen unentgeltlich überlassen worden war</a>, genau an. Sie war gefesselt und musste ertragen, nackt vor ihm zu stehen. <br />
Sie roch nach Pferd. Ein paar Eimer Wasser und eine Bürste behoben diesen Umstand.  Jetzt erst fasste Mallius Mango die junge Frau an. Allerdings war sein Interesse nicht sexueller, sondern rein geschäftlicher Natur. Er beugte ihren Nacken und besah sich den Halsansatz. Er betastete ihren Körper, ihre Hinterbacken genauso wie ihre Knöchel. Er zwang sie mit einem Griff den Mund zu öffnen. Er testete ihren Atem und die Festigkeit ihrer Zähne, blickte ihr in die Augen und schaute ihr in die Ohren.<br />
<br />
Dann sagte er, und sein Übersetzer übersetzte: <br />
<span style="color: #c14700;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Keltin, ich bin Mallius Mango, ein Sklavenhändler. Deinem letzten Herren hast du nichts als Ärger bereitet, sagte er mir. Er teilte mir mit, dass du zwar  unsere Sprache ein wenig verstehst, jedoch einen schwachen Verstand hast. Hat er Recht?</span></span><br />
<span style="color: #c14700;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Wie heißt du? Weißt du wie alt du bist? Kannst du irgend etwas, was dich vor einem Schicksal im Bergwerkbordell bewahren könnte? <span style="color: #c14700;" class="mycode_color">Beantworte meine Fragen.</span>"</span></span><br />
<br />
Das Bergwerk war geschlossen. Die Eröffnung der neuen Mine nicht in Sicht. Mallius Mango hatte nicht vor, die Sklavin solange auf Lager zu halten, bis sich da etwas tat.<br />
<br />
Einem anderen Sklaven diktierte er: <span style="color: #c14700;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Junge Frau, gesund an allen Gliedern, hübsch, ansprechendes kupferrotes Haar. Allerdings halb verhungert, sie müsste erst einmal wieder ordentlich rausgefüttert werden, damit sie jemand ins Bett nimmt. Und dieser Halsring -  Fangus, nimm ihn ihr ab. Was für ein hässliches Ding. Was macht das für einen Eindruck!"</span></span><br />
<br />
Der so gerufene Sklave kam mit Schmiedewerkzeug und es gelang ihm, den Halsring zu entfernen. Darunter war die Haut der Sklavin abgeschürft und rau, Risse hatten sich geöffnet, geblutet und waren wieder verheilt und verschorft.<br />
<br />
<br />
Mallius Mango knirschte vor Wut mit den Zähnen: <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c14700;" class="mycode_color">"So eine Scheiße mindert den Wert! Aber das kriegen wir repariert" </span></span>, höchstpersönlich rührte er eine Paste aus Mastix, mit Zink und Blei an. Sie würde auf der Haut brennen, aber wenn man sie in die Wunden einarbeitete, würden die Verletzungen nicht ganz so auffällig wirken. Er trug sie dann mit einem Spatel auf und verteilte sie, bis der Hautton fast dem restlichen Körper glich. Mallius Mango kannte sich damit aus, Sklaven verkaufsfördernd zu präsentieren.<br />
<br />
Danach wurde Niamh in eine einfache, kurze Tunika gekleidet und in eine Gruppe Mädchen getrieben, auch Keltinnen wie sie, aber alle bereits älter. Erst würde Mango ein paar Burschen verkaufen. Heute war eher ein Tag fürs Alltagsgeschäft, Luxussklaven hatte er keine dabei. <br />
Freilich ragte die junge Sklavin aus der Castra durch Jugend und Schönheit zwischen den anderen heraus wie ein weißer Schwan in einer Gruppe Graugänse.<br />
<br />
<br />
<hr class="mycode_hr" />
<span style="color: #ffff44;" class="mycode_color">Sim off: reserviert</span><br />
<hr class="mycode_hr" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wer suchet der findet. oder auch nicht]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=443</link>
			<pubDate>Fri, 02 Jun 2023 06:01:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=38">Tristram</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=443</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: sans-serif;" class="mycode_font">Tristram war mit den ersten Bauern, die auf dem Weg zum Markt waren durch das Stadttor getreten. Natürlich war so früh noch keiner unterwegs den er kannte. Auf dem Marktplatz bauten die Händler und Bauern ihre Stände im gewohnten Trott auf. Einzig auf dem Viehmarkt ging es lauter zu, besonders da sie eine Sau wie ein wütender Stier aufführte und wie wild, grunzend und quiekend durch die Gegen raste. Sie hatte schon einen Stapel mit Hühnerkäfigen umgeworfen und nun fegte sie unter dem Zaun in die Richtung der Pferde. Vor Schreck stieg ein Hengst hoch und um ein Haar hätten dessen Vorderhuf seinen Besitzer getroffen. </span></span></div>
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: sans-serif;" class="mycode_font">So richtig wusste Tristram nicht wo er mit der Suche beginnen sollte. Vielleicht sollte er einmal zur Taberna gehen, selbst wenn sie nicht dort gewesen war, wurden dort doch oft Neuigkeiten ausgetauscht. </span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: left;" class="mycode_align"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: sans-serif;" class="mycode_font">Tristram war mit den ersten Bauern, die auf dem Weg zum Markt waren durch das Stadttor getreten. Natürlich war so früh noch keiner unterwegs den er kannte. Auf dem Marktplatz bauten die Händler und Bauern ihre Stände im gewohnten Trott auf. Einzig auf dem Viehmarkt ging es lauter zu, besonders da sie eine Sau wie ein wütender Stier aufführte und wie wild, grunzend und quiekend durch die Gegen raste. Sie hatte schon einen Stapel mit Hühnerkäfigen umgeworfen und nun fegte sie unter dem Zaun in die Richtung der Pferde. Vor Schreck stieg ein Hengst hoch und um ein Haar hätten dessen Vorderhuf seinen Besitzer getroffen. </span></span></div>
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: sans-serif;" class="mycode_font">So richtig wusste Tristram nicht wo er mit der Suche beginnen sollte. Vielleicht sollte er einmal zur Taberna gehen, selbst wenn sie nicht dort gewesen war, wurden dort doch oft Neuigkeiten ausgetauscht. </span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein neues Kapitel?]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=424</link>
			<pubDate>Sun, 07 May 2023 21:12:46 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=103">Astérios</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=424</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">Und neues Leben blüht aus den Ruinen.<br />
</span></span><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller,<br />
deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker<br />
</span>___________________________________________<br />
</div>
<br />
Bereits in seiner Heimat war Astérios im Umgang mit Waffen geschult worden. Schließlich betrieb sein Herr eine Schule für Krieger, die er in griechischen Arenen gegeneinander antreten ließ. Das Preisgeld war nicht wenig und der junge Astérios mauserte sich als der Beste seines Jahrgangs in der Kampfschule seines Herrn. Immer wieder wurde Astérios von seinem Herrn in den Sand geschickt und kehrte desmeist als Gewinner zurück in das Heim seines Herrn. So wurden die Münzen in der Schatulle seines Herrn immer mehr und sein Herr war äußerst stolz auf den jungen Griechen. Auch Astérios wollte seinen Herrn glücklich wissen und so war es nicht verwunderlich, dass er sich bei seinen Kämpfen besonders anstrengte, um das Gesicht seines Herrn erstrahlen zu sehen.<br />
<br />
Eines Tages ließ sein Herr den griechischen Sklaven zu sich in seine Privatgemächer rufen. Für Astérios war es das erste mal, dass er in die Privatgemächer seines Herrn gerufen wurde. Die Kämpfer schliefen allesamt in Baracken, welche sich auf dem Grundstück der Casa seines Herrn befanden. Als Astérios das Privatgemach seines Herrn betrat, schlug ihm bereits miefiger Geruch entgegen und der Sklave erkannte das wächserne und eingefallene Gesicht seines Herrn. Wieso wirkte sein Herr so, als würde er jeden Augenblick das Zeitliche segnen? Skeptischen Blickes ließ Astérios seine Augen durch den Raum gleiten und musterte schließlich seinen Herrn, der sich schwer atmend aufrichtete und seinen Sklaven näher winkte. Gehorsam trat Astérios näher an das Krankenlager heran, wobei er es tunlichst vermied den Blickkontakt zu seinem Herrn herzustellen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">“Astérios, du bist nun schon so lange bei mir und hast meiner Kriegerschule massive Zugewinne beschert. Dies möchte ich entlohnen, in dem ich dir...“</span></span><br />
<br />
Zu mehr kam der römische Geschäftsmann jedoch nicht, denn ein röchelnder Atemzug später und Astérios Herr schloss für immer seine Augen. Mit einem steinernen Gesichtsausdruck betrachtete der Grieche das Gesicht seines verstorbenen Herrn, während seine Augen verräterisch glänzten. Dies war das einzige Indiz, dass der junge Mann trauerte. Nachdem die vorgeschriebene Trauerzeit abgelaufen war und Astérios Herr beerdigt war, kehrte Lethargie in die Kampfschule ein. Astérios wusste mit diesem Müßiggang nichts anzufangen und tigerte im Sand des Übungsplatzes auf- und ab. Seine Übungen absolvierte der Grieche dennoch, damit er nicht vollends den Boden unter den Füßen verlor. Schließlich gab es für ihn nichts anderes als das Kriegerhandwerk. Und dennoch sollte sich Astérios Leben von einem auf den anderen Tag komplett verändern. Die Kampfschule wurde überfallen. Mit Fackeln wurden die Dächer in Brand gesteckt, so dass das Feuer sogleich auf die hölzernen Nebengebäude übergriff und wer sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, starb jämmerlich in den Flammen. Die Kämpfer der Schule waren sofort hellwach und griffen nach den hölzernen Übungsschwertern um sich zu verteidigen.<br />
<br />
Etwa ein Dutzend der Krieger wurde brutal gemeuchelt, während Astérios und einige seiner Brüder in Ketten gelegt wurden, nachdem man sie beinahe besinnungslos geschlagen hatte. Ohne zu wissen was mit ihnen geschah, wurden die Krieger eben jener Kampfschule auf einen hölzernen Wagen gezerrt, welcher die Kämpfer bis an den Hafen kutschierte. Dort wurden die Männer auf ein Schiff gebracht, um von dort in die Provinzen gebracht zu werden. Astérios erwachte erst, nachdem ihm Salzwasser ins Gesicht spritzte. Und so bekam er auch die Info, dass er seit ungefähr einer Woche bewusstlos gewesen war. Augenblicklich begann der Grieche an den Ketten zu zerren, die ihn unter Deck an Ort und Stelle hielten, was ihm einen mahnenden Blick seines Mitgefangenen einbrachte. Immer wieder dämmerte Astérios ein. Bis das schaukeln und stampfen des Schiffs ruhiger wurde und es geräuschvoll am Oberdeck zuging. Taumelnd wurden die Männer schließlich an Deck gebracht, wobei sie hintereinander das Schiff verlassen mussten und die Ketten bei jedem ihrer Schritte bedrohlich klirrten. Taumelnd und schwankend waren die Schritte der Männer, während Astérios versuchte aus seinem gesunden Auge seine Umgebung wahrzunehmen und zu ergründen, wohin sie gebracht wurden. Sein rechtes Auge war vollends zugeschwollen und auch seine Nase schmerzte. Ebenso haftete an seiner Unterlippe Blut und seine Rippen pochten bei jedem seiner taumelnden Schritte. Auch wenn Astérios einiges hatte einstecken müssen, so wusste er doch, dass auch einige der Männer die die Krieger gefangen nahmen, etliche Blessuren hinnnehmen mussten. Und diese Tatsache freute den Griechen, so dass er seine Lippen zu einem Grinsen verzog und diese Geste sogleich bereuhte. <br />
<br />
Im Gänsemarsch ging es schließlich durch ein Tor und auf direktem Weg auf den hiesigen Markt dieser keltischen Provinz. Auf dem Sklavenmarkt angekommen, wurden die Männer auf ein hölzernes Podest gestellt. Jetzt hieß es einfach abwarten. Auch wenn Astérios nicht wusste, wie lange er sich noch auf den Beinen halten konnte. Denn das pochen seiner Rippen wurden immer stärker und auch seine Nase begann wieder zu bluten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-family: Comic Sans MS;" class="mycode_font">Und neues Leben blüht aus den Ruinen.<br />
</span></span><span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller,<br />
deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker<br />
</span>___________________________________________<br />
</div>
<br />
Bereits in seiner Heimat war Astérios im Umgang mit Waffen geschult worden. Schließlich betrieb sein Herr eine Schule für Krieger, die er in griechischen Arenen gegeneinander antreten ließ. Das Preisgeld war nicht wenig und der junge Astérios mauserte sich als der Beste seines Jahrgangs in der Kampfschule seines Herrn. Immer wieder wurde Astérios von seinem Herrn in den Sand geschickt und kehrte desmeist als Gewinner zurück in das Heim seines Herrn. So wurden die Münzen in der Schatulle seines Herrn immer mehr und sein Herr war äußerst stolz auf den jungen Griechen. Auch Astérios wollte seinen Herrn glücklich wissen und so war es nicht verwunderlich, dass er sich bei seinen Kämpfen besonders anstrengte, um das Gesicht seines Herrn erstrahlen zu sehen.<br />
<br />
Eines Tages ließ sein Herr den griechischen Sklaven zu sich in seine Privatgemächer rufen. Für Astérios war es das erste mal, dass er in die Privatgemächer seines Herrn gerufen wurde. Die Kämpfer schliefen allesamt in Baracken, welche sich auf dem Grundstück der Casa seines Herrn befanden. Als Astérios das Privatgemach seines Herrn betrat, schlug ihm bereits miefiger Geruch entgegen und der Sklave erkannte das wächserne und eingefallene Gesicht seines Herrn. Wieso wirkte sein Herr so, als würde er jeden Augenblick das Zeitliche segnen? Skeptischen Blickes ließ Astérios seine Augen durch den Raum gleiten und musterte schließlich seinen Herrn, der sich schwer atmend aufrichtete und seinen Sklaven näher winkte. Gehorsam trat Astérios näher an das Krankenlager heran, wobei er es tunlichst vermied den Blickkontakt zu seinem Herrn herzustellen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">“Astérios, du bist nun schon so lange bei mir und hast meiner Kriegerschule massive Zugewinne beschert. Dies möchte ich entlohnen, in dem ich dir...“</span></span><br />
<br />
Zu mehr kam der römische Geschäftsmann jedoch nicht, denn ein röchelnder Atemzug später und Astérios Herr schloss für immer seine Augen. Mit einem steinernen Gesichtsausdruck betrachtete der Grieche das Gesicht seines verstorbenen Herrn, während seine Augen verräterisch glänzten. Dies war das einzige Indiz, dass der junge Mann trauerte. Nachdem die vorgeschriebene Trauerzeit abgelaufen war und Astérios Herr beerdigt war, kehrte Lethargie in die Kampfschule ein. Astérios wusste mit diesem Müßiggang nichts anzufangen und tigerte im Sand des Übungsplatzes auf- und ab. Seine Übungen absolvierte der Grieche dennoch, damit er nicht vollends den Boden unter den Füßen verlor. Schließlich gab es für ihn nichts anderes als das Kriegerhandwerk. Und dennoch sollte sich Astérios Leben von einem auf den anderen Tag komplett verändern. Die Kampfschule wurde überfallen. Mit Fackeln wurden die Dächer in Brand gesteckt, so dass das Feuer sogleich auf die hölzernen Nebengebäude übergriff und wer sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, starb jämmerlich in den Flammen. Die Kämpfer der Schule waren sofort hellwach und griffen nach den hölzernen Übungsschwertern um sich zu verteidigen.<br />
<br />
Etwa ein Dutzend der Krieger wurde brutal gemeuchelt, während Astérios und einige seiner Brüder in Ketten gelegt wurden, nachdem man sie beinahe besinnungslos geschlagen hatte. Ohne zu wissen was mit ihnen geschah, wurden die Krieger eben jener Kampfschule auf einen hölzernen Wagen gezerrt, welcher die Kämpfer bis an den Hafen kutschierte. Dort wurden die Männer auf ein Schiff gebracht, um von dort in die Provinzen gebracht zu werden. Astérios erwachte erst, nachdem ihm Salzwasser ins Gesicht spritzte. Und so bekam er auch die Info, dass er seit ungefähr einer Woche bewusstlos gewesen war. Augenblicklich begann der Grieche an den Ketten zu zerren, die ihn unter Deck an Ort und Stelle hielten, was ihm einen mahnenden Blick seines Mitgefangenen einbrachte. Immer wieder dämmerte Astérios ein. Bis das schaukeln und stampfen des Schiffs ruhiger wurde und es geräuschvoll am Oberdeck zuging. Taumelnd wurden die Männer schließlich an Deck gebracht, wobei sie hintereinander das Schiff verlassen mussten und die Ketten bei jedem ihrer Schritte bedrohlich klirrten. Taumelnd und schwankend waren die Schritte der Männer, während Astérios versuchte aus seinem gesunden Auge seine Umgebung wahrzunehmen und zu ergründen, wohin sie gebracht wurden. Sein rechtes Auge war vollends zugeschwollen und auch seine Nase schmerzte. Ebenso haftete an seiner Unterlippe Blut und seine Rippen pochten bei jedem seiner taumelnden Schritte. Auch wenn Astérios einiges hatte einstecken müssen, so wusste er doch, dass auch einige der Männer die die Krieger gefangen nahmen, etliche Blessuren hinnnehmen mussten. Und diese Tatsache freute den Griechen, so dass er seine Lippen zu einem Grinsen verzog und diese Geste sogleich bereuhte. <br />
<br />
Im Gänsemarsch ging es schließlich durch ein Tor und auf direktem Weg auf den hiesigen Markt dieser keltischen Provinz. Auf dem Sklavenmarkt angekommen, wurden die Männer auf ein hölzernes Podest gestellt. Jetzt hieß es einfach abwarten. Auch wenn Astérios nicht wusste, wie lange er sich noch auf den Beinen halten konnte. Denn das pochen seiner Rippen wurden immer stärker und auch seine Nase begann wieder zu bluten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nathaira wird verkauft]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=385</link>
			<pubDate>Sat, 08 Apr 2023 16:42:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=16">Sklavenhändler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=385</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">- Das Schweigen des Lamms - </span></div>
<br />
Marinus war der Deckname eines Flusspiraten, der ab und zu dem Sklavenhändler Mango mit Ware dienen konnte. Marinus war nicht wirklich Sklavenlieferant. Er nahm mit, was der Fluss ihm gab: Fische, Treibgut, Ware, ab und zu auch einen Jüngling oder ein junges Mädchen, die unvorsichtig genug waren, außer Rufweite und alleine am Ufer zu spielen. <br />
Manchmal überließen ihm Leute auch für wenige Münzen ihre Kinder. Sei es aus wirklicher Armut heraus, sei es, weil sie einen unnützen Esser weniger haben wollten. So hatte er oft drei, vier, fünf junge Sklaven an Bord, bevor er bei Iscalis anlegte. <br />
<br />
Heute hatte Marinus ein junges Mädchen dabei, gefesselt, das mit gesenktem Kopf vor ihm stand. Mango warf ihr einen Blick zu: Keltin, für die Küche oder als Dienstmädchen geeignet, dachte er, ganz hübsch, halbwüchsig, 16, 17 Jahre alt schätzte er:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Noch Jungfrau?"</span></span>, fragte er Marinus, bei den groben Piraten konnte man nie wissen. Aber Geschäft ging vor, der Mann nickte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Ausgezeichnet"</span><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">, </span></span>nun schenkte Mango ihr einen zweiten Blick. Vielleicht würde auch ein patrizischer Haushalt funktionieren. Zarte, ansprechende Gesichtszüge, schwarzes Haar und die Augen ein Kontrast dazu.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Nun, mein Täubchen"</span><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">,</span></span> redete er die Sklavin direkt und hob ihr Gesicht an: <span style="color: #ff851b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Wie heißt du?"</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">"Ähem. Die Frau ist stumm, o Mallius Mango. Man sagte mir, dass sie Nathaira heißt. Ihre Familie wollte sie wohl loswerden",</span> mischte sich Marinus ein.<br />
Mango griff sich an den Kopf:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Bei den Göttern der Unterwelt, von allen Keltinnen schleppt der mir eine an, die stumm ist!"</span></span>, rief er aus:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Was soll ich damit? Für was ist sie gut? Am besten schicke ich sie gleich ins Bergwerk"</span></span><br />
Die Minen des Ritter Balventius schwebten wie ein Damoklesschwert über allen Sklaven von Iscalis. Aufrührer, Rebellen und Ware, die er nicht losbekam, wurden von Mango im Dutzend dorthin verkauft: Die Männer zur harten Arbeit, die Frauen, wenn sie jung und hübsch waren, ins Minenbordell. Bei beiden betrug die Überlebensrate nur Wochen oder Monate.<br />
<br />
Wieder fiel Mangos Blick auf die junge Sklavin. Vielleicht konnte er die Hübsche doch noch gewinnbringend verkaufen, wenn er ihr Handicap in etwas Positives wendete. Sie hatte schöne, ausdrucksvolle Augen. Außerdem gab es viele Aufgaben, die ohne zu sprechen erledigt werden konnten. <br />
<br />
Dennoch behielt er seine kummervolle Miene bei und bezahlte an Marinus nur ein Minimum.<br />
<br />
Kaum war der Pirat gegangen, ließ Mango durch seinen Graveur auf ihren <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Titulus</span> Folgendes prägen:<br />
<br />
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background-color:#6E5A18;"> <span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">Keltische Jungfrau</span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">bisher genannt Nathaira</span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">wohlgestaltet und gesund </span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">etwa 17 Jahre alt</span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">Bonus: Verschwiegen und treu, </span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">spricht nicht, </span></span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">kann auch nicht schreiben</span></span></span><br />
<span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geheimhaltung und Vertraulichkeit garantiert</span></span></span></td></tr></table>
<br />
Da Nathaira als Sklavin frisch aus der Provinz kam, wurden ihre Schienbeine bis zu den Knien weiß angemalt.<br />
Weiß wie unberührt. Weiß wie Unschuld.<br />
<br />
Und schon am gleichen Tag stand die junge Keltin zusammen mit anderen zumeist älteren Frauen  auf dem Sklavenmarkt zum Verkauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">- Das Schweigen des Lamms - </span></div>
<br />
Marinus war der Deckname eines Flusspiraten, der ab und zu dem Sklavenhändler Mango mit Ware dienen konnte. Marinus war nicht wirklich Sklavenlieferant. Er nahm mit, was der Fluss ihm gab: Fische, Treibgut, Ware, ab und zu auch einen Jüngling oder ein junges Mädchen, die unvorsichtig genug waren, außer Rufweite und alleine am Ufer zu spielen. <br />
Manchmal überließen ihm Leute auch für wenige Münzen ihre Kinder. Sei es aus wirklicher Armut heraus, sei es, weil sie einen unnützen Esser weniger haben wollten. So hatte er oft drei, vier, fünf junge Sklaven an Bord, bevor er bei Iscalis anlegte. <br />
<br />
Heute hatte Marinus ein junges Mädchen dabei, gefesselt, das mit gesenktem Kopf vor ihm stand. Mango warf ihr einen Blick zu: Keltin, für die Küche oder als Dienstmädchen geeignet, dachte er, ganz hübsch, halbwüchsig, 16, 17 Jahre alt schätzte er:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Noch Jungfrau?"</span></span>, fragte er Marinus, bei den groben Piraten konnte man nie wissen. Aber Geschäft ging vor, der Mann nickte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Ausgezeichnet"</span><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">, </span></span>nun schenkte Mango ihr einen zweiten Blick. Vielleicht würde auch ein patrizischer Haushalt funktionieren. Zarte, ansprechende Gesichtszüge, schwarzes Haar und die Augen ein Kontrast dazu.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Nun, mein Täubchen"</span><span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">,</span></span> redete er die Sklavin direkt und hob ihr Gesicht an: <span style="color: #ff851b;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Wie heißt du?"</span></span><br />
<br />
<span style="color: #ff4136;" class="mycode_color">"Ähem. Die Frau ist stumm, o Mallius Mango. Man sagte mir, dass sie Nathaira heißt. Ihre Familie wollte sie wohl loswerden",</span> mischte sich Marinus ein.<br />
Mango griff sich an den Kopf:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Bei den Göttern der Unterwelt, von allen Keltinnen schleppt der mir eine an, die stumm ist!"</span></span>, rief er aus:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #ff851b;" class="mycode_color">"Was soll ich damit? Für was ist sie gut? Am besten schicke ich sie gleich ins Bergwerk"</span></span><br />
Die Minen des Ritter Balventius schwebten wie ein Damoklesschwert über allen Sklaven von Iscalis. Aufrührer, Rebellen und Ware, die er nicht losbekam, wurden von Mango im Dutzend dorthin verkauft: Die Männer zur harten Arbeit, die Frauen, wenn sie jung und hübsch waren, ins Minenbordell. Bei beiden betrug die Überlebensrate nur Wochen oder Monate.<br />
<br />
Wieder fiel Mangos Blick auf die junge Sklavin. Vielleicht konnte er die Hübsche doch noch gewinnbringend verkaufen, wenn er ihr Handicap in etwas Positives wendete. Sie hatte schöne, ausdrucksvolle Augen. Außerdem gab es viele Aufgaben, die ohne zu sprechen erledigt werden konnten. <br />
<br />
Dennoch behielt er seine kummervolle Miene bei und bezahlte an Marinus nur ein Minimum.<br />
<br />
Kaum war der Pirat gegangen, ließ Mango durch seinen Graveur auf ihren <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Titulus</span> Folgendes prägen:<br />
<br />
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background-color:#6E5A18;"> <span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">Keltische Jungfrau</span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">bisher genannt Nathaira</span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">wohlgestaltet und gesund </span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">etwa 17 Jahre alt</span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">Bonus: Verschwiegen und treu, </span></span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color">spricht nicht, </span></span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-size: medium;" class="mycode_size">kann auch nicht schreiben</span></span></span><br />
<span style="color: #00369b;" class="mycode_color"><span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geheimhaltung und Vertraulichkeit garantiert</span></span></span></td></tr></table>
<br />
Da Nathaira als Sklavin frisch aus der Provinz kam, wurden ihre Schienbeine bis zu den Knien weiß angemalt.<br />
Weiß wie unberührt. Weiß wie Unschuld.<br />
<br />
Und schon am gleichen Tag stand die junge Keltin zusammen mit anderen zumeist älteren Frauen  auf dem Sklavenmarkt zum Verkauf.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Owain wird verkauft]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=370</link>
			<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 14:56:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=16">Sklavenhändler</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=370</guid>
			<description><![CDATA[<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background-color:#6E5A18;"> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Name: Owain</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">22 Jahre alt, Kelte, </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">begnadeter Kunstschmied </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">versteht Latein </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">gesund an Körper und Geist</span> </td></tr></table>
<br />
stand auf dem <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Titulus</span>, dem Verkaufsschild, welches der Neue um den Hals trug. Er konnte nicht lesen. Aber die Kunden konnten lesen. Der Silurer war ein Kriegsgefangener. Konnte sein, dass hinter der Stirn des schweigsamen Mannes der Gedanke an Widerstand schwelte, aber da hatte der Sklavenhändler Mallius Mango ein Druckmittel in der Hand.<br />
Es sei denn, er legte es darauf an, zu sterben. Doch sterben wollten die wenigsten. Es war erstaunlich, wie sehr die meisten Menschen an ihrem erbärmlichen Leben hingen.<br />
<br />
Noch war die Sonne nicht aufgegangen und noch keine Kunden schlenderten über den Sklavenmarkt. Mango briefte die kleine Gruppe Kelten, die er heute mitgebracht hatte:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Hört zu, meine Süßen"</span></span>, sagte er - er hatte einen Übersetzer, der seine Worte übertrug:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Es ist nichts Persönliches. Ich habe nix gegen euch. Es ist mir auch egal, wer ihr in eurem früheren Leben gewesen seid oder was ihr angestellt habt Es ist rein geschäftlich. Ihr sollt mir heute ein hübsches Sümmchen einbringen. Also zeigt euch von eurer besten Seite. Wenn nicht - was nicht über den Ladentisch geht, kommt in die Minen. Habt ihr das verstanden? Am Ende des Tages kauft euch der Ritter Balventius so wie ihr seid, für das Bergwerk. Da werdet ihr nie wieder das Licht der Sonne sehen. Ihr arbeitet für Rom, bis ihr drauf geht. Aus die Maus"</span></span> , Mango grinste:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Stellt ihr aber es klug an, so könnt ihr noch ein gutes Leben führen. Der richtige Sklave für den richtigen Herren, sage ich immer"</span></span><br />
<br />
Der Sklavenhändler fasste Owain ins Auge:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Du Kunstschmied - komm her!"</span></span>, von irgendwoher ließ er sich einen zerdrückten Blätterkranz reichen, den er dem Kelten aufs Haupt setzte - dazu musste er sich ordentlich strecken und einer seiner Knechte schlug Owain kurz in den Nacken, damit dieser den Kopf neigte:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Wie ein kleines Opferkalb, das man zum Altar führt"</span></span>, sagte Mango zufrieden.<br />
<br />
"Unter dem Kranz verkaufen" nannte man das; der Kranz war das Zeichen des kriegsgefangenen Sklaven. Er wurde ausstaffiert wie ein Opfer an die Götter, und seine vorige Identität wurde sozusagen ausgelöscht.<br />
Mango kniff Owain in die Wange:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Freundlicher gucken",</span></span> sagte er.<br />
<br />
Auch andere ehemalige Kriegsgefangene bekamen Kränze. Außer dem  Grund, die Sklaven sozusagen ihrem neuen Leben zu weihen,  gab es für Mango noch einen handfesteren: Falls so ein Kerl später doch noch Ärger machte, konnte man den Sklavenhändler nicht schadensersatzpflichtig machen. Er hatte den Sklaven deutlich als ursprünglich Feind Roms gekennzeichnet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" class="tborder" style="width:50%;"><tr><td  valign="top" align="center" style="background-color:#6E5A18;"> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Name: Owain</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">22 Jahre alt, Kelte, </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">begnadeter Kunstschmied </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">versteht Latein </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">gesund an Körper und Geist</span> </td></tr></table>
<br />
stand auf dem <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Titulus</span>, dem Verkaufsschild, welches der Neue um den Hals trug. Er konnte nicht lesen. Aber die Kunden konnten lesen. Der Silurer war ein Kriegsgefangener. Konnte sein, dass hinter der Stirn des schweigsamen Mannes der Gedanke an Widerstand schwelte, aber da hatte der Sklavenhändler Mallius Mango ein Druckmittel in der Hand.<br />
Es sei denn, er legte es darauf an, zu sterben. Doch sterben wollten die wenigsten. Es war erstaunlich, wie sehr die meisten Menschen an ihrem erbärmlichen Leben hingen.<br />
<br />
Noch war die Sonne nicht aufgegangen und noch keine Kunden schlenderten über den Sklavenmarkt. Mango briefte die kleine Gruppe Kelten, die er heute mitgebracht hatte:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Hört zu, meine Süßen"</span></span>, sagte er - er hatte einen Übersetzer, der seine Worte übertrug:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Es ist nichts Persönliches. Ich habe nix gegen euch. Es ist mir auch egal, wer ihr in eurem früheren Leben gewesen seid oder was ihr angestellt habt Es ist rein geschäftlich. Ihr sollt mir heute ein hübsches Sümmchen einbringen. Also zeigt euch von eurer besten Seite. Wenn nicht - was nicht über den Ladentisch geht, kommt in die Minen. Habt ihr das verstanden? Am Ende des Tages kauft euch der Ritter Balventius so wie ihr seid, für das Bergwerk. Da werdet ihr nie wieder das Licht der Sonne sehen. Ihr arbeitet für Rom, bis ihr drauf geht. Aus die Maus"</span></span> , Mango grinste:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Stellt ihr aber es klug an, so könnt ihr noch ein gutes Leben führen. Der richtige Sklave für den richtigen Herren, sage ich immer"</span></span><br />
<br />
Der Sklavenhändler fasste Owain ins Auge:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Du Kunstschmied - komm her!"</span></span>, von irgendwoher ließ er sich einen zerdrückten Blätterkranz reichen, den er dem Kelten aufs Haupt setzte - dazu musste er sich ordentlich strecken und einer seiner Knechte schlug Owain kurz in den Nacken, damit dieser den Kopf neigte:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Wie ein kleines Opferkalb, das man zum Altar führt"</span></span>, sagte Mango zufrieden.<br />
<br />
"Unter dem Kranz verkaufen" nannte man das; der Kranz war das Zeichen des kriegsgefangenen Sklaven. Er wurde ausstaffiert wie ein Opfer an die Götter, und seine vorige Identität wurde sozusagen ausgelöscht.<br />
Mango kniff Owain in die Wange:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Freundlicher gucken",</span></span> sagte er.<br />
<br />
Auch andere ehemalige Kriegsgefangene bekamen Kränze. Außer dem  Grund, die Sklaven sozusagen ihrem neuen Leben zu weihen,  gab es für Mango noch einen handfesteren: Falls so ein Kerl später doch noch Ärger machte, konnte man den Sklavenhändler nicht schadensersatzpflichtig machen. Er hatte den Sklaven deutlich als ursprünglich Feind Roms gekennzeichnet.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ablenkungen]]></title>
			<link>https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=282</link>
			<pubDate>Wed, 18 Jan 2023 17:56:04 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://adlerchronik.de/member.php?action=profile&uid=48">Decimus Balventius Varro</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://adlerchronik.de/showthread.php?tid=282</guid>
			<description><![CDATA[Es kam selten vor, dass er frei hatte. Dass er diese Freizeit auf dem Marktplatz verbrachte, war noch seltener. Hin und wieder zog es ihn zwar einmal in die belebten Straßen, doch heute lockte ihn ein durchaus praktischer Anlass hierher: Balventius Varro hatte vor, sich einmal um seine guten Beziehungen zu bemühen. Wenn nicht, um seinen eigenen Ruf zu pflegen, dann spätestens seit Ausbruch der Bleikrankheit, sah er den Zeitpunkt gekommen. Er hatte beschlossen, einmal Furius Saturninus einzuladen, um sich mit ihm gutzustellen und womöglich ein paar gute Informationen zu erhalten, wie er vorgehen sollte. Der Furier war nicht auf dem Gipfel der Macht in Iscalis angelangt, aber wohl auf einem guten Weg dahin und zudem gut vernetzt.<br />
Natürlich durfte er ihn nicht gleichzeitig mit Iulius Cato einladen, denn das Spektakel auf dem Rennen war Varro nicht entgangen. Auch dieser war ein guter Kandidat, sich einmal bekannt zu machen, allerdings war er da noch vorsichtig. Er wirkte alles in allem stärker, aber auch weniger gutmütig. Dennoch, da er Wachen aus der Legion angestellt hatte, war es wohl auch hier angebracht, ihn zumindest einmal zum Essen einzuladen. <br />
Nun war Balventius also unterwegs, um ein angemessenes Gastgeschenk aufzufinden, in Begleitung seines wie üblich stummen Leibwächters besah er sich die Stände.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es kam selten vor, dass er frei hatte. Dass er diese Freizeit auf dem Marktplatz verbrachte, war noch seltener. Hin und wieder zog es ihn zwar einmal in die belebten Straßen, doch heute lockte ihn ein durchaus praktischer Anlass hierher: Balventius Varro hatte vor, sich einmal um seine guten Beziehungen zu bemühen. Wenn nicht, um seinen eigenen Ruf zu pflegen, dann spätestens seit Ausbruch der Bleikrankheit, sah er den Zeitpunkt gekommen. Er hatte beschlossen, einmal Furius Saturninus einzuladen, um sich mit ihm gutzustellen und womöglich ein paar gute Informationen zu erhalten, wie er vorgehen sollte. Der Furier war nicht auf dem Gipfel der Macht in Iscalis angelangt, aber wohl auf einem guten Weg dahin und zudem gut vernetzt.<br />
Natürlich durfte er ihn nicht gleichzeitig mit Iulius Cato einladen, denn das Spektakel auf dem Rennen war Varro nicht entgangen. Auch dieser war ein guter Kandidat, sich einmal bekannt zu machen, allerdings war er da noch vorsichtig. Er wirkte alles in allem stärker, aber auch weniger gutmütig. Dennoch, da er Wachen aus der Legion angestellt hatte, war es wohl auch hier angebracht, ihn zumindest einmal zum Essen einzuladen. <br />
Nun war Balventius also unterwegs, um ein angemessenes Gastgeschenk aufzufinden, in Begleitung seines wie üblich stummen Leibwächters besah er sich die Stände.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>